20. April 1919

Lukas 24,2-3

152
466
Ostern
Auferstehung1
Lukas 24,2-3a
[Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesu nicht.]

Dieb Bibel redet offen, ehrlich und deutlich von Gott. Sie kann jedenfalls nichts dafür, wenn wir uns von Gott unklare, widerspruchsvolle Begriffe machen. An ihr liegt’s nicht, wenn Gott in unseren Gedanken und darum dann auch in unserem Leben in einen gewissen Nebel von Unbestimmtheitc gehüllt ist, so daß man nie ganz sicher weiß: gilt’s eigentlich oder gilt’s nicht? Sie ist nicht Schuld daran, wenn wir von Gott nur so geheimnisvoll zu flüstern wagen, obwohld wir gerne an ihn glauben würdene; wenn wir uns fast genieren, mitf ihm zu rechnen als mit einer Tatsache, obwohl wir es doch so gerneg möchten; wenn, |153 unser Reden von ihm fast immer ein so hohles, erkenntnisarmes Dröhnen ist, obwohl wir es doch so gut und ernst meinen. Die Bibel schenkt uns klaren Wein ein darüber, wie sie esh meint, wenn sie von Gott redet. Wir haben volle Freiheit, es anders zu meineni ˹, auch gut und ernst, aber anders als die Bibel˺. Aber wenn wir bei diesen unseren anderen Meinungen in Verwirrung und auf allerlei Sandbänke von Unbefriedigung geraten, wollenj wir uns wenigstens in Erinnerung rufen, daß in dem Bilde, das uns die Bibel von Gott gibt, diese Verwirrung, dieses Unbefriedigende nichtk vorhanden ist. Wir haben bei dieser Erinnerung noch einmall volle Freiheit, trotzdem bei unseren Meinungen zu bleiben. Aber wir tun das dann auf unsere eigene Verantwortung und müssen die Folgenm, die das für unser Leben hat, selbst tragen. Denn es hat Folgen für unser Leben, wenn wir mit Gott nicht aus noch einn wissen ˹in unseren Gedanken˺. Und es hat ebenfalls Folgen für unser Leben, wenn wir eine klare, deutliche Erkenntnis Gotteso bekommen.p

2 «Sieq fanden den Stein abgewälzt von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesu nicht.» Das ist offen, ehrlichr ˹und deutlich˺ geredet von Gott. «Da müssen die Hüter alle vom Grabe hinweg; flugs in das römische Reich hinein gegriffen, daß sich nicht einer mehr da durfte sehen lassen. Also kann Gott ˹auch˺ wohl heutigen Tages noch tun, wenn man ihm nur vertraute. Dünkt es dich unmöglich, schadet nicht; nein, ders Glaube muß gleich ein trunkener Gedanke sein, den die Welt verachtet, als würde nimmer nichts draus. Aber laß dich nur nicht anfechten, so sollst du sehen und erfahren, daß |154 ein solcher Gedanke, ob er gleich närrisch scheint, den größten Trost mit sich bringen soll». Das sind Worte aus einer Osterpredigt von Martin Luther.2 Mag mant den Kopf schütteln, das muß man ihm lassen, daß er das offene, ehrliche Reden der Bibel gehört und verstandenu hat. Darum ist er Lutherv gewesen. Es hat eben Folgen gehabt für sein Leben ˹und für die Welt˺, daß er den Begriff, den die Bibel von Gott hat, ˹wenigstens teilweise˺ gefaßt und sich zu eigen gemacht hat.

