Paulus
Wikipedia · Karl Barth-Archiv · GND · Wikidata · britannica.com · WorldCat · newadvent.org · Ökum. Heiligenlexikon · Deutsche Biographie · LoC · VIAF
Fundstellen im Text 240
-
Vorwort zur 2. Auflage
13. August 1993
… möchten ihm seine im Februar 1907 bei Adolf Harnack in Berlin geschriebene Seminararbeit über «Die Missionsthätigkeit des Apostels Paulus nach der Darstellung der Apostelgeschichte» zusenden, denn «Repetent Bultmann verlangt stürmisch sie zu sehen». Diese Mitteilung über den damals in …
-
Karl Barth an Rudolf Bultmann
14. April 1922
… ir glauben» 7 , S. 19f. wegen der Jahre 1–30 8 und auch S. 24 wegen meiner Kritiklosigkeit resp. Inspirationsgläubigkeit gegenüber Paulus 9 . Es fällt mir auf, wie verhältnismäßig selten Sie die ganze zweite Hälfte des Buches zitieren, wo es mir unter dem Zwang des Textes selber noch v …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
25. Mai 1922
… ch übrigens, sowohl was die historisch-philologische Erklärung betrifft, wie was die sachliche Beurteilung des Römerbriefs und des Paulus angeht, in hohem Maße dem anschließe, was Jülicher in dieser Zeitschrift 1920 Nr. 29 und 30 📖 zur ersten Auflage ausgeführt hat, wird Barth teils d …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
31. Dezember 1922
… » nicht nur «stillschweigend oder ausdrücklich verlängert oder verkürzt» (pg. XXIII), sondern auch korrigiert. Heißt das dann über Paulus reden? wollen Sie es durchaus so nennen, so mag es sein, dann aber ist die «Stilwidrigkeit» des Nebeneinander von «mit Paulus » und «über Paulus » d …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
18. April 1924
… ich selbst gespannt. Im nächsten Heft der Zeitschr. f. neutest. Wissensch. wird ein Aufsatz von mir über das Problem der Ethik bei Paulus erscheinen, der Ihnen zeigen kann, wie ich zurechtzukommen versuche. 3 Mit herzlichen Grüßen Ihr R. Bultmann 1 Im Mskr. Mittelteil durch Lochung unl …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
10. Dezember 1926
… s gehört werden, also historisch formuliert: in der paulinischen oder Johanneischen Beleuchtung. Sie reden jedenfalls nicht so wie Paulus und Johannes von Jesus, sie sagen nicht nur wie Johannes , daß Jesus sich als den Offenbarer dargestellt, sondern wie er es getan hat, was Johannes …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
25. Oktober 1931
… nn gegenüber im Recht sind, ist mir keine Frage, aber auch, daß Sie auf seine Ausführungen in « Theologia naturalis bei Philon und Paulus » S. 123ff. 5 antworten müssen. Mit herzlichen Grüßen von Haus zu Haus Ihr Rudolf Bultmann 1 Eine gedruckte öffentliche Äußerung liegt nicht vor; vg …
-
Karl Barth an Rudolf Bultmann
31. März 1935
… risonment Epistles , London 1929 📖 , ein Buch, in dem die erstmals von Adolf Deißmann 1897 geäußerte These von der Entstehung der paulinischen Gefangenschaftsbriefe in Ephesus untermauert wurde. ↩ 2 Norman Walker Porteous (geb. 9.9.1898), seit 1931 Professor in St. Andrews, 1937 in Edinburg …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
10. Dezember 1935
… atik aus der Hand gelegt habe. — Sie werden in meinem Glauben und Verstehen 11 die Ketzerei wittern. Aber ich bin der Meinung, daß Paulus anders in die Existenz der Hörer hineingesprochen hat, als Sie und Thurneysen es tun, nämlich so, daß dem Hörer unter dem Wort seine Existenz durchs …
-
Rudolf Bultmann an Karl Barth
11. November 1952 – 15. November 1951
… ch dann würde ich freilich nicht sagen «entgegengeht», sondern daß sich die Auferstehung Christi jeweils «in uns» realisiert. Wenn Paulus die Auferstehung als ein «kosmisches» Ereignis ansieht, so ist damit gesagt, daß sie kein Ereignis ist, das als ein für sich isoliertes, innerhalb d …
-
Karl Barth an Rudolf Bultmann
18. Dezember 1959
… hologischen Weltbildes) suchen wir dann vielleicht — ich freilich erst nach einem längeren Abstecher zu W. A. Mozart — den Apostel Paulus gemeinsam auf, um uns von ihm erklären zu lassen, wie er es endlich und zuletzt selbst gemeint habe. Doch soll dieser erfreuliche Aspekt keine Ausre …
-
Buchbesprechung von Rudolf Bultmann: Georg Brandes und Johannes Müller über Jesus
3. August 1925
… Mund ein zweischneidiges Schwert geht, und dessen Angesicht leuchtet wie die Sonne. Auch in den «nicht vielen echten Partien» der Paulus -Briefe erscheint diese Gestalt als der Erstgeborene vor allen Kreaturen, durch den Himmel und Erde geschaffen sind. Vom historischen Jesus weiß Pau …
-
Theophil Wurm, Vorsitzender des Rats der evangelischen Kirche in Deutschland, an Karl Barth
20. Mai 1947
… enn man dies hinsichtlich einiger Züge in den Osterberichten der Evangelien zugeben mag, so kann es doch nicht von dem Zeugnis des Paulus über die Tatsache der Auferstehung Jesu im Ganzen gelten. Sein Reden vom «egeirein» in Röm. 8 und vielen anderen Stellen meint doch im Grunde nichts …
-
Biographische Skizzen Karl Barths
26. März 1927 – 12. August 1946
… ht gefunden haben. Am folgenden Morgen fand ich mich, umgeben von einem Stoß von Kommentaren etc., vor dem Römerbrief des Apostels Paulus mit der, wie mir schien, ganz neu aufzuwerfenden Frage nach dem, was denn nun eigentlich dastehe. Aus den Notizen, die ich mir darüber zu | 297 mach …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
8. März 1915
… mmt wie der Teufel, sooft man darauf drückt, kommt dann nicht etwas höchst Seltsames in die richtigen Thesen hinein, das ihnen bei Paulus etc., auch bei Kutter selbst nicht anhaftet? Es muß doch klar bleiben, daß die ganze Unterscheidung kein ewiger Satz ist, sondern eine Arbeitsmethod …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
17. Juni 1915
… d dementsprechend der Mikrokosmos des aargauischen Monatsblattes , vielgestaltig von Gustav Fischer 5 bis zu Ed. Thurneysen ! Hui! Paulus hätte das von den verschiedenen Gaben [vgl. 1.Kor 12,4ff. ] kaum geschrieben, wenn er diesen Unfug geahnt hätte, der durch die Kirchengeschichte hin …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
23. Oktober 1916
… eine Tiftelei von mir, wenn ich die πίστις θεοῦ V. 3 als Schlüssel des Ganzen ansehe? Kutter zeigte mir gerade für meinen Versuch, Paulus als Paulus zu ergründen, und für die Absicht, den Gegner in seiner eigenen Höhle aufzusuchen, etwas zu wenig Verständnis und wollte gerade auf meine …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
7. November 1916
… a z. B. auch meine 20 Schünken 6 über den Römerbrief an einen Haufen werfen und frischweg sagen, wie es nach «unsrer» Orientierung Paulus meinen muß, denn da wimmelt es ja nur so von falschen Gesichtspunkten. Aber der Geprellte wäre dabei doch ich selbst. Es kommt mir vor, du habest da …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
26. Januar 1917
… rn Nöten. Von der mystischen Verklärung des Begriffs «Aargau» habe ich ihm dringend abgeraten. Für den Vortrag 📖 eines Kapitels « Paulus » dagegen zugesagt und bin nun, kräftig angespannt, wieder ganz eingetaucht in ἐπίστευσεν und ἐλογίσθη und δικαιοσύνη [ Röm 4,3 ] und was da Alles d …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
5. März 1917
179 5. März 1917 Lieber Freund! Es langt diese Woche zu keinem Besuch, ich muß mich ganz dem Paulus widmen und den nötigen Hausbesuchen vor unserer großen Abschweifung, 1 und du wirst mit deinem Turmbau 2 auch vollauf beschäftigt sein. Am Freitag i …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
27. September 1917
… ildes, Originelles, das irgendwie hinter diesen Sätzen steckt, die sich so willig von immer neuen Generationen exegesieren lassen. Paulus — was muß das für ein Mensch gewesen sein und was für Menschen auch die, denen er diese lapidaren Dinge so in ein paar verworrenen Brocken hinwerfen …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
26. Oktober 1917
… bis ich zur Interpretation gehen kann (in der Klause meines Vaters 4 in Bern ). Am Abend lese ich jeweilen moderne Theologen über Paulus und staune immer mehr über die Welt, die sich das alles bieten läßt. Auch über die Geduld und Langmut Gottes, der längst mit einem Erdbeben hätte Sc …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
7. Dezember 1917
… h ereignet, wäre ein weiteres gewaltiges Glied in der Kette auswendiger Innerlichkeiten und inwendiger Auswendigkeiten, die du bei Paulus wieder ausgegraben hast. Ich | 246 denke an das, was du aus Röm. 6 und dem Anfang von Kapitel 7 herausliesest. Ich habe überhaupt seit letztem Monta …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
12. Dezember 1917
… s trenne von den Religiössozialen? Aber auch er endet irgendwie im Schatten eines Kirchentums. Ich bin darum gespannt auf das, was Paulus nach deinen Einsichten in Röm. 9-11 zur Sache zu sagen hat. Jedenfalls wird dein Römerbrief 📖 guttun, er wird die Luft reinigen. Wenn nur diese Kir …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
29. Januar 1918
… sein an den Römerbrief nicht diskreditieren. Du baust ja nicht eigene Konstruktionen auf, sondern denkst dem Gottesverständnis des Paulus nach. Und das kann einem das harmlose Weiterpredigen schon schwer machen. Denk, nun kann ich wahrscheinlich der Wahl in die Steuerkommission doch ni …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
25. März 1918
… ndpunkt festhielt, die doch ganz berechtigt gewesen wäre, wenn nicht die fatale persönliche Heilsfrage, um die es ihm , aber nicht Paulus zu tun war, die Sache ganz schief beleuchtet hätte. Ich freue mich wie ein Kind auf die vier Wochen Zürichberg , in denen ich nachher dem allem nach …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
24. April 1918
… e noch nicht vor , die zusammengehören, und staune aufs Neue über die Konzentration, Gottesfurcht und — Zurückhaltung, auf die bei Paulus (auch 9-11!) alles hinausläuft. Bei Kutter war ich zweimal in der Kinderlehre, außerdem hörte ich K. und F. predigen, beidemal sprechende Zeugnisse …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
19. Juni 1918
… das Werk in absehbarer Zeit als ansehnliches Buch auf unsern — wie auf Harnacks Tische liegen wird und sowohl Wernle als Ragaz dem Paulus ein wenig zuhören müssen! Ich bin überzeugt von seiner Wirkung und will mich auch selber durchaus darunter stellen. Vielen Dank für dein Unterrichts …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
11. Juli 1918
… ve Treiben etwa Lejeunes . Aber mit dem N. T. konfrontiert eben doch um keinen Schritt weiter als die Nomos | 286 Leute, mit denen Paulus offenbar zu tun hatte. Die Schlußbemerkungen Lindts sind äußerste Möglichkeiten — für uns gerade der Ausgangspunkt. So sehe ich «uns» doch auch nach …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
23. Juli 1918
… habe, die dem Philosophen durch unentwegte metaphysische Behauptungen den Rohstoff zu seinen feinen Turmbauten liefern mußten. Dem Paulus traut er nicht recht, das sei so einer aus Kleinasien , aus der gleichen Gegend, wo auch die Magna Mater und der «Gott mit der Mauerkrone» verehrt w …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
1. Dezember 1918
… nes-Evangelium? Wahrscheinlich würde sich von da aus die Aussicht auf Eckehardt und Fichte ergeben, die Brunner jetzt bei «meinem» Paulus vermißt. Treulichst und herzlichst dein K. B. 1 E. Brunner , « Der Römerbrief » von Karl Barth. Eine zeitgemäß-unmoderne Paraphrase , in: Kirchenbla …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
8. Dezember 1918
… tört, und er versucht diese Störung abzureagieren. Du wirst nicht viel anderes können als ihm freundlich und beharrlich sagen, daß Paulus sich seine Einwände: Humanismus! Ethik! Freiheit! Entwicklung! auch schon überlegt und deswegen u. a. den Römerbrief 📖 geschrieben habe. Es läßt si …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
17. Februar 1919
… g ( 1.Kor. 15,50–54 ) unter der Verdächtigung, die Anschauungsweise des Römerbriefs sei eben «nur» Paulinismus ( 1.Kor. 15,8–11 ). Paulus redet sehr geduldig mit ihnen, nennt sie ἀδελφοὶ ἀγαπητοί ( v. 58 ), die Sache selbst aber in dürren Worten ἀγνωσία θεοῦ ( v. 34 ). Die Methode der …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
21. Februar 1919
… , als ein richtiger « Neue Wege »-Mann es wohl für gut halten würde. Ich gehe vielmehr, mit Schädelin zu reden, auf den Markt, und Paulus kommt nur insofern zu Wort, als seine «Besonnenheit» und «Überlegenheit» vom Hintergrund aus sich geltend zu machen versucht. Nächste Woche kommt de …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
3. Juni 1919
… e für Haydn gegenüber den zerrissenen Modernen, für die «einfachen» «Jesus-Worte», z. B. die «wasserklaren» Gleichnisse, gegenüber Paulus , von dessen Frömmigkeit er zwar | 330 «ergriffen» sei, dessen «Auffassung» er aber nicht in allen Punkten (z. B. nicht in der Eschatologie und in d …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
8. Juli 1919
… derzusetzen, ihm sei eben das Wichtigste in der Welt: er selbst, hier aber fühle er sich — im Gegensatz zu mir und im Einklang mit Paulus Römer 8 — seines Heiles gewiß, Bücher lese er keine, er habe das nie gekonnt, wohl aber habe er schwere Erfahrungen hinter sich, seine Gemeinde sei …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
18. Oktober 1919
… Und da ist Wernle nun doch der Erste, der ehrlich und entschlossen das Schweigen bricht und dich zunächst einmal neben Luther und Paulus selber stellt! Was willst du mehr? Sein Einwand wegen der Übersetzung von πίστις mit Treue Gottes statt nur mit Glaube ist sofort hinfällig, wenn ma …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
31. Mai 1920
… rzbach über mich. Aber das Wenigste kann in Form von Predigten weitergehen. Das große Wenn und Aber! schiebt sich drohend zwischen Paulus — und mein Reden und der Safenwiler Hören hinein und macht das ganze Licht, das eigentlich in diesen Texten ist (ich bin eben am 4. Kap. ), | 393 ge …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
16. Juni 1920
… ken, daß das Alles gar nicht ex cathedra sondern als Randglossen bei Anlaß einer ziemlich persönlich bedingten Selbsterklärung des Paulus gesagt ist! […] Herzlichst grüßend von Haus zu Haus dein Karl 400 […] Hältst dus nicht auch für wahrscheinlich, daß 2.Kor. 6,14-7,1 eine Interpolati …
-
Eduard Thurneysen an Karl Barth
17. September 1920
… asproblem im Mittelpunkt. Aber das sind alles erst vage Deutungen. Mach | 423 du dich doch hinter die johanneischen Schriften. Von Paulus her müßte das am ehesten gelingen. Es ist ein erstaunlich kühnes und merkwürdiges Phänomen, diese vier Evangelisten, die von vornherein den Nur-Hist …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
5. November 1920
… ewerk. Es ahnt mir, daß das noch ganz anders «rasant» gesagt sein müßte. Mir fehlt der moralische Ingrimm, der hier nötig wäre, um Paulus wiederzugeben. Die von Beck herrührende Einteilung des Abschnitts auf Grund des dreimaligen θεὸς αὐτοὺς παρέδωκεν 1 war mir eigentlich etwas verdäch …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
26. November 1920
… ber das ganze Buch. Beachte bei 3,1–20 die Weglassung von allerlei Firlefanz, an dessen Stelle sachgemäße Mitteilungen aus den von Paulus selbst zitierten LXX-Abschnitten getreten sind. Hier einiges Geschriebene und Gedruckte aus Deutschland . Das Beste oder vielmehr Schlimmste fehlt z …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
28. Dezember 1920
… müssen, ohne ihr zu gehorchen? Vorläufig überwiegt bei mir gegenüber diesem Brief das dunkle Gefühl, daß im Römer | 457 brief des Paulus das dialektische Perpendikel alle Anstalten treffe, das Perpendikeln überhaupt aufzugeben, und irgendwie wird diese den Philosophen natürlich fatale …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
6. Januar 1921
… mmentar ist und V. 7–8 sogar einen Kommentar benützt. Das gibt der Darstellung notwendig etwas Indirektes, Gebrochenes: ich meine, Paulus meine, daß die Genesis meine …, müßte man fortwährend ergänzen. Sag mirs ja, wenn dieses Netz etwa trotz aller Bemühungen, die Maschen auseinanderzu …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
18. März 1921
… ast nicht vorwärts in diesem Couloir, mußte, schon bei Vers 8 angelangt, gestern Alles wieder umwerfen und von vorne anfangen. Daß Paulus den fliegenden Vogel 1 meint, ist gerade hier mit Händen zu greifen, umso schlimmer für mich. Die 1. Auflage 📖 ist hier ungewöhnlich unbrauchbar, i …
-
Karl Barth an Eduard Thurneysen
23. Mai 1921
… ndertgenossen sieht man im Hintergrund über die Bühne schreiten. Sachlich dient der Abschnitt hoffentlich als Anzeige, daß man von Paulus aus auch über Religion reden kann, wenn es durchaus sein muß. […] Pestalozzis haben uns eingeladen, den Winter auf dem Bergli zuzubringen. So fein d …
-
Predigt: Römer 1,16 (I)
11. Januar 1914
… 1,16 ( I ) Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes zum Heil Allen, die daran glauben. Liebe Freunde! Paulus wollte nach Rom kommen , um auch daselbst das Evangelium zu predigen. So schrieb er seinen Gesinnungsgenossen in der Weltstadt. Nicht etwas Kleines …
-
Predigt: Römer 1,16 (III)
25. Januar 1914
… die daran glauben. Liebe Freunde! Von Jesus wollen wir heute reden. Denn Jesus ist der Inhalt des Evangeliums, um das es sich für Paulus handelte, als er dort furchtlos sein Kommen nach Rom ankündigte, und um das es sich auch für uns handelt, wenn wir mit ihm bekennen wollen: ich schä …
-
Predigt: Römer 1,16 (IV)
1. Februar 1914
… nämlich die Botschaft Gottes, die durch das Leben und Sterben Jesu an uns ergangen ist. Heute wollen wir nachdenken über das, was Paulus sagen wollte mit dem Ausdruck: das Evangelium ist Gottes Kraft . Also: Gottes Botschaft ist Gottes Kraft. Wir können nicht von jeder Botschaft sagen …
-
Predigt: Römer 1,16 (V)
8. Februar 1914
… eine Liebe kannten. Und doch sind wir jetzt ganz anders dran als vorher. Wir wissen durch Alles hindurch, daß wir zu Gott gehören. Paulus hat diese Gewißheit einmal mit dem gewaltigen Worte ausgesprochen: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christus Jesus, unse …
-
Predigt: Römer 1,16 (VI)
15. Februar 1914
… Wandel des Lebens ist offenbar auch nichts davon zu spüren. Was Wunder, wenn man sich des Evangeliums schämt trotz der Mahnung des Paulus . Es richtet ja nichts aus. Es bietet ja in Wahrheit nicht, was es verheißt. So etwa tönts, wenn der Zweifel redet. Vielleicht haben auch wir gelege …
-
Predigt: Matthäus 26,17-29
22. Februar 1914
… Abendmahles . «Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde du das Böse mit dem Guten!» [ Röm. 12,21 ]. Dieses Wort des Paulus könnten wir zwischen die beiden Geschichten schreiben, um zu verstehen, wie sie untereinander zusammenhängen. Es könnte uns nicht wundern, wenn Jesu …
-
Predigt: Johannes 14,15-18
24. Mai 1914
… denken wir: wie außerordentlich! das könnte ich nicht! wie Schlafwandler auf einem hohen Dach kommen sie uns vor, diese Leute, wie Paulus z. B. auf seinem Eroberungszug durch die ganze Welt. Ja, so empfinden wir, so müssen wir empfinden, solange wir den Glauben nur von außen kennen, al …
-
Predigt: Hebräer 10,31 und Psalm 16,11
5. Juli 1914
… Diesen Stolz und Trotz des rechten Gotteskindes kann man besonders gut bei den alten Propheten Israels kennen lernen, und dann bei Paulus und bei Luther . Wir sehen es ihnen an, wie tief und gewaltig die Erfahrung war, die sie gemacht hatten: bei dir, bei dir ist Freude die Fülle … das …
-
Predigt: Epheser 2,4-6
26. Juli 1914
… n solches göttliches Leben führen? So hat man oft gemeint, aber das ist eigentlich eine ganz ungläubige Meinung. So werden wir den Paulus gar nicht verstehen. Für den Paulus war das gar keine Frage: wo ist dieses selige göttliche Leben? Er nennt es freilich «himmlisches» Wesen, aber da …
-
Predigt: Offenbarung 6,4 und Matthäus 10,28
23. August 1914
… Da rühme sich Keiner eines Menschen [ 1.Kor. 3,21 ], denn da ist Keiner, der Gutes tue, nicht einer [vgl. Röm. 3,10 ], würde jetzt Paulus sagen. Wir Schweizer wären ja auch nicht anders, wir könnten nicht anders sein und denken, wenn wir in der Lage unserer Nachbarn wären. Die Menschen …
-
Predigt: Römer 8,38-39
18. Oktober 1914
… erkehren und in den Dienst des Bösen zu stellen? Meine Freunde, seht, das sind die « Engel, Fürstentümer und Gewalten », von denen Paulus geredet hat. Er hat sie ein anderes Mal die «Geister, die in der Luft herrschen» [vgl. Eph. 2,2 ] genannt. Wir verstehen, nicht wahr? Es gibt böse K …
-
Predigt: Matthäus 2,1-12
27. Dezember 1914
… l. Ps. 90,3 ], kehret zu mir, ihr seid mein! Es ist der Mensch, der in Christus lebt und Christus in ihm [vgl. Gal. 2,20 ], wie es Paulus beschrieben hat — der Christus, der uns jetzt wieder aufgegangen ist, neu wie die Sonne an einem neuen Tag, der Christus, der wahrhaftig der Sohn is …
-
Predigt: Epheser 2,5: "Durch Gnade seid ihr gerettet"
14. August 1955
… e. Erhöre sie und uns! Amen. Epheser 2,5 29 Meine lieben Brüder und Schwestern! Ich lese jetzt ein Wort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser ( Kap. 2,5 ): Durch Gnade seid ihr gerettet . Ich denke, es ist kurz genug, daß ihr alle es behalten und euch einprägen und, so Gott …
-
Predigt: Lukas 23,33 (Karfreitag): "Die Übeltäter mit ihm"
19. April 1957
… h ist Gottes Sohn gewesen!» [ Mk. 15,39 ]. Was aber war und tat Gott in diesem Menschen, in seinem Leiden und Sterben? Der Apostel Paulus hat es in einem ein 85 zigen Sätzlein ausgesprochen: «Er war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber» [ 2.Kor. 5,19 ]. — Ich will versuch …
-
Alle! Predigt über Römer 11, 32
22. September 1957
… t. Und ich gestehe euch offen, daß ich selbst, nachdem ich in einem nun schon ziemlich langen Leben immer wieder im Römerbrief des Paulus gelesen habe, mit so Vielem, was darin, was in der Bibel überhaupt steht, und so auch mit diesem Wort noch lange nicht fertig geworden bin. Es gibt …
-
Predigt: Philipper 4,5-6 (Akademischer Weihnachtsgottesdienst)): "Der grosse Dispens"
20. Dezember 1957
… ht abgelöst wird von einem Keuchen, eine Befreiung vom Getriebe, die durchhält. Dieses «Feiern» meint dasselbe, was wir vorhin von Paulus hörten: daß wir uns um nichts sorgen sollen! Liebe Freunde, das ist die Ankündigung des großen Weihnachtsurlaubs, der dauernden und gänzlichen Weihn …
-
Predigt: Römer 6,23 (Ostersonntag): "Tod - aber Leben!"