Die Bibel behauptet durchaus nicht, daß Gott und w-die göttlichen Taten ohnehin bekannte oder ohne weiteres verständliche Dinge seien. Sie sagt nirgends, daß der Glaube jedermanns Ding sei [vgl. 2.Thess. 3,2]. Ja, die Welt des Sichtbaren und des Unsichtbaren ist ein Ganzes, ein einziges unteilbares Gewebe.-w ˹Aber in diesem Gewebe ist Zeddel nicht Einschlag und Einschlag nicht Zeddel.3 Zeit ist nicht Ewigkeit und Ewigkeit ist nicht Zeit.˺ So weißt und die Bibelx ganz unmißverständlich darauf hin, daß Gott zu unseren Anschauungen von Natur und Geschichtey nicht passe. Was wir in Natur und Geschichte anzuschauen vermögen, das ist eine Welt für sich, eigenen Rechtes in ihren Ordnungen und Verhältnissen, unwiderruflich und unvermeidlich beschränkt und belastet durch den Tod.z Gott aber schickt sich - nach dem, was uns die Bibel über ihn mitteilt, - nicht in diese unsere Welt. ˹Sie ist Zeit, nicht Ewigkeit.˺ Sie hat ihre Grenzen. aa-Die Gesetze der Natur und der Geschichte können nicht mehr, als |155 eben die Grenzen der Welt, die wir anschauen, bezeichnen. Was aber Grenzen hat, das hat auch ein Jenseits. Ein Jenseits, das wir nicht anzuschauen vermögen, das aber nichtsdestoweniger ein notwendiger Teil des Ganzen ist, nicht als Zeddel, aber als Einschlag im Gewebe. Es gibt kein Diesseits ohne Jenseits, wie es kein Gewebe gibt, das nur Zeddel wäre. Diesseits ohne Jenseits, Zeit ohne Ewigkeit ist höchste Zweifelhaftigkeit, Fraglichkeit, ist das Sterbliche, das Verwesliche, das Vergängliche. Eben darum ist Ewigkeit ein Neues, ein ganz Anderes, das in die Zeit hinein kommen muß. Dieser letzte Einschlag in die Zeit ist der Inhalt der Bibel. Eine andere, eine neue, eine obere Welt mit neuen, anderen Ordnungen und Verhältnissen, eine Welt, in der der Tod nicht mehr ist, tritt ein in 3 unsere Welt, um sie in sich zu verschlingen, damit das Ganze werde. Wenn wir in der Bibel von Gott und göttlichen Taten lesen, muß uns immer das in den Ohren tönen: eine andere Welt! Das Wort «Gott» ist in der Bibel nie anders gemeint.

Wenn Gott etwas sagt oder tut, dann wird damit so oder so in der alten Welt etwas sichtbar von der neuen.-aa Zeit ist nicht Ewigkeit und Ewigkeit ist nicht Zeit.˺ So weist uns die Bibelzitat Es kommt gleichsam zu einem Durchbruch aus der Ewigkeit in die Zeitab , aus dem Jenseits ins Diesseitsac . «Flugs in das römische Reich hinein gegriffen», wie Luther gesagt hat. Wunder ist alles, was von Gott kommt, weil es so wie so zu unserer Anschauungswelt nicht paßt.ad Nur daß wir uns ­nicht ˹so sehr˺ darüber wundern sollten, weil es, als von Gott kommend, zu unserer Welt nicht passen kannae . Gott ist eben nie ein andereraf als der Schöpfer, als der er auf der ersten Seite der Bibelag beschrieben ist. Wo |156 nichts ist, da läßt er etwasah ˹, wo nur Tod ist, da läßt er Leben˺ werden. Das Alte wandelt er in ein Neues, in ein ganz Anderes,ai ˹ohne es zu zerstören, aber indem er es in einen ganz neuen Zusammenhang versetzt.˺ Mitten in unserer Welt läßt er da und dortaj ein Stücklein von seiner ewigen Welt erscheinen, zur Erinnerung an das, was er ist, ­undak zum4 Vorgeschmack dessen, was er im Sinne hat. Immer geschieht es dem Todeal zum Trotz, immer ist’s etwas Wunderbares für unsere Begriffe. Immer wieder zeigt Gott, daß er sich in unsere Welt nicht schickt ˹, daß das Jenseits das Diesseits nicht in Ruhe lassen kann˺. Seine Güte ist alle Morgen neu [vgl. Klagel. 3,22f.].am Das Ziel aber ist eine gänzlichean Neuschöpfung und Verwandlung dieser unserer jetzigen Welt. Das Fragliche, Zweifelhafte, das unserem jetzigen Daseinao anhaftet, ist dann aufgehoben und beseitigt. Unsere Anschauung wird dann den Dingen auf den Grund gehen und nicht mehr so beschränkt sein wie jetzt. ˹Der Erdenrest5 wird dann fallen.˺ Gott wird dannap Alles in Allem sein [vgl. 1.Kor. 15,28]. aq-Dieses «dann» ist aber kein Augenblick unserer Zeit, sondern der erste Augenblick der Zeit Gottes.-aq