29. März 1959
… Gemeinde: «Wir wissen, daß wir aus dem Tode ins Leben hinübergegangen sind.» Und nun also in unserem Text, einem Wort des Apostels Paulus : «Der Sünde Sold ist Tod — aber die Gnadengabe Gottes ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.» Beachten wir das Wort « aber »! Tod und L …
-
Predigt: 2 Korinther 12,9: "Was genügt"
31. Dezember 1962
… m zu Anderen sagen: «Meine Gnade genügt dir.» Nur Einer kann das sagen. Nur von Einem können wir uns das sagen lassen. Dem Apostel Paulus verdanken wir dieses Wort. Aber gerade er schreibt ausdrücklich: « Er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir.» «Er» ist der eine, einzige Mensch, …
-
Predigt: 2 Korinther 5,11: "Vor dem Richterstuhl Christi"
24. Februar 1963
… st das alles so klein, fast lächerlich, wie versinkt das alles verglichen mit dem, was uns jetzt in unserem Text durch den Apostel Paulus angezeigt wird: Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi! Wenn das geschieht, geht nämlich das Leben nicht weiter, weder in die …
-
Grundfragen der Christlichen Sozialethik. Auseinandersetzung mit Paul Althaus
1. Januar 1922 – 31. Dezember 1922
… liche und kräftige Darlegung, inwiefern das Evangelium diese gesellschaftskritische Kraft besitzt. Aus den Kapiteln über Jesus und Paulus 17 geht das jedenfalls nicht hervor. Althaus meint doch nicht etwa das bißchen humanitäre Liebeslehre, das man bei genügender Farbenblindheit den Sy …
-
Not und Verheißung der christlichen Verkündigung
1922
… gen wollen. Wenn der Dulder Hiob sein Leid klagt, dann meint er offenbar ein Leid, das, menschlich gesprochen, kein Ende hat. Wenn Paulus von der Sünde redet, dann meint er damit nicht die Puppensünden 39 , mit denen wir uns plagen, sondern die Sünde Adams, in der wir erzeugt und mit d …
-
Das Problem der Ethik in der Gegenwart
1923
… ng zu rufen, die sich angesichts der eben geschilderten Situation aus der Dialektik des Gottesgedankens ergibt. Es ist der Weg des Paulus , Luthers und Calvins , mit dem ich aber auch den Weg Platos auf weite Strecken parallel gehen sehe, den ich im folgenden, aber, soweit es geht, in …
-
Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie
1922
… s dem Wesen der Sache entwickelten Gedanken maßgebend sind, zu orientieren haben, läuft über Kierkegaard zu Luther und Calvin , zu Paulus , zu Jeremia . Auf diese Namen pflegen sich nun freilich Viele zu berufen. Ich möchte also verdeutlichend hinzufügen: nicht etwa auch und gleichzeit …
-
«Diskussionsthesen» für einen Vortrag in Bremen
1922
… hrift vom Menschen erkannt und bejaht in seiner Einzigartigkeit und Wahrheit als Gottes Wort , dann hat nicht Mose , Matthäus oder Paulus gesprochen, aber auch nicht des erkennenden Menschen eigener Geist, sondern der heilige Geist, der nie eines Menschen Geist war noch sein wird, gera …
-
Gegenreden zu dem Aufsatz von Friedrich Wilhelm Foerster
1923
… ungen an. Aber weder in der Erziehung, noch in der Selbsterziehung kommt man allein mit dem extremen und vielfach allzu abstrakten Paulinismus aus, den der Barth-Kreis in durchaus berechtigter Gegenstellung gegen viel moderne Verflachung als allein lebenschaffende Gottesdeutung gelten lasse …
-
Ansatz und Absicht in Luthers Abendmahlslehre
1923
… e» sind aber, dafür bedarf es keines Beleges, die Einsetzungsworte Christi beim Abendmahl nach der Relation der Synoptiker und des Paulus . Diese geschriebenen Worte Gottes machen das Abendmahl zum kräftigen Wort, zum Wort und Werk Gottes, zum wirklichen Sakrament. y Hier wird Luthers …
-
Die Kirche und die Offenbarung
1923
… , so könnte es geschehen, daß die wirkliche Prophetie, an die uns die Taufe erinnert, das «So spricht der Herr!», mit dem Mose und Paulus die Zeichen der Zeit deuteten, wieder lebendig würde. Die Offenbarung und die banale Alltagswirklichkeit, die Auferstehung und das Dasein des Mannes …
-
Von der Paradoxie des «positiven Paradoxes». Antworten und Fragen an Paul Tillich
1923
… on Barth , und das heißt in dieser Beziehung auf die Seite von Kierkegaard und Pascal , von Luther und Augustin , von Johannes und Paulus stellen. Ein unmittelbares, unparadoxes, nicht durch das ständige radikale Nein hindurchgehendes Verhältnis zum Unbedingten ist kein Verhältnis zum …
-
Brunners Schleiermacherbuch
1924
… ß er mitten unter uns lebt 39 , nicht nur kraft der Anpreisungen all | 407 der Naiven und weniger Naiven, die ihn immer wieder mit Paulus und Luther in einem Atemzug zu nennen pflegen, sondern kraft der Schule ohnegleichen, die er tatsächlich im 19. Jahrhundert gemacht hat und immer 52 …
-
Menschenwort und Gotteswort in der christlichen Predigt
1924
… es das Wort gibt. Sie ist der «mystische Leib» des fleischgewordenen Wortes, wie unsre Alten gesagt haben. 41 Aber davon hat schon Paulus geredet: wo dieses Haupt ist, Christus, da ist auch dieser Leib 42 , und seine Funktion ist es, jenen zu verkündigen, bis daß er kommt [vgl. 1.Kor. …
-
Schleiermachers «Weihnachtsfeier»
1924
… torischer Stifter des 122 Christentums dagegen habe nur eine dürftige Bedeutung u , er stehe näher bei Johannes dem Täufer als bei Paulus , es bleibe zweideutig, ob überhaupt nach seinem Willen eine abgesonderte Kirche sich bilden sollte [ebd.]. Auch das Bemühen der älteren evangelisch …
-
Sunt certi denique fines. Eine Mitteilung
1924
… angen Irrgängen endlich durch Albert Schweitzer in die Lage versetzt wurde, den wirklichen Paulinismus so zu verstehen, wie er von Pls . selber gemeint war, nämlich eschatologisch. Sie selber hatten die erste Auflage geschrieben auf Grund der entscheidenden Anregungen von Schweitzer …
-
Das Schriftprinzip der reformierten Kirche
1925
… heit, sondern legitimer Auftrag sein soll. Sie hört aber nur das Zeugnis von Offenbarung. Sie hört Mose und Jeremia , Matthäus und Paulus . Sie hört Menschenworte, wie sie selbst Menschenworte redet. Aber diese Menschenworte an sich, als fromme Geständnisse, Ideen und Intuitionen der P …
-
Die dogmatische Prinzipienlehre bei Wilhelm Herrmann
1925
… «großen Mannes» ac zu sagen. 1. Gegen die Gegebenheit dieses Gefühls: Mit dem christlichen Glauben jedenfalls steht es so, wie es Paulus Phil. 3,12 und wie es die Bitte: Dein Reich komme [ Mt. 6,10 ] beschreibt; es ist kein gegebener, vorhandener Gemütszustand, sondern ein beständiges …
-
Kirche und Theologie
1925
… orlesung über I.Kor. 15 ), München 1924, S. 125 (Zollikon-Zürich 1953 4 , S. 129) 📖 : «Die Spannung, in der sich die Gedanken des Paulus bewegen, ist unerhört. … Sie ist nicht die Spannung in einem Neben einander, sondern die Spannung in einem In einander. Gerade darum ist sie unaufhe …
-
Predigt: Lukas 17,20-21
7. Februar 1915
… e würden nichts gesehen haben. Sie hätten die Ausgießung des heiligen Geistes und die Bekehrung des Saulus erleben, sie hätten des Paulus Eroberungszug für das Evangelium mit ansehen können, und sie hätten doch nichts gesehen von den Zeichen des Reiches Gottes. Sie hätten immer nur zug …
-
Predigt: Lukas 12,32: "Gottes Vorhut"
14. Februar 1915
… e arge Inkonsequenzen waren durchaus möglich bei ihnen. Nicht einmal einig waren sie untereinander, man denke! Zwischen Petrus und Paulus war eine breite Kluft, und mitunter kam’s zu fatalen Szenen [vgl. Gal. 2,14 ]. Gut, daß wir nicht Alles wissen! Aber es war ihnen einfach eine Freud …
-
Predigt: Epheser 2,14
17. Februar 1915
… ß die Menschheit wieder einmal einen kräftigen Schritt vorwärts tun darf. Es ist in diesen Tagen schon öfters auf den Gedanken des Paulus hingewiesen worden, daß, wo die Sünde mächtig geworden ist, die Gnade noch viel mächtiger ist [ Röm. 5,20 ]. Sollte es nicht geschehen, hat man sich …
-
Predigt: 1 Korinther 15,25-26 (Ostern)
4. April 1915
… . Er gehört zu ihnen, er steht mit ihnen in der gleichen Reihe, als das letzte Stück gleichsam. Der letzte Feind ist der Tod!, wie Paulus sagt. Wir erfahren das übrigens noch besser an uns selber, nicht nur an den sogenannten Zweiflern und Ungläubigen. Angst, Zweifel und Unsicherheit d …
-
Predigt: Römer 8,18-22
2. Mai 1915
… auf jenes Spiegelbild der Naturwelt mit ihrer Unvollkommenheit und Vergänglichkeit mit diesen Gedanken hinblicken . So hat es auch Paulus gemacht. Da ist alles Schreckliche und Traurige und Widergöttliche in der Naturwelt da draußen, zu der wir ja auch gehören. Wir müssen es ja sehen, …
-
Predigt: Römer 8,24-25
9. Mai 1915
… gehören und an sie gebunden sind, sondern eben als Kinder Gottes, als selige Menschen. Warten mit Geduld! Das ist die Lösung, die Paulus diesem Rätsel gibt. So macht’s ein seliger Mensch mitten in der Widerspruchswelt. Warten mit Geduld! Du mußt nun nicht meinen, das sei eine besonder …
-
Predigt: Römer 2,14-16
6. Juni 1915
… tsetzen und Lüge und Knechtschaft. In diese Welt hinein — das ist die Heidenwelt, aber nicht nur die Heidenwelt des alten Rom, die Paulus meinte in unserem Text, nicht nur die Heidenwelt in Afrika und Asien , sondern die im «christlichen» Europa , die Heidenwelt in unseren Zuständen un …
-
Predigt: Galater 3,23-25
27. Juni 1915
… l. Apk. 2,4 ] in der Christenheit war es anders. Da war die Freiheit aufgebrochen, die Freiheit der Gotteswelt. In den Briefen des Paulus können wir noch heute sehen, wie damals die erste Liebe, die Freiheit der Gotteswelt gerungen hat gegen das Gesetz, das wieder kommen wollte mit sei …
-
Predigt: Nehemia 8,1-12
31. Oktober 1915
… ch, und abermals sage ich: freuet euch! [ Phil. 4,4 ]. Und die Freude ist nicht nur das Ziel, sondern auch der Anfang. Der Apostel Paulus hat ja dieses: Freuet euch! auch nicht zu Engeln und zu fertigen Christen gesagt, sondern zu sehr unfertigen Leuten mitten in der Unvollkommenheit u …
-
Predigt: Genesis 15,6 (Christliche Studentenkonferenz in Aarau): "Das Eine Notwendige"
13. März 1916
… s ganz ernst nehmen und als das Allergewisseste gelten lassen. Das ist der wunderbar einfache Vorgang des Glaubens. 113 Ja, da hat Paulus den Abraham verstanden: im Glauben werden wir stark. u Wenn wir uns vor Gott stellen und auf ihn hören und seine Zusage ernst nehmen, dann beginnt z …
-
Predigt: Matthäus 10,17-20
26. März 1916
… er für den lieben Gott auf dich nimmst. O, diesen Himmelreichssinn im Leiden für ihre Sachen haben die ersten Christen gut erfaßt. Paulus und Silas wußten, warum sie Loblieder sangen, als man sie in Philippi wundschlug und ins Gefängnis warf [ Act. 16,25 ]. Und an der Gotteskraft und a …
-
Predigt: Galater 5,13 (Konfirmation)
21. April 1916
… r Augen halten, worum es sich handelt bei dem Entschluß, über den ihr heute euch selber und Gott Bescheid geben sollt. Der Apostel Paulus , der ein so treuer Nachfolger Jesu war, hat einmal seinen Freunden das Wort geschrieben: Ihr seid zur Freiheit berufen! Und in dieses Wort will ich …
-
Predigt: 1 Johannes 1,6
14. Mai 1916
… einbar ganz sicher und getrost, scheinbar felsenfest in der Überzeugung: es ist recht so, und es gibt nichts Anderes. Ihr könnt an Paulus denken mit seinem Eifer für das Mosegesetz, der so groß war, daß er gegen Alle, die nicht miteifern wollten, wüten mußte mit Schnauben und Morden [v …
-
Predigt: 1 Johannes 3,10-12
13. August 1916
… ich freuen, auch «auf der tiefsten Stufen» 6 . Die Unterschiede der Men | 291 schen verlieren ihre Wichtigkeit. Da hat der Apostel Paulus den Heiland gut verstanden, indem er es immer wieder ausrief: hier ist weder Jude noch Grieche, weder Freier noch Sklave, weder Mann noch Weib. Hier …
-
Predigt: 1 Johannes 3,21-24
10. September 1916
… Stunden gehabt neben ihren großen und göttlichen Augenblicken. Sondern das ist wichtig, daß Gott solche Leute wie Abraham , Mose , Paulus , Johannes geschaffen hat und hat leben lassen auf der alten, unvollkommenen Erde zum Zeichen für alle Zeiten und Geschlechter, daß Freude und Liebe …
-
Predigt: Lukas 18,9-14
29. Oktober 1916
… oser und Ungerechter, an dem uns Jesus zeigt, wie das Gottesreich, die Wahrheit hindurchbricht durch die Schicksalsmauer. Wie auch Paulus es einmal sagt: «was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß er die Weisen zu Schanden machte, und was schwach ist vor der Welt, das hat …
-
Predigt: Jesaia 44,21-23
19. November 1916
… as ist so ziemlich eines der schlimmsten Mißverständnisse der göttlichen Wahrheit. Schnurstracks steht dem gegenüber das Wort, das Paulus im Philipperbrief immer aufs neue ausspricht: Freuet euch, und abermals sage ich euch: freuet euch! [ Phil. 4,4 ]. Dazu hat Gott uns den Heiland geg …
-
Predigt: Lukas 2,9 (Weihnacht)
25. Dezember 1916
… Der liebe Gott hat eine entschiedene Vorliebe gerade für die ganz gewöhnlichen, unbedeutenden Leute, für die, die nichts sind, wie Paulus sagt, für die, die nur Menschen sind und auf nichts, weder Weltliches noch Geistliches, pochen können. Das wollen wir uns heute, am Weihnachtstag, a …
-
1.Thessalonicher 5,24
18. April 1919
… ch dem wir jetzt neu greifen möchten. Das war der Ruf Gottes. Wir wollen jetzt noch einmal hören, wie das ist, wenn Gott uns ruft. Paulus sagt: Gott ist getreu!, und er wird es auch tun! D. h.: Es ist dem, der euch gerufen, Ernst. Uns ist’s vielleicht oft nicht Ernst mit dem Hören. Wir …
-
Lukas 24,2-3
20. April 1919
… n, von Gott geschaffen ist durch Auferweckung von den Toten, durch sein Machtwort: es werde Licht [ Gen. 1,3 ]! Der Römerbrief des Paulus hat sich nicht entwickelt, der Glaube Luthers hat sich nicht entwickelt, der Schrei nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, der durch das Chaos de …
-
Epheser 1,1-14
4. Mai 1919
173 468 Safenwil , Sonntag, den 4. Mai 1919 1 Epheser 1,1-14 Paulus , ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, an die Heiligen in Ephesus und Gläubigen in Christo Jesu. Gnade sei mit euch und Friede von Gott …
-
Epheser 1,15-23
11. Mai 1919
… irren wir uns an Gott und verkehren die Wahrheit in Ungerechtigkeit [vgl. Röm. 1,18 ]. Darum das Merkwürdige in unserem Text , daß Paulus den Ephesern schreibt, er danke Gott unablässig für ihren Glauben und ihre Liebe, und dann doch fortfährt: ich gedenke euer in meinem Gebet, daß der …
-
Epheser 2,1-10
18. Mai 1919
… t. Davon haben ganz besonders die Künstler , die großen Musiker und die Maler aller Zeiten ein starkes Bewußtsein gehabt. Ganz wie Paulus es beschreibt in unserem Text, daß die guten Werke zuvor bereitet sind von Gott, daß wir darin wandeln sollen. | Und gerade so ist es auch, wenn der …
-
Epheser 2,11-22
25. Mai 1919
… sschwachheit und Unaufrichtigkeit zu machen, die gut und böse, schwarz und weiß am liebsten ununterschieden lassen möchte. Das hat Paulus in seiner Beschreibung des Friedens, der durch Christus gestiftet ist auf der Erde, auch nicht getan. Er hat die Juden und die Heiden miteinander ve …
-
Epheser 3,1-13
29. Mai 1919
206 472 Safenwil , den 29. Mai 1919 Himmelfahrt Epheser 3,1-13 Darum bin ich, Paulus , der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden. Ihr habt ja gehört von dem Auftrag , den ich an euch habe durch die mir gegebene Gnade Gottes: wie mir …
-
Epheser 3,14-21
8. Juni 1919
… sie. Der heilige Geist ist die Gegenwart Jesu. Wir sagten es eben: «daß Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen», wünscht Paulus seinen Lesern. In Jesus war einst die Fülle der göttlichen Kraft und Energie, die die Wahrheit über den Irrtum triumphieren ließ. Aber sie war nicht …
-
Epheser 4,1-6
15. Juni 1919
… en. Je weiter es mit uns kommt im Merken dieses Einen, was not tut [vgl. Lk. 10,42 ], desto lieber können wir einander haben. Wenn Paulus recht hat, dann hängt also die Liebe aufs engste mit dem Leben zusammen. Wo man das Leben versteht [?], dem Leben sich hingibt, wo man Gott gehorsam …
-
Epheser 4,7-16
22. Juni 1919
… wären nicht so enttäuscht über diesen Mann, nachdem wir so viel von ihm erwartet haben. Das Gefängnis ist gefangen genommen!, sagt Paulus . Es geht ein Hauch von Freiheitsluft durch alle die Löcher, in denen wir uns befinden. Wir müßten nicht in diesen Löchern sein, niemand müßte. Niem …
-
Epheser 4,17-24
29. Juni 1919
… n da, kein Ringen nach Veränderung, kein Schmerz über das Unvermeidliche, abgesehen von jenem dumpfen Seufzen der Kreatur, von dem Paulus einmal geredet hat [ Röm. 8,19-22 ]. Es steht Alles still, seit Jahrtausenden, seit Jahrmillionen. Die Tiere und Pflanzen und Steine haben es gut. S …
-
Epheser 4,25-5,2
6. Juli 1919
… cht genug Achtung geben, daß das Allerlebendigste bei ihnen wirklich leben kann. Wenn es das kann, so ist Alles gut. 2. Darum sagt Paulus den Christen von Ephesus : leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil ihr untereinander Glieder seid. Nicht darum …
-
Epheser 5,3-14
13. Juli 1919
… näher gelegt ist als mancher früheren, damit wir treu und sorgfältig damit umgehen, wie wir’s am letzten Sonntag gehört haben 1 . Paulus hat davon so ernst und streng mit den Ephesern geredet , weil er sie als Leute ansah, die in dieser besonderen Gnade Gottes stehen. Wenn er nicht so …
-
Epheser 5,15-20
20. Juli 1919
… ist noch weniger leicht, sie sich anzueignen und danach zu tun. Wir werden das noch deutlicher sehen bei den nächsten Stellen, wo Paulus über das Verhältnis von Männern und Frauen, Eltern und Kindern, Herren und Knechten redet. Das sind Gedanken, und so auch die, die wir soeben gehört …
-
Epheser 5,21-33
3. August 1919
… llt auch ihr, jeder einzelne, seine Frau lieben als sich selbst; die Frau aber fürchte ihren Mann. 1. In der Furcht Christi!, sagt Paulus , und dann sagt er uns, wie ein Licht aufgeht über dem dunklen, schwierigen Gebiet der Beziehungen zwischen Mann und Frau. Wenn wir verstehen könnte …
-
Epheser 6,1-4
10. August 1919
… einfach ist und dann doch auch wieder gar nicht einfach, sondern höchst verworren und schwierig? Ihr Kinder , seid gehorsam!, sagt Paulus und fügt als einzigen Grund hinzu: denn das ist recht! und wir spüren’s: ja, das ist recht. Daran gibt’s nichts zu deuten und zu rütteln. Damit ist …
-
Epheser 6,5-9
17. August 1919
… und Arbeitnehmern, selbständig und unselbständig Erwerbenden, ist heute in allen Teilen und von Grund aus ein anderes als das, das Paulus in unserem Text als die Regel aufgestellt hat. Das ist der erste Eindruck, den man beim Lesen oder Hören der Worte empfängt. Ohne Aufregung und Verw …
-
Epheser 6,10-17
24. August 1919
… rkümmerte, die verdorbene Wahrheit wird uns nicht zum Segen, sondern zum Fluch. «Gottes Zorn ist geoffenbart vom Himmel her», sagt Paulus im Römerbrief [ 1,18 ], «über alles gottlose und ungerechte Wesen der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit darnieder halten.» Und einen «bö …
-
Epheser 6,18-20
31. August 1919
… t trennt, müßte durchstoßen werden - wenn das alles oder auch nur etwas davon geschehen, wirklich geschehen würde, das wär’s , was Paulus in unserem Text von den Ephesern verlangte. Es ist nichts Fernliegendes , Fremdartiges, was er von ihnen verlangt, es ist das Allernaheliegendste. E …
-
Epheser 6,21-24
7. September 1919
… aus spricht Gott mit uns , in seinem furchtbaren Ernst und in seiner barmherzigen Liebe, so wie er eben mit jedem sprechen kann. | Paulus schließt den Epheserbrief , indem er ganz unvermutet noch einmal diese Frage aufgreift [?]. Die «Gnade sei mit Allen», sagt er, «die unseren Herrn J …
-
Matthäus 18,21-35 (II)
16. November 1919
… er Vergebung braucht’s Gotteswirklichkeit , Auferstehung, wie sie die Jünger am Ostermorgen erlebt haben, Licht vom Himmel, wie es Saulus vor Damaskus gesehen hat [ Act. 9,3 ]. Hören müssen wir und sehen. Jesus Christus zerreißt der Wahrheit von Gott den Schleier , in den sie gehüllt w …
-
Psalm 118,14-18
21. Dezember 1919
… e größere Wahrheit des unsichtbaren Menschen, der unsichtbaren Menschheit. «Er sah nicht an seinen eigenen erstorbenen Leib», sagt Paulus von Abraham , «sondern er ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre» [ Röm. 4,19f. ]. Und so konnte es von Mose heißen: Er sah nicht an die Macht …
-
Psalm 118,19-26
25. Dezember 1919