Man kann sich an diesem Bilde Gottes, das kein Bild istar, stoßen. Man kann aber gerade so gut dazu kommen, sich zu sagen, daß es eigentlich viel vernünftiger, natürlicher, zusammenhängender ist als˺, |157 die Bilderas , die wir uns sonst ˹und selbst˺ von Gott machen. Es beruht auf der einfachen Einsicht, daß Gott eben - Gott ist. Es ist freilich ein großes, kühnes Wagnis, das einzusehen, daß Gott Gott ist. ˹Eben dieses Wagnis ist nicht jedermanns Ding.˺ Ist es aber einmal gewagt, so ist es dochat wieder etwas Einfaches.

Es hat wohl jeder Mensch Zeiten, wo er sich stößt an den Wundergeschichtenau der Bibel und besondersav an der Ostergeschichte von der Auferstehung Jesu von den Toten. ˹Es muß auch immer etwas in uns übrig bleiben, das sich daran stößt.˺ Es wäre gar nicht gut, wenn wir uns nicht stoßen würden daran; denn das wäre 4 nicht ein Zeichen von Glauben, sondern nur ein Zeichen davon, aw-daß wir noch nicht gemerkt, um was es sich beim Glauben handelt. Der Zweifel ist der bessere Weg zur Erkenntnis Gottes als das blinde, sichere, begeisterte Annehmen. Ja, ein solches Annehmen ist überhaupt kein Weg. Die Jünger Jesu haben auch gezweifelt [Lk. 24,11 u. ö.]. Vom Zweifel aus kommt man vorwärts durch die Überlegung-aw, daß Alles, was wir überhaupt von Gott wissen, fassen und erfahren können, ein Stücklein Wundergeschichte ist. ˹Von da aus fragt man sich dann unwillkürlich, warum wir so wenig von Gott wissen und erfahren, obwohl wir doch mitten in Gottes Schöpfung leben, begreift, daß es Unterschiede gibt im Verhältnis der Zeit zur Ewigkeit: Offenbarungszeit und gewöhnliche Zeiten wie die unsrige, begreift, daß die Schöpfung - die seufzende Kreatur und wir mit ihr [Röm. 8,19-23] - auf Erlösung wartet.˺ Von da aus kann man dazu kommen, froh zu werden überax die sogenannten Wundergeschichten in der Bibel und vor allem über ˹ihren Mittelpunkt,˺ die Ostergeschichte, weil sie eine so besonders deutliche Mitteilung istay über Gottes Wesen und Gedankenaz und Absichten, und läßt sie sich nicht mehr ˹ganz˺ nehmen, auch wenn |158 einem immer wieder Zweifel dagegen aufsteigen. Man freut sich dann geradezuba über dieses offene, ehrliche Reden von dem Stein, der abgewälzt war vom Grabe, und von dem Leib des Herrn Jesu, der dort nicht mehr gefunden wurde, weil Gott ihn nicht im Tode ließ, sondern mit einem neuen ˹Leib und˺ Leben, dem ˹Leib und˺ Leben ˹der erlösten Schöpfung,˺ der ewigen Welt ausgestattet und überkleidet hatte. ˹Zeit war eben geworden wie Ewigkeit, zur Verkündigung an das, was ist am Ende aller Zeiten.˺ Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg [1.Kor. 15,55]? Wenn Gott Gott ist, kann es dann anders sein?bb