… nsschlüsse bewähren sich ja doch nicht , «nach dem Gesetz der Gerechtigkeit haben sie getrachtet und haben es nicht erreicht», wie Paulus gesagt [vgl. Röm. 9,31 ]. Sondern gerade die Zeiten , die am eifrigsten den Menschen mit seinem Glanz in den Mittelpunkt stellen, müssen auf der and …
-
Matthäus 2,1-12
28. Dezember 1919
… n vielleicht gerade heute viel mehr an diese Seite der Bibel denken, an die göttliche Freiheit und Weitherzigkeit, an das Wort des Paulus , daß Gott nicht nur der Juden Gott, sondern auch der Heiden | 448 Gott ist [ Röm. 3,29 ], Das ist etwas ganz Anderes als die sogenannte Toleranz, w …
-
§ 2 Das Problem der Reformation Zwinglis
6. November 1922 – 17. November 1922
… philosophia christiana ein ausschließender Gegensatz bestehen könnte, das ist Zwingli , als er, schon lange ein eifriger Leser des Paulus , die | 55 Traktate Luthers zur Kenntnis nahm 28 , so wenig zum Bewußtsein gekommen, daß er der Meinung sein konnte, er selber habe gerade das schon …
-
§ 3 Zwinglis Leben
17. November 1922 – 12. Dezember 1922
… rano salis zu verstehen, in Wirklichkeit ein für jeden Fernerstehenden arbiträres Angerührt- und Ergriffensein von einer Seite bei Paulus , von einer Seite in den Psalmen, ein Mann, der handelte, weil er glaubte, weil er ohne zu handeln nicht glauben konnte. Hätte er’s gekonnt, so würd …
-
§ 4 Zwinglis Theologie im Rahmen des Abendmahls-Streites
22. Dezember 1922 – 23. Februar 1923
… en Örtern der Welt ; hie mußt du wehren, tun, bitten und, so du nit mehr kannst, herzlich Mitleid haben. … Da geht dann der Spruch Pauli Gal. 6,2 : Einer trage des Andern Bürde, so erfüllet ihr Christus Gebot. Siehe, so trägst du sie alle, so tragen sie dich wieder alle und sind alle …
-
Vorwort
November 2010
IX VORWORT I. Ein epochemachendes Werk Karl Barths zweite Ausgabe seines Kommentars zum Römerbrief des Paulus , Der Römerbrief (im Folgenden: Römerbrief ), erschien, auf das Jahr 1922 datiert, kurz vor Weihnachten 1921. Die Auslegung ist ein epochemachendes …
-
Vorwort zur ersten Auflage
August 1918
3 Vorwort zur ersten Auflage Paulus hat als Sohn seiner Zeit zu seinen Zeitgenossen geredet. Aber viel wichtiger als diese Wahrheit ist die andere, dass er als Prophet und Apostel des …
-
Vorwort zur zweiten Auflage
September 1921
… Sie hat ihren «bestimmt umschränkten Dienst», wie ich damals zu hoffen wagte und doch fast nicht hoffen konnte, getan, Einige auf Paulus und auf die Bibel überhaupt aufmerksam zu machen, die es vorher so nicht waren. Sie kann heute mit ihren Vorzügen und Fehlern vom Schauplatz verschw …
-
Vorwort zur dritten Auflage
Juli 1922
… ihm zu wenig radikal: die XX Kritik von der Sache aus, von der dort die Rede war, müsste sich auch gegen gewisse Aufstellungen des Paulus selbst richten, weil auch Paulus selbst nicht immer «aus der Sache heraus» rede. «Es kommen auch andere Geister in ihm zu Worte als das pneuma Chris …
-
Vorwort zur vierten Auflage
Februar 1924
… neuer Bearbeitung , in: ThLZ, Jg. 47 (1922), Sp. 537–542. 📖 Die Rezension schließt mit den Worten: «Aber, daß Barths Versuch, den Paulus mit Beschlag zu belegen für eine Weltanschauung, die schon seinem naiven Schrift- (und dadurch in gewissem Sinn doch wieder Buchstaben-) glauben ins …
-
Vorwort zur fünften Auflage
Februar 1926
… lens der Knecht des Publikums gewesen bin, täuscht sich auch der Leser, der etwas für geistgemäß hält, was doch nur zeitgemäß, für Paulus , Luther und Calvin , was doch nur ein Absud aus Nietzsche , Kierkegaard und Cohen ist – ist das die Wahrheit, was bleibt mir dann übrig, als das Ge …
-
Vorwort zur sechsten Auflage
2. Dezember 1928
… e ins Land gegangen sind, haben auch meinen gewissen Abstand von diesem Buch merklich vergrößert. Nicht, dass ich in Auslegung des Paulus und der Heiligen Schrift überhaupt heute etwas sachlich Anderes zu sagen hätte. Der entscheidende sachliche Anstoß, den man an diesem Buche genommen …
-
1. Kapitel: Eingang
1922
An die Römer 45 1. Kapitel EINGANG Der Verfasser an die Leser 1,1–7 Paulus , Knecht des Christus Jesus, berufen zum Apostel, ausgesondert für die Heilsbotschaft Gottes, welche dieser längst verkündigen ließ durch seine Prop …
-
2. Kapitel: Menschengerechtigkeit
1922
… ber das Leben ist sie, nicht das Leben selbst, künstliches Licht in der Nacht, nicht Sonnenaufgang und Tagesanbruch. Gilt auch von Paulus , dem Propheten und Apostel des Gottesreiches! Gilt von Jeremia wie von Luther wie von Kierkegaard wie von Blumhardt ! Gilt auch vom hl. Franziskus …
-
3. Kapitel: Gottesgerechtigkeit
1922
… ist kein Unterschied». Die Realität der Gerechtigkeit Gottes bewährt sich in ihrer Universalität. Es ist kein Zufall, dass gerade Paulus , der bei Jesus den Mut gewinnt, auf Gnade allein zu vertrauen, in Jesus auch die göttliche Durchbrechung aller menschlichen Unterschiede sieht. Er …
-
4. Kapitel: Die Stimme der Geschichte
1922
… m Zwang seiner Lüge noch nicht leben kann. Er seufzt in dem Engpass des verstummten Zacharias [vgl. Lk. 1,22 ] und des erblindeten Saulus [vgl. Act. 9,8 ]. Bis er sich Gott gefangen gibt, bis ihm alles angemaßte Rühmen vergeht, bis er «erkennt», dass Gottes Gerechtigkeit, die er an sic …
-
5. Kapitel: Der nahende Tag
1922
… em, wovon man doch nicht reden kann, menschlicher Zeuge zu sein von Dingen, von denen doch nur Gott selbst Zeugnis geben kann, als Paulus zugleich der Knecht des Messias zu sein, «ausgesondert für die Heilsbotschaft Gottes» ( 1,1 ). Anders denn als Gnade, anders denn als paradoxes Fakt …
-
6. Kapitel: Die Gnade
1922
… n Satz: «Wo der Fall überfloss, da überströmte die Gnade» ( 5,20 ). Wir wagten es, den Gipfel der Sünde und den Triumph der Gnade, Saulus und Paulus in ihrem Zusammenhang zu begreifen. Wir mussten es wagen, denn «Christus wird wohl nicht darum verschwiegen werden dürfen, weil er vielen …
-
7. Kapitel: Die Freiheit
1922
… , solange er lebt? «Brüder – ich rede zu solchen, die das Gesetz kennen.» Die römischen Christen kennen die religiöse Möglichkeit. Paulus kennt sie auch. Wer sollte sie nicht kennen? Auf irgend einer Stufe, in irgend einem Grad macht jedermann Gebrauch von ihr. Ein bald dichterer, bald …
-
8. Kapitel: Der Geist
1922
… reiben lässt. Denn sofern wir mit Gott zu rechnen, von Gott aus zu schauen unternehmen, kommen wir nie und nimmer zum Ergebnis des Paulus , sondern unerbittlich immer wieder zu den Ergebnissen Hiobs , bevor Gott im Wetter mit ihm geredet [vgl. Hiob 38–40 ]. Sage ich also «Ich rechne mi …
-
9. Kapitel: Die Not der Kirche
1922
… ie Aufhebung des Evangeliums ist. Aber wer steht sich hier gegenüber? Gott und der Mensch! Nicht Menschen und Menschen! Also nicht Saulus -Paulus und – die andern Pharisäer! Nicht der Verkündiger des Evangeliums und der Kirchenmann: Dieser Gegensatz ist nicht unendlich, sondern höchst …
-
11. Kapitel: Die Hoffnung der Kirche
1922
… inerlei ernsthaftem Anspruch berechtigten und hoffentlich auch keinen solchen erhebenden menschlichen Schwachheit. Ihr Apostel ist Paulus , gerade an sie sieht er das Evangelium gerichtet, weil ihm ihre Blöße und Schwachheit ein Gleichnis ist für jede o Nacktheit und Armut des vor Gott …
-
12.-15. Kapitel: Die große Störung
1922
… eit möchte nicht mehr sein als Zufall und Schrulle, geschützt vor der Bevorzugung anderer, «einfacherer» Denkakte. Sofern nun auch Paulus im Römerbrief zunächst einen Denk akt vollzieht und wir mit ihm, ist es nicht in sich selbst gewiss, dass seine Dialektik gerechtfertigt ist als Wid …
-
15. und 16. Kapitel: Der Apostel und die Gemeinde
1922
… aber eben darum auch nicht mit antidogmatischen Tiraden zu antworten und beizukommen sein. Er proklamiert nicht die Autorität des Paulus , er ist aber auch nicht zu erledigen durch die Entdeckung, dass dies alles eben doch im besten Fall nur – Paulus sei; denn dass Paulus nicht Christ …
-
§ 42 Der Schöpfer und seine Offenbarung
1943 – 1944
… hkeit – und das in einer Weise, die alles Leugnen, auch wenn wir uns solches leisten wollten, zum Spott über uns selber macht. Der Apostel leugnete sie nicht, sondern erkannte und bekannte: εἰσὶν θεοὶ πολλοὶ καὶ κύριοι πολλοί ( 1.Kor. 8,5 ). Wir wenden uns drittens zu der Frage nach ihr …
-
§ 43,2 Des Menschen Menschlichkeit
kein Datum
… lein von Gott unbeschadet – zugleich ganz von jenem Anderen, von dem von ihm selbst verschiedenen Mitmenschen her ist. Er wird von Paulus 1.Kor. 15,45 .47 mit Bedacht nicht etwa der erste, sondern der letzte Adam , nicht der erste, sondern der zweite Mensch genannt, obwohl es doch wirk …
-
§ 44,2 Der Mensch und die Menschheit
kein Datum
… sentscheidung glauben, werden wir von selbst an diesem seinem Siegeszug beteiligt. «Um wieviel mehr» ( πολλῷ μᾶλλον ) – so folgert Paulus in diesem Zusammenhang zweimal: «Da Christus für uns starb, da wir noch Sünder waren , um wieviel mehr werden wir (auf Grund unserer damit objektiv …
-
«Dummheit»
kein Datum
… g jener Stelle zu lesen steht: «Alle sind sie entartet und miteinander verdorben; Keiner ist, der Gutes tut, auch nicht Einer» von Paulus Röm. 3,9f. als Beweis dafür angeführt wird, dass Juden und Griechen sich Gott gegenüber in gemeinsamer Schuld, weil gemeinsam unter der Herrschaft d …
-
[Eigenart, Form, Inhalt und Sinn des göttlichen Gebotes]
kein Datum
… g dieses Gebotes stattfindet. Auch hier dürfte ein bekannter Weg der einfachste und zugleich der beste sein. Hier wird nämlich die paulinische Trias des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung [ 1.Kor. 13,13 ] (in der römisch-katholischen Ethik bekannt unter dem Namen der drei 1024 «theologisc …
-
Über [das] Sein des Menschen in Jesus Christus
kein Datum
… nung gar nichts zu tun (wir erinnern uns an die unauflösliche Verbindung zwischen der Versöhnung und dem Dienst der Versöhnung bei Paulus [vgl. 2.Kor. 5,18 ])! Gerade der, der an den Sohn Gottes glauben darf und also nicht verloren ist, sondern das ewige Leben hat [ Joh. 3,16 Joh. 3,16 …
-
Erste und zweite Parusie
kein Datum
… n, dem sie und dem auch alle durch den Dienst ihres Wortes zum Glauben Berufenen nur als selber noch Sterbliche und faktisch (nach Paulus : jeden Tag [ 1.Kor. 15,31 ]) Sterbende gegenüberstehen, das sie nur eben von ihm erwarten konnten. Noch hatte ja in den Ostertagen ihr Verwesliches …
-
Predigt: Genesis 1,5b
1. Januar 1911
… er es kommt ihm vor, dies Leben sei eine hohle, vertrocknete Schale geworden; es geht ihm, wie es sogar einem Mann wie dem Apostel Paulus gegangen ist, es sehnt sich danach, dass dies Wanderzelt abgebrochen würde, es hat Lust abzuscheiden [vgl. Phil. 1,23 ]. Und darum sind seine Gedank …
-
Predigt: 2.Korinther 12,7–10
15. Januar 1911
… auf achten, ob es wirklich Leben aus Gott ist, was wir dabei suchen. Ein so gewaltiger, tiefgegründeter Gottesmann wie der Apostel Paulus hat da noch auf der Höhe seines Lebens Beobachtungen an sich selbst gemacht, die uns vielleicht auch nicht fremd sind. Wenn wir nämlich lesen, was u …
-
Predigt: Matthäus 5,3
29. Januar 1911
… estört oder zerstört wird, dann wollen wir dankbar sagen: Selig sind, die da geistlich arm sind. Das ist dann der Fall des kranken Paulus , dessen Gebet nicht erhört wurde [vgl. 2.Kor. 12,8f. 15 ], wo wir durch den Untergang unsres innern Reichtums zurückgeführt werden auf das Eine, wa …
-
Predigt: Matthäus 5,4
12. Februar 1911
… edanken an Gott nicht bloß spielen, sondern Ernst machen. Diese Voraussetzung war bei Jesus erfüllt, und darum konnte er so reden. Paulus hat die Athener an die ihnen | 62 bekannte und doch nicht bekannte Tatsache erinnert, dass Gott nicht ferne ist einem jeglichen unter uns; denn in i …
-
Predigt: Matthäus 5,6
19. März 1911
… ich kein Unglück… Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang [ Ps. 23,1 . 4 . 6 ]. Oder wir nehmen die Briefe des Paulus vor mit der Frage: was sucht dieser Mann bei Gott? Was ist sein Lebensziel, um das sich sein Denken und Empfinden dreht? Und wieder begegnet uns das …
-
Predigt: Lukas 23,33–34
14. April 1911
… sagen könnten, gerade wie die Unendlichkeit der Welt nicht das ist, was wir sehen, sondern das, was wir nicht sehen. Das hat schon Paulus erkannt, als er sagte, das Kreuz Christi sei den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit [ 1.Kor. 1,23 ]. Er wollte damit sagen, die inners …
-
Predigt: Lukas 24,31
23. April 1911
… ehen können, sie hätten ihn nicht gesehen –, sondern so wie Jesajas den Thron Gottes gesehen hat [vgl. Jes. 6,1–4 ], so wie später Paulus vor Damaskus den Gekreuzigten gesehen hat als den Auferstandenen [vgl. Act. 9,1–6 ]. Es war ein Schauen in der Verzückung und Begeisterung, wie es M …
-
Predigt: Johannes 8,34.36
7. Mai 1911
… ein moderner Evangelist reden. Jesus sieht die Strafe der Sünde darin, dass der, der sie haben wollte, sie haben muss. So hat auch Paulus am Anfang des Römerbriefs die Folge der Sünde darin gefunden, dass Gott die Menschen dahingegeben hat in ihrer Herzen Gelüste [vgl. Röm. 1,24 ]. Die …
-
Predigt: 1.Timotheus 6,12 (Konfirmation)
28. Mai 1911
… nzu, dass man auch nicht hineinlaufen kann. Sondern wer hinein will, der muss sich hineinkämpfen. Kämpfen! Da haben wir das, womit Paulus in der Ermahnung an seinen Schüler Timotheus den Anfang gemacht hat: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! hat er ihm geschrieben. Freundlich und hei …
-
Predigt: Römer 8,14–16
11. Juni 1911
… n ist, sondern der von diesen Dingen mit festem Griff etwas unter Händen hält, und wäre es noch so wenig. Wir wollen uns heute von Paulus sagen lassen, wie das ist, wenn man vom Geist Gottes nicht bloß etwas gehört und auch nicht bloß etwas geahnt und gehofft hat, sondern wenn man etwa …
-
Predigt: Matthäus 10,26–27 (Abschiedspredigt)
25. Juni 1911
… sie unwiderstehlich zur Of | 188 fenbarung. Ich glaube, dass es auch in unserm innern Leben einen Punkt der Reife gibt, wo wir wie Paulus sagen müssen: Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte [ 1.Kor. 9,16 ], wo wir über aller Scheu vor unsrer eigenen Unwürdigkeit und vor der …
-
Predigt: Lukas 11,1
16. Juli 1911
… Ununterbrochen hat er innerlich mit ihm geredet, es gab nichts in seinem Leben, was diesen Verkehr hätte unterbrechen können. Was Paulus einmal an die Christen in Thessalonich schrieb: Betet ohne Unterlass! [ 1.Thess. 5,17 ], das hat Jesus getan. Seine Worte und seine Taten machen uns …
-
Predigt: Matthäus 6,9a (III)
6. August 1911
… übersehen lässt. | Ich habe etwas viel Schwerwiegenderes zu sagen: Wenn ich das Leben des Herrn Jesu lese oder die Geschichte des Paulus oder die von Luther und Calvin , oder auch wenn ich mich in die Werke etwa von Goethe vertiefe, dann habe ich den starken Eindruck, dass der Gott, v …
-
Predigt: Matthäus 6,10a
20. August 1911
… noch für ihre Seele sorgen. Was gilt das Auswendige neben dem Inwendigen, was der Körper neben dem Geist, was die Welt neben Gott? Paulus hat einmal von den irdischen Dingen gesagt, er habe sie alle für Kot erachtet, auf dass er Christum gewinne [vgl. Phil. 3,8 ]. Die Stimmung eines Me …
-
Predigt: Matthäus 6,13a
1. Oktober 1911
… ch tut, zieht man sich selber so oder so seine Strafe zu. Aber nun ist auch diese Tatsache des Trieblebens, des Fleisches, wie der Apostel sagt [vgl. Gal 5,16 u. ö.], eine Frage Gottes an uns, denn da ist ganz zweifellos eine Gelegenheit, das Gegenteil des Willens Gottes zu tun. Man kan …
-
Predigt: 1.Timotheus 2,4 (Mission)
3. Dezember 1911
… s ist aber auch damit nichts, als bringe die christliche Mission den Heiden etwas Fremdes . Schon der erste Missionar, der Apostel Paulus , hat seine Aufgabe so aufgefasst: Ich verkündige euch den, dem ihr unwissend Gottesdienst tut [ Act. 17,23 ]! Er wollte sagen: es ist in eurer ange …
-
Predigt: Psalm 106,1 (Sylvester)
31. Dezember 1911
… se, das wir tun, um uns gut werden zu lassen. Das können wir jetzt nicht verstehen, und wir dürfen uns nicht darauf berufen. Schon Paulus hat davor gewarnt, wir dürften nicht sagen: Lasset uns Böses tun, damit Gutes daraus werde [ Röm. 3,8 ]! Aber wenn wir von der Ewigkeit aus unser Le …
-
Predigt: Markus 8,34–35
Juni 1907
… n die Geschicke der Menschen eingriff, unsern Kampf mit Erfolg kämpfen können; auch wir dürfen uns dann dem Dankgebet des Apostels Paulus anschließen: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben in Jesus Christus [ 1.Kor. 15,57 ]. 9 Nach Leben verlangt unser Zeitalter. Leben fordert und ve …
-
Predigt: Johannes 8,31–32
11. August 1907
… ennen im g- Vergrößerungsglas oder im Fernrohr -g . Nicht Auge und Ohr sind hier beteiligt, sondern der Geist, von dem der Apostel Paulus sagt, dass er die Tiefen der Gottheit erforscht [vgl. 1.Kor. 2,10 ]. Es ist ein Erkennen, das nicht durch Arbeiten 12 und Grübeln sich einstellt, so …
-
Predigt: 1.Korinther 4,20
18. August 1907
… ellen und zu beantworten. 30 I Der erste Korintherbrief, aus dem unser Textwort entnommen ist, stammt aus der Zeit, da der Apostel Paulus in Ephesus verweilte. Wir wissen aus der Apostelgeschichte, dass er dort mannigfache Konflikte mit den feindseligen Juden und Heiden zu bestehen hat …
-
Predigt: Markus 10,42-45
April 1908
… e sehen wir sie hinausziehen unter die Völker, auf diese Botschaft gründete sich die junge Gemeinde. 6 Wir hören die Predigt eines Paulus , eines Petrus , eines Johannes , später eines Augustin und Luther und zahlloser Anderer bekannter und unbekannter Jünger Jesu; wo immer warmes Lebe …
-
Markus 9,38-40
3. Juni 1908
… iebe Freunde, so redet der Glaube , der die Welt überwindet [vgl. 1.Joh. 5,4 ], weil er auf Gott seine Hoffnung setzt. Ähnlich hat Paulus von Rom aus seinen Philippern geschrieben: «Was tut es? So oder so, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit. 17 Wenn nur Christus verkündigt wird. …
-
Predigt: Genesis 1,1
6. September 1908
… : sie sind in der Hand des Gottes, der unser Bestes will, und können uns daher nicht von ihm trennen . – Ihr erinnert euch, 10 wie Paulus das Römer 8 ausdrückt: «Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche …
-
Predigt: Lukas 10,20 (Examenspredigt)
27. Oktober 1908
… ändlichste und darum herrlichste Erlebnis des neuen Wesens, in das sie versetzt waren. So empfanden die ersten Christen, so hat es Paulus an den ergreifendsten Stellen seiner Briefe geschildert. «Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? … Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, wed …
-
Predigt: Jeremia 6,16
3. Januar 1909
… wir’s immer wieder, dass das Wollen da ist, das Vollbringen des Guten aber nicht [vgl. Röm. 7,18f. ]. Etwas von der innern Not des Paulus Römer 7, die Augustin in den Konfessionen beschreibt, 5 die Luther im Kloster erlebt hat, 6 etwas von dieser Not erfährt jeder Mensch, der sein Lebe …
-
Predigt: 2.Timotheus 3,15
31. Januar 1909
… alles Heil hänge davon ab, dass wir nicht mehr den Sonntag, sondern den Sabbat feiern sollten. Der Dritte tut, als ob der Apostel Paulus nichts Andres geschrieben habe als das vierte Kapitel 9 des ersten Thessalonicherbriefes, und predigt die Entrückung der Gläubigen vor dem letzten G …
-
Predigt: Apokalypse 3,11
21. Februar 1909
… rden sagen: «Ja, gerade so ist’s mir gegangen, gerade so geht’s mir immer noch. Wenn ich in den Evangelien oder in den Briefen des Paulus lese, dann höre ich da Töne, die weiterklingen in mir, ich finde Gedanken, bei denen ich sagen muss: so geht’s mir auch, oder wünschen muss: Könnte …
-
Predigt: Philipper 3,12-15
26. September 1909
… risto Jesu zeigt. Wie viele nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnt sein. Liebe Freunde! In den Worten des Apostels Paulus aus dem Philipperbrief, die wir eben gehört haben, ist das Grundgesetz alles geistigen Lebens ausgesprochen. In den Äußerungen der Weisen, der Dicht …
-
Predigt: Markus 1,21-22
31. Oktober 1909
… 3 er, nein, so ist er: Vollmacht , das ist sein innerstes Wesen. Seine Vollmacht hat ja weiter gewirkt im Munde seiner Boten, des Paulus vor Allem, und hat sie Alle ergriffen, herausgerissen aus der Dunkelheit und dem Schlamm ihres bisherigen Lebens, hat sie in ein Leben des Lichts un …
-
Predigt: 1.Korinther 2,12 (Reformationsfest)
7. November 1909