Ich meine das nicht sobc , als ob es so etwas wie einen Zwang gäbe, diebd Ostergeschichte ˹und die anderen Wundergeschichten, die ja nur ihre Strahlen sind,˺ als wirklich und wahr zu glaubenbe , als ob es ein Zeichen hervorragender Gottesgemeinschaft, ein besonderes Verdienst wäre, das zu tunbf , oder als ob man ˹auch nur˺ ein ˹Fünklein von˺ Mißtrauen haben dürfte gegen Menschen, die diesen Mitteilungen der Bibel stutzig, fragendbg oder sogar offen ablehnend ˹und mißbilligend˺ gegenüberstehen und dagegen protestierenbh . ˹Nun ja, in der Tat, wir protestieren! Es ist in uns allen, es war auch in Luther etwas, was protestierte, und es ist nichts als in der Ordnung, wenn das da und dort laut herauskommt.˺ Nur in vollerbi Freiheit ˹und im vollen Bewußtsein des Protestes, der dagegen im Menschen steckt,˺ kannbj man dazu kommen, von dieser Geschichte zu ˹denken und gar zu˺ sagen, sie seibk wahr. Und wenn man dazu kommt, so ist’s kein Verdienst, sondernbl eine weitere Klarheit ˹in der Erkenntnis˺, die |159 einem geschenkt wird, bm-mit der man sich aber vor solchen Protestierenden ge2rade nicht absondern und scheiden wird. Der Unglaube solcher eifriger Meinungen verdient gewöhnlich mehr Vertrauen, ist hoffnungsvoller und fruchtbarer als der Glaube der eifrigen Jasager, weil jene gewöhnlich besser einsehen, um was es sich eigentlich handelt, als diese.-bm Ich muß das laut aussprechen, gerade weil ich für meine Person doch Jabn sage. Ich möchte damit nicht den geringsten Druck ausüben auf Andere, weil ich aus Erfahrung weiß, daß einem das nicht im mindesten hilft, wenn man mit denbo Wundergeschichten gedrückt wird. Dieser Zwang, dieses vermeintliche Verdienst, dieses Mißtrauen sindbp ganz einfach Götzendienst und Unglaube. Denn wer wirklich glaubt, der glaubt ja nicht an die Wundergeschichten, auch nicht an die Ostergeschichte, sondern anbq den lebendigen Gott selbst ˹, der glaubt nicht an einen Glauben, sondern an Gottes ohne alles Verdienst erziehende Gnade, der glaubt nicht gegen die Zweifler und Protestler, sondern zweifelnd und protestierend mit ihnen. «Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!» [Mk. 9,24]˺. Der Ehre Gottes, auf die es allein ankommt, dienen wir ja doch nicht mit unseren Ansichten, sondern mit der Treue, mit der Aufrichtigkeit, mit der Sachlichkeit, die allenfalls hinter unseren schlechteren oder besseren Ansichten steht.br

Nur das möchte ich sagen, daß es jedenfalls doch möglich istbs, diese Ostergeschichte von der Auferstehungbt Jesu und vom leeren |160 Grab ruhig ˹und wörtlich so˺ anzunehmen, wie sie dasteht. ˹Als letzter Ausblick ist auch das möglich.˺ Mir scheint das von Jahr zu Jahr einfacherbu , als wenn man sie nur deutet, als wennbv man an den Ostern über den Frühling ˹oder über die Revolution˺ predigt, die uns ja allerdings auch etwas zu sagen habenbw von den Taten Gottes, aber doch nur dann, wenn wir irgend vorherbx einen starken, deutlichen Begriff davon haben, wer und was Gott ist.

Man sagt oft, daß es uns Menschen der heutigen welterfahrenen Zeit besonders schwer falle, das wirklichby so anzunehmen, daß Gott einen Toten zu neuem Leben erweckte, sein Grab öffnete und ihn sichtbar und leiblich unter den Lebenden erscheinen ließbz . Denn wir haben heute mehr als frühere Geschlechter einen starken Sinn für den Zusammenhang, für die eiserne und ausnahmsloseca Notwendigkeit, die in unserer jetzigen Weltcb regiert. cc-Dieser Sinn für die Welt könnte uns aber den Sinn für Gott ebenso gut öffnen wie verschließen. Wer so genau unterrichtet ist über die schrankenlose Herrschaft des Todes, wie wir es dank der neueren Natur- und Geschichtsforschung sind, der müßte eigentlich mit der Zeit dazu kommen, die ebenso schrankenlose Herrschaft des Lebens, um deren Aufrichtung es sich in der Bibel handelt, ebenso begreiflich zu finden. Kann die eine mehr sein |161 als ein Gleichnis der anderen? Müssen wir notwendig 6 im Gleichnis stehen bleiben? Muß uns das Gleichnis ein Hindernis werden, zur Sache voranzudringen? Beweist uns nur, daß es in dem, was wir Natur und Geschichte nennen, keine Ausnahme, keine Sprünge gibt! Um so-cc verstehen wir, daß Gott sich in diese Welt nicht schickt. Und das ist’s ja eben, was die Bibel auch behauptet.cd-Ist die Welt Welt, so ist Gott Gott. Hat die Welt ihre Eigenart, so hat Gott die seinige-cd Den Gesetzen der Natur und der Geschichte entsprechen die Gesetze des Himmelreiches.ce Hängt hier Alles ausnahmslos zusammen, so ist auch dort ein lückenloser, grenzenloser Zusammenhang. Heißt’s hiercf unerbittlich: Tod!, so heißt’s dortcg ebenso unerbittlich: Leben! ch- Warum ist uns die Erforschung und Gestaltung und Verschönerung der leiblichen Seite des Daseins so wichtig geworden? Warum ist gerade innerhalb der Christenheit der Sozialismus aufgekommen? Weil uns dieses unerbittliche: Leben! sehr wohl bewußt ist, weil uns bewußt ist, daß es kein Leben gibt ohne Leiblichkeit. Woher andrerseits die verbissene Begeisterung, mit der wir den Tod als das oberste Gesetz alles leiblichen Lebens verkündigen und glauben? Warum ist der Materialismus gerade innerhalb der Christenheit möglich geworden? Weil wir uns der Begrenztheit, der Diesseitigkeit alles dessen, was wir |162 als Leben und Leiblichkeit kennen, bewußt sind und es nicht lassen können, gerade nach der Grenze, nach dem hin zu blicken, was wir bei unserer stürmischen Frage nach dem Leben eigentlich meinen. Wir widersprechen uns und widersprechen uns doch nicht. Wir meinen eben das ewige Leben. Wir müßten nur besser wissen, was wir tun, wir modernen Menschen. Der Ausblick auf die leibliche Auferstehung liegt uns näher, als wir meinen.

Wissen, was wir tun, ist freilich eine große Sache. Das heißt Gott erkennen, und das ist nie leicht, sondern immer ein Wagnis. Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde [Joh. 3,3]! Wagen wir uns nicht zu schnell vor - in Gedanken! Aber ob wir uns schnell oder langsam vorwagen: indem wir anfangen, Gott zu erkennen, kommen wir auf einen Weg, der uns weit führt. Der Ausblick mindestens wird sehr weit. Es entsteht auf diesem Weg unvermeidlich ein Übergewicht des Rechtes Gottes gegenüber dem noch so wohlverstandenen Rechte der Welt, des Neuen gegenüber dem Alten, des Zukünftigen gegenüber dem Jetzigen, des Ewigen gegenüber dem Zeitlichen.-ch Auf diesem Wege begegnet uns früher oder später auch einmal die Ostergeschichte und wird uns dann nicht mehr absolut unbegreiflich sein.ci Von einer Ausnahme in der Natur werden wir dann wahrscheinlich nicht reden, aber vielleicht von einer Regel der Schöpfung, der Gotteswelt. Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen [Lk. 20,38]!cj Der lebendige Christus, leiblich auferstanden - ein Märlein, wenn wir’s zunächst ansehenck , so haben es ja die Jünger zuerst auch genanntcl [Lk. 24,11] 7 - aber Wahrheit, Sinn und Verstand, wenn wir weiter schauen, wenn uns Gott daraus anschautcm .