… r die große Verneinung, die er dem stolzen Bau der katholischen Religion entgegenstellte und durch die er die tiefe Erkenntnis des Paulus wieder zum Leben erweckte, dass wir nicht den Geist der Welt empfangen haben. Und nun ist es das Merkwürdige, dass die Reformation eben durch diese …
-
Predigt: Markus 1,23-26
14. November 1909
… m Moment, wo wir am lautesten Nein schreien. Es ist bei der letzten, höchsten Frage des Menschenlebens 12 nicht anders. Da ist von Saul Tarsus , von dem uns die Apostelgeschichte erzählt. Er verfolgt die Christengemeinde mit aller Anstrengung, die er aufbringen kann. Da, auf dem Höhepunkt s …
-
Predigt: Jesaja 40,3-5
12. Dezember 1909
… in unser Innerstes, so handelt es sich dabei 5 um etwas, wobei von «Fertigbringen» unsrerseits in keiner Weise die Rede sein kann. Paulus und Augustin und Calvin haben ganz recht gesehen: Wer etwas zu sagen weiß vom Walten des lebendigen Gottes in seinem Innern, der kann dies Walten al …
-
Predigt: Apokalypse 3,20
19. Dezember 1909
… hen, wohl aber nimmt es immer neue Formen und Gestaltungen an. Er war längst gestorben, und doch war dies Leben immer noch da. Ein Paulus , ein Johannes haben 9 davon geredet mit aller Überzeugungsgewissheit ihrer Persönlichkeiten. Einer hat’s dem Andern gesagt, und wieder fiel vom Sam …
-
Predigt: 2.Korinther 5,17
1. Januar 1910
… mand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist Alles neu geworden. So hat’s in alter Zeit der Apostel an die korinthische Gemeinde geschrieben, und in dem Wort steckte die Erfahrung seines ganzen Lebens. Den Ertrag seiner ganzen reichen Arbeit an sic …
-
Predigt: Jakobus 1,1-2
9. Januar 1910
… sbrief. Man wollte ihn an vielen Orten nicht im Neuen Testament haben, f- eben weil man ihn so ganz anders fand als die Briefe des Paulus -f . Es ist doch gut für uns, dass damals schließlich die Stimmen derer siegten, die fanden, es dürfe auch eine solche Darstellung des Christentums …
-
Predigt: Jakobus 1,2-4
16. Januar 1910
… n meinen Gliedern ist. Ich unglücklicher Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Leibe des Todes?» Ihr wisst, dass es der Apostel Paulus war, der so geredet hat im siebten Kapitel seines Briefs an die Römer [ Röm. 7,12–24 ]. Und ihr wisst, wie etwas von der herben Wahrheit, die er dam …
-
Predigt: Jakobus 1,5
23. Januar 1910
… es mag uns einleuchten, dass das in der Tat der Weg ist und die Art, ihn zu gehen. Aber wir haben uns an das Selbstbekenntnis des Paulus Römer 7 erinnert, und da steckt nun eine Frage darin, auf die wir trotz Allem noch keine Antwort haben: die große Menschheitsfrage: Wollen habe ich …
-
Predigt: Jakobus 1,5-8
30. Januar 1910
… ade, die Alles tut, und was es ist um rücksichtsloses, grenzenloses Ringen nach sittlicher Vollkommenheit, so sind es Menschen wie Paulus und Calvin gewesen. So müssen wir das Beten und Arbeiten tiefer verstehen lernen, wir müssen verstehen lernen, dass es sich dabei nicht um zwei Ding …
-
Predigt: Jakobus 1,13-18
13. Februar 1910
… t wundern, dass diese Einrede gemacht worden ist. Wenn Einer so rückhaltlos ernst macht mit Gott, wie Jesus und nach ihm besonders Paulus es getan haben, dann liegt diese Einrede nahe genug. Auch Calvin hat sie hören müssen. 1 Sie hat den Schein großer Logik für sich und ist darum eine …
-
Predigt: Jakobus 1,19-21
27. Februar 1910
… us der Wahrheit sind, entspricht die zermalmende Gewalt desselben Evangeliums, wo es auf Lieblosigkeit und Unwahrhaftigkeit stößt. Paulus hat einmal ein Wort vom Abendmahl gesagt, das hat man neuerdings als zu hart und unfreundlich beanstandet und deshalb aus neueren Abendmahlsliturgie …
-
Predigt: 2.Korinther 5,19-21
25. März 1910
… es Heer. 4 Diese dunklen Bilder sind der Hintergrund, von dem sich die wichtigen, überzeugten und überzeugenden Sätze des Apostels Paulus abheben, die ich unsrer Betrachtung vorangestellt habe: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber, indem er ihnen ihre Übertretung …
-
Predigt: Jakobus 2,1-7
24. April 1910
… d links am Weg. Wirkliche lebendige, wertvolle Vielseitigkeit ist immer entfaltete, angewendete, fruchtbar gemachte Einseitigkeit. Paulus kann an seine Korinther schreiben: Alles ist euer!, weil er weiß: ihr aber seid Christi [ 1.Kor. 3,22f. ]. Calvin stellt den modernen Menschen bewus …
-
Predigt: Jakobus 2,8-13 (I)
22. Mai 1910
… cht bestehen, dass ihre Forderungen nach Form und Inhalt zunächst nach Galiläa gehören. 8 Oder ist der große Apostel und Missionar Paulus unser Gesetzgeber? Er würde den schön angefahren haben, der ihn so angeredet hätte, und wir müssten überdies wieder sagen, wenn wir wenigstens aufri …
-
Predigt: Jakobus 2,8-13 (II)
5. Juni 1910
… Warum entspricht die Wirklichkeit dem Ideal nicht? Warum sind wir nicht, was wir sein sollen? Die Sünde steht im Weg, sagte schon Paulus , sagte Luther , sagten die Pietisten, sagten alle | 475 Leute, die den Dingen auf den Grund gingen und nicht obenhin redeten. Sie meinten damit den …
-
Predigt: Jakobus 2,8-13 (III)
19. Juni 1910
… die Geister scheiden zum Guten oder zum Bösen im Urteil Gottes, dann sagt er damit genau und mit allen Konsequenzen dasselbe, was Paulus so ausdrückt: «Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesle …
-
Predigt: Jakobus 2,14-26
3. Juli 1910
… edanken über das Wesen des Glaubens zu bilden, wenn wir ihn nämlich vergleichen mit der tiefern und einsichtigeren Auffassung, die Paulus von diesem Gegenstand gehabt hat. Ich habe euch das letzte Mal gebeten, ihr möchtet euch neben unserm 4 Textabschnitt den Galaterbrief des Apostels …
-
Predigt: Jakobus 4,7-8
7. August 1910
… durch die Jahrtausende hindurch mitklingt, alles menschliche Wissen, Handeln und Fühlen begleitend, der Unterton, dem der Apostel Paulus klassischen Ausdruck gegeben hat: Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht [ Röm. 7,18 ]. Und wo die Freudenbotschaft vom auf …
-
Predigt: Markus 4,3-9
11. September 1910
… nicht mit ihm darüber rechten wollen. Es hat seinen guten Grund, dass die innere Erfahrung der Christenheit schon im Zeitalter des Paulus und Johannes in jenen gewichtigeren Worten ihren äußern Ausdruck gesucht und gefunden hat. | 580 Aber ich meine, wenn wir wie die Kinder von vorne a …
-
Predigt: Matthäus 13,45-46
25. September 1910
… tt walten zu lassen . Seine Speise war es, nicht selig zu werden, sondern den Willen zu tun des, der ihn gesandt [ Joh. 4,34 ]. 13 Paulus hat an einer berühmten Stelle seines Briefs an die Philipper von ihm gesagt: «Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er’s nicht für einen Raub – …
-
Predigt: Matthäus 13,13
23. Oktober 1910
… elbst, der Jesus, der in uns lebe, sei das Ideal des Menschen, das wir in uns trügen; in 7 diesem Sinn könne schließlich jeder mit Paulus sagen: Ich lebe, aber nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir [ Gal. 2,20 ], und die wahre Erlösung sei die Selbsterlösung. 7 m- Die Grenze zwi …
-
Predigt: Römer 5,1-2 (Reformationsfest)
6. November 1910
… uch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken [ Jes. 55,8f. ]. Und Gott sei Dank, dass wir ihm mit dem Apostel antworten dürfen: Nun | 658 wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden. Amen. Lieder: Nr. 231: «Mir ist Erbarmung widerf …
-
Predigt: Markus 14,22-25
4. Dezember 1910
… Gott der Liebe in ihm sei und er in Gott. 687 Nach den Berichten, die uns im Lukasevangelium und im 1. Korintherbrief des Apostels Paulus über das erste Abendmahl überliefert sind, hätte Jesus noch hinzugefügt: Solches tut zu meinem Gedächtnis! [ Lk. 22,19 ; 1.Kor. 11,24f. ] Das Markus …
-
Predigt: Malechi 3,1
18. Dezember 1910
… sen, es zieht ihn so riesengroß und mächtig. Jetzt braucht er in seinem Innern bereits als Entschuldigung seiner | 699 selbst, was Paulus einst als Anklage gegen sich selbst niedergeschrieben: «Wollen habe ich wohl, aber Vollbringen des Guten finde ich nicht» [ Röm. 7,18 ], und viellei …
-
Die Kirche und die Kirchen
1935
… ur herausfallend aus der Einheit sich verschaffen könnten. Wir wissen aus dem ersten Korintherbrief, mit welcher Bestimmtheit sich Paulus eben den Anfängen einer solchen Entwicklung widersetzt hat [vgl. 1.Kor. 1,10–17 ]. Und nur um verschiedene Parteien, von ferne nicht um verschiedene …
-
Gott erkennen, Gott ehren, Gott vertrauen nach Calvins Katechismus
1935
… h. nicht in erster Linie ein Akt des erkennenden Subjektes, sondern ein Akt, der an diesem Subjekt vollzogen wird. 27 Wie ja schon Paulus davon sprach, dass er erkannt sei von Gott [vgl. 1.Kor. 13,12 ]. Wenn also Calvin als das Hauptziel des menschlichen Lebens die cognitio Dei bezeich …
-
Evangelium und Gesetz
1935
… eine Willigkeit noch auch Fähigkeit hat, aw- ganz und gar -aw eintritt, so also, dass ax- des Menschen -ax eigenes Menschsein, wie Paulus gern sagt, tot ist, lebendig aber nur, ay- indem er «in Christus» ist, d. h., -ay indem Jesus Christus sein Subjekt geworden ist. «Ich bin mit 8 Chr …
-
Calvin
1935
… f Gott gerichtet, im Übrigen sozusagen blindlings, nach keinem Erfolg für uns selbst fragend, ja nach dem Vorbild des Mose und des Paulus uns selbst in jeder Beziehung preisgebend, um die Heiligung seines Namens bitten, werden wir sicher auch selbst geheiligt und also gesegnet werden. …
-
Die bekennende Kirche im heutigen Deutschland
1936
… sen Viehhändler- und Zuhältergeschichten» und den «Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus » ( Rede des Gauobmannes der Glaubensbewegung «Deutsche Christen» in Groß-Berlin Dr. Krause, gehalten im Sportpalast am 13. November 1933 [nach dopp …
-
Samuel Werenfels (1647-1740) und die Theologie seiner Zeit
1936
… r ein Gesicht, und es ringen in ihr verschiedene Geister miteinander. […] Der Geist des Jakobusbriefes ist ein anderer als der des Paulus . […] Wenn wir recht haben, so wäre nun auch der Geist einer vernünftigen Orthodoxie biblisch begründet. […] Wie einst im Urchristentum Paulus und d …
-
Ansprache [gehalten in der Akademischen Festsitzung an der Vierhundertjahrfeier der Genfer Reformation]
1936