163 Gott der Schöpfer! Das ist’s!cn Nicht nur die Natur, wie wir sie begreifen, nicht nur das Gute, das wir zu fassen und zu tun vermögen, nicht nur der wohlbekannte Menschengeist in uns, sondern der Schöpfer eines neuen Wesens.co So ist er in Jesus Christuscp erschienen, nicht erst in der Ostergeschichte, sie war nur das Tüpflein aufs I, sondern in jedem Wort, in jeder Tat seines Lebens ˹; auch die Bergpredigt ist voll leiblicher Auferstehung˺. So will Gottcq auch heute und unter uns Gott sein und werden. cr-Alles Große, das sich uns heute im Geist ankündigt, jedes wirkliche Vorwärts, jeder wirkliche Trost, jede ernsthafte Hilfe und Sicherheit, die uns werden, - sie sind neues Wesen, sie sind nicht das Resultat einer Entwicklung, sondern das Resultat einer Schöpfung, einer Osterauferstehung. Sie wollen auch nicht Geist bleiben, sie fragen nach Körpern. Sie kamen und kommen und werden kommen,-cr weil Gott spricht und trägt alle Dinge durch sein kräftigescs Wort [Hebr. 1,3]. ˹Das Ende der Wege Gottes aber ist die Leiblichkeit.6˺

164 Wir wollen uns in Freiheit darin üben und daran gewöhnen, von Gott das Größere, von der Welt das Kleinere zu denken.ct Wir wollen uns mit Ohren, Herz und Mundcu einlassen auf das Neue, das Gottcv im Wesen ist ˹, es ist uns neu, aber nicht ferne˺. Wir wollen die Augen öffnen für die lebendige Bewegung der kommenden Welt, deren Ordnungen wir doch schon kennen, deren Kräfte uns doch schon spürbar sind.cw cx-Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen [Mk. 1,15 par.]. Entscheidende Schritte von Gott aus sind geschehen. Sie rufen nach Entscheidungen, nach neuem Mut und Verständnis auf unserer Seite. Sie rufen nach unserer Erkenntnis, nach unserem Bekenntnis, daß das Alte vergangen ist [2.Kor. 5,17]. Denn der Christus stirbt hinfort nicht mehr [vgl. Röm. 6,9].-cx7

Lieder:
  • Nr. 132 «Jesus lebt, mit ihm auch ich» von Chr. F. Gellert, Strophen 1-3 (RG [1998] 482,1.2.-; EG 115,1-3) 🎵
  • Nr. 9 «Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut» von J. J. Schütz, Strophen 1-3 (RG [1998] 240,1-3; EG 326,1-3) 🎵