… rkennens: Wenn wir mit Ehrfurcht annehmen, was Gott hier von sich selber hat bezeugen wollen.» ↩ 24 Vgl. etwa Inst. IV, 1,5 📖 : « Paulus schreibt, daß Christus, ‹auf daß er alles erfülle›, ‹etliche zu Aposteln gesetzt› hat, ‹etliche aber zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche …
-
Gottes Gnadenwahl
1936
… raedestinatio als die göttliche Vorher bestimmung oder Vor entscheidung verstanden. Von einem göttlichen « Vor satz» redet ja auch Paulus . Aber mit diesem «Vor» ist auf Gott hingewiesen und eben damit weder auf ein zeitliches noch auf ein logisches Prius. Das göttliche Prius als das P …
-
Predigt: Römer 8,17
3. März 1912
… er und wozu, und von dem, was wir darüber denken und wie wir es aufnehmen wollen. – | Ich habe als Text dazu ein Wort des Apostels Paulus gewählt, das er an die Gemeinde in Rom geschrieben hat: Wir sind Erben Gottes und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf dass wir auch mit …
-
Predigt: Markus 14,43-46
31. März 1912
… eine Träume sich nicht erfüllten. Noch Andre haben sich die Sache so vorgestellt, als habe Judas nach jener Ausrede gehandelt, die Paulus im Römerbrief einmal erwähnt: Lasset uns Böses tun, damit Gutes daraus werde! [ Röm. 3,8 ] Er habe Jesus absichtlich in Gefahr bringen wollen, um ih …
-
Predigt: Markus 10,15
12. Mai 1912
… rn wir sind dazu da, Erkenntnisse zu gewinnen und Erfahrungen zu machen. Gerade die größten Gottesmänner aller Zeiten, der Apostel Paulus , der große Kirchenlehrer Augustin , unsre Reformatoren Luther , Zwingli und Calvin , der Philosoph Immanuel Kant und der Theologe Schleiermacher wa …
-
Predigt: Acta 1,11 (Himmelfahrt)
16. Mai 1912
… eil: Einmal! Einmal hat es einen Moses gegeben und einmal ein Griechenland , einmal hat ein Augustus Rom beherrscht und einmal ein Paulus diesem Rom das Reich Gottes verkündigt. Einmal hat ein Franz von Assisi gelebt und einmal ein Martin Luther , einmal ein Bach und einmal ein Beethov …
-
Predigt: Matthäus 5,17-20
23. Juni 1912
… st. Wir sehen nämlich, dass die ältesten Christen das Gesetz des Moses gehalten haben, solange Jesus lebte und darüber hinaus, bis Paulus ihnen erklärte, was sie selbst schon geahnt, dass mit dem Tode Christi am Kreuz das Gesetz für sie sein Ende erreicht habe [vgl. Gal. 4,4f. ]. Auf G …
-
Predigt: Matthäus 5,38–41
21. Juli 1912
… sagen: das galt nur für damals, wir leben in andren Zeiten. Das lässt sich von manchen Worten zum Beispiel der Propheten oder des Paulus sagen, aber Jesus gegenüber ist es fast immer eine Ausrede. Dies Wort passte in die alte Zeit so wenig wie in die neue. Aber damit ist nicht gesagt, …
-
Predigt: Matthäus 6,5–6
18. August 1912
… um. Wenn wir an die Macht Jesu glauben und an die Macht des Gewissens, dann können wir auf die Bekenntnisfrage mit zwei Worten des Paulus klare und zuversichtliche Antwort geben. Das Eine heißt: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einer lei Hoffnung eures Berufs. Ein …
-
Predigt: 2 Korinther 5,14-15
25. August 1912
… ig gewesen. Sondern auch von diesen den Spott reizenden Dingen hieß es für Booth: Die Liebe Christi dringet uns also! wie ja schon Paulus im I. Korintherbrief schreibt, er wolle gern ein Narr sein um Christi willen [vgl. 1.Kor. 4,10 ]. Sie waren für ihn eine Notwendigkeit. Einfach daru …
-
Predigt: 2 Korinther 5,11
8. September 1912
… probt hat an vielen und vielerlei Menschen. | Denn woher kommt’s , dass es so schwer ist, gut auszukommen mit den Leuten, oder wie Paulus sagt, schön zu fahren mit ihnen? Ich habe eine Person gekannt, die pflegte auf alles Befremdliche oder Schlimme, das man ihr von den Leuten erzählte …
-
Predigt: 1 Korinther 1,22-24
22. September 1912
… Christus bringen, nichts Anderes, nicht mehr und auch nicht weniger. So hat schon der erste große christliche Pfarrer, der Apostel Paulus , seine Aufgabe angefasst. Er wusste freilich auch von Solchen, die etwas Anderes erwarteten. «Die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nac …
-
Predigt: Galater 3,26-27
29. September 1912 – kein Datum
… wohl Alle Anlass, sie einmal recht ernsthaft vorzunehmen, diese Frage, was denn einen Menschen zum Kinde Gottes macht. Der Apostel Paulus hat darauf eine Antwort gegeben, die für uns Alle immer wieder etwas Überraschendes haben muss, so einfach ist sie, so groß und so tiefsinnig. Er ve …
-
Predigt: 1 Korinther 6,12
6. Oktober 1912
… als Kind Gottes, als Jünger Jesu nichts zu suchen, aber viel zu verlieren? 441 Wir wollen uns auch da wieder den Rat des Apostels Paulus holen. Meine Freunde! Wieviel verdanken wir Christen doch diesem einen Apostel Paulus! Man ist immer wieder ganz überwältigt, wenn man seinen Gedank …
-
Predigt: Hebräer 10,35
27. Oktober 1912 – kein Datum
… an, der träge Sinn seiner Jünger wurde aufgerüttelt und mitgerissen, seine Feinde standen da geblendet von seinem Licht wie später Saulus vor Damaskus [vgl. Act. 9,3 ]. Und als dann der letzte Ansturm der Weltmächte kam, als sie scheinbar siegten auf Golgatha , wie hat da in Wirklichke …
-
Predigt: 2 Korinther 4,6 (Reformation)
3. November 1912
… rum sollen und dürfen wir die Reformation hochhalten als ein göttliches Geschenk. Gott ließ es Tag werden in unsern Herzen , sagte Paulus von dem Augenblick, wo er von der jüdischen Erkenntnis Gottes aufsteigen durfte zur Erkenntnis Gottes im Angesichte Christi. Ein solches Tagwerden v …
-
Predigt: Galater 6,7-8
17. November 1912
… ge. Wir stünden dann zwischen Gut und Böse fast wie einer, der vom fallenden Weh 2 bald so, bald so verzogen und geschüttelt wird. Paulus hat es im selben Galaterbrief beschrieben, wie das ist, wenn wir nur das wissen, dass wir kämpfen müssen für das Gute gegen das Böse: Das Fleisch ge …
-
Predigt: 1 Korinther 12,4-6
24. November 1912 – kein Datum
… lebendig ist und nicht tot. Das ist ja gerade das Wunderbare an ihm, dass er so mannigfaltig zu wirken weiß, Alles in Allen , wie Paulus sagt. Da müssen und dürfen wir ihn wohl auch mannigfaltig auf uns wirken lassen. Die Kirchen- und Sektenmauern aber, die uns jetzt wirklich noch tre …
-
Predigt: Jakobus 5,7-8
22. Dezember 1912 – kein Datum
… der weihnachtlichen Wärme, mit der er verheißt: die Zukunft des Herrn ist nahe? Jakobus ist freilich kein loderndes Feuer wie etwa Paulus oder Johannes . Er redet von den höchsten Dingen gerne in den einfachsten Worten. Wer etwas tiefer sieht, wird darum doch nicht meinen, dass er von …
-
Predigt: Philipper 4,4-5 (Weihnacht)
25. Dezember 1912
… t er uns Freude gebracht. Und das Weihnachtsevangelium von Jesus lautet mit Grund: Freuet Euch! Darüber wollen wir nun nachdenken. Paulus schreibt gar dringlich davon: Freuet euch und abermals sage ich: freuet euch! Er sieht die Freude als etwas Notwendiges an, nicht nur als etwas, was …
-
Fragebeantwortung in Budapest
1. April 1948
… enheit hat offenbar hier keinen Widerspruch gesehen und etwa gemeint, eine dieser Stellen streichen zu müssen. Sondern sie hat bei Paulus gelesen, dass es keine exousia gibt, welche nicht von Gott ist [vgl. Röm. 13,1 ], und sie hat Apk. 13 gelesen, dass dieselbe Staatsordnung die Gesta …
-
Gespräch mit Journalisten und Lesern der Zeitung «In de Waagschaal»
31. August 1948
… n. Zweifellos ist der Dienst in der Kirche auch der Frau aufgetragen. Das ist prinzipiell nur mit einer gesetzlichen Auslegung von Paulus zu leugnen. Es bleibt aber dennoch wahr, dass der Mann «das Haupt der Frau ist» [ Eph. 5,23 ]; eine Beziehung, die nach der Schrift sogar in der Bez …
-
Interview mit der Zeitschrift «Réforme»
1. September 1948
… denken die Frauen vielleicht, dass ich es nicht kann, weil ich nichts anderes sagen kann, als was die Bibel sagt: die Genesis und Paulus . Die Frauen wollten Entscheidungen, Prinzipien, Gesetze festlegen. So wird die Kirche nicht aufgebaut. Aber die Frauen mögen – sie können es mit Si …
-
Gespräch an der Tagung «Post-Fédération» in Bièvres
26. September 1948 – 29. September 1948
… sind wir dann? Barth : Die beiden «Wir» sind Fremde, nicht wahr? Beide sind nur Kleider. Im Grunde kann man den Menschen, von dem Paulus spricht, nur definieren, indem man sagt: Es ist der Mensch, dem geboten wird: «Lege ab, ziehe an». Das ist die menschliche Existenz in Bezug auf den …
-
Gespräche bei den «Rencontres Internationales» in Genf
21. Februar 1949
… on Gemeinschaft, und nicht in Gestalt dessen, was Sie Partizipation nennen. P. Maydieu : Ich möchte zwei Fragen stellen: Der ganze Paulus basiert auf dieser κοινωνία , aber gibt es nicht im 2. Petrusbrief diese Partizipation? Ich bin einverstanden, dass man ihm nicht dieselbe Bedeutung …
-
Zwei Gespräche im jüdischen Jugendbund «Emuna» in Basel
28. Januar 1950 – 23. März 1950
… chtigt? Barth : durch 2. erledigt. Frage 4: Es wird behauptet, es bestünde ein Unterschied zwischen dem Gesetz Jesu und dem Gesetz Pauli . Wie erklären Sie, falls eine solche Diskrepanz vorhanden wäre, solche Gegensätze? Barth : Keine solche «Diskrepanz»[,] aber Verschiedenheit der Si …
-
Gespräch mit Aargauer Pfarrern
7. Mai 1951
… Blick auf den Sinn: Gabe des H[ei]l[igen] Geistes: Act. 6,6 die Diakone[,] 8,17 nach Taufe, 19,6 nach Taufe[,] 13,3 Barnabas u[nd] Saulus [,] 1.Tim. 4,14 [,] 2.Tim. 1,6 einen erweckenden Geber = d[en] H[ei]l[igen] Geist». ↩ 39 Auf dem Barth übermittelten Fragenblatt ( Anm. 8 ) war dies …
-
Gespräch im Salle du Consistoire in Genf
2. Oktober 1951 – 3. Oktober 1951
… llkommensten Demut. Es ist nicht gut, dass die Christen immer vor etwas Angst haben. (Man befürchtet Gefahren, Missverständnisse…) Paulus selbst war sehr nahe an schweren Häresien, aber er hat weitergemacht… Es lässt sich nicht vermeiden. Eine Kirche, die sich nur an ungefährlichen Din …
-
Gespräch im Seminar von Peter Brunner
18. Juli 1952
… ohn, der in Wundern und Taten seine himmlische Herrlichkeit auf Erden erweist. Hingegen Phil. 2,6ff. betont in Übereinstimmung mit Paulus die Kenosis des Praeexistenten. Oder: Die johanneische Christologie betont die Praeexistenz, die adoptianische Christologie hingegen die Einsetzung …