Textkritische Fußnoten

w-w
Mskr.: «die göttlichen Taten zu dem gehören, was uns ohnehin bekannt und verständlich ist. Sie sagt nicht, daß es leicht und bei einigem Nachdenken selbstverständlich sei, an Gott zu glauben. Sie macht aus Gott nicht einen Faden im Gewebe des gewöhnlichen Menschenlebens, wie wir es immer so gerne möchten.»↩
aa-aa
Mskr.: «Sie ist mitsamt ihren Ordnungen durchaus nicht ewig. Sie ist, von Gott aus betrachtet, etwas höchst Fragliches, Zweifelhaftes. Jenseits ihrer Grenze ist eine andere Welt mit anderen Ordnungen, Verhältnissen und Gewohnheiten. In dieser anderen Welt kommt jedenfalls das Böse und der Tod nicht vor. Wenn wir in der Bibel das Wort ‹Gott› lesen, muß uns immer das in die Ohren kommen: eine andere Welt - denn in der Bibel ist dieses Wort jedenfalls immer so gemeint. Und wenn uns nun die Bibel von Gott erzählt, so ist der Sinn immer der, daß von dieser anderen Welt etwas sichtbar wird in unserer Welt.»↩
aq-aq
Mskr.: «So meint es die Bibel, wenn sie von Gott redet, vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung des Johannes.»↩
aw-aw
Mskr.: «daß wir noch nichts gemerkt haben von dem Gegensatz, in dem Gott zu unserem jetzigen Wesen steht. Man kann dann aber von diesem Zweifel aus auch weiterkommen und gewahr werden».↩
bm-bm
Mskr.: «Und was jenes Mißtrauen betrifft, das sich bes. eifrige Christen gern gegen andere erlauben, so ist zu sagen, daß sehr oft der Glaube solcher, die vorläufig Nein sagen zu dieser Geschichte, viel mehr Vertrauen verdient gerade wegen seiner Aufrichtigkeit als der Glaube solcher, die überlaut Ja dazu sagen.»↩
cc-cc
Mskr.: «Aber eigentlich haben wir darin einen Vorzug, und wir wollen der Naturforschung und Geschichtsforschung, die uns diese Notwendigkeit anschaulich machen, nur recht dankbar sein dafür. Wir verstehen das Wesen dieser jetzigen Welt besser, als es frühere Geschlechter verstanden. Wir schauen klarer. Je mehr man uns beweist, daß es in dem, was wir jetzt Natur und Geschichte nennen, keine Ausnahme gibt, desto besser».↩
cd-cd
Mskr.: «Aber wenn nun die Welt ihre Eigenart hat, so hat Gott seine Eigenart. Ist die Welt Welt, so ist Gott Gott.»↩
ch-ch
Mskr.: «Ich meine, gerade unsere Zeit bekommt dafür wieder ein Verständnis, gerade unsere Zeit hat wieder einen Hunger und Durst nach dem Ganzen, auf beiden Seiten. Es wird sich nun nur fragen, auf welcher Seite wir stehen; und auf die Seite Gottes zu treten, das fällt uns nicht leichter als früheren Zeiten, das wird immer das gleiche große Wagnis sein. Aber warum sollen wir uns immer auf die Seite der Welt, wie wir sie jetzt haben und anschauen, stellen, gegen Gott? Es spricht doch in uns allen und in der ganzen jetzigen Lage etwas dafür, daß es etwas Größeres, Stärkeres, Wahreres gibt als diese unsere jetzige Welt. Wir könnten es ebenso gut wagen, Gott einmal Recht zu geben. Haben wir es aber einmal gewagt, haben wir einmal die Übermacht des Gottesreiches über das Weltreich erkannt, dann befinden wir uns auf einem Wege, der uns weiter führt, als wir denken. Das ist ja das Wesen dieser großen Entscheidung, die in uns selbst einmal fallen muß, daß wir von da an unaufhaltsam Gott recht geben müssen, dem Neuen gegenüber dem Alten, dem Zukünftigen gegenüber dem Jetzigen, dem Ewigen gegenüber dem Zeitlichen.»↩
cr-cr
Mskr.: «Nicht das Resultat einer Entwicklung ist das Göttliche im Menschenleben. Denn es kann sich nichts entwickeln, was nicht zuerst etwas ist, wohl aber zeigt es sich immer wieder im Menschenleben, daß da etwas ist, das sich nicht entwickelt hat, sondern das ist, weil es geschaffen, von Gott geschaffen ist durch Auferweckung von den Toten, durch sein Machtwort: es werde Licht [Gen. 1,3]! Der Römerbrief des Paulus hat sich nicht entwickelt, der Glaube Luthers hat sich nicht entwickelt, der Schrei nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, der durch das Chaos der heutigen Zeit hindurchgeht, hat sich nicht entwickelt. Und so ist auch jedes wirkliche Vorwärts!, das in unserem persönlichen Leben auftaucht, jeder wirkliche Trost, jede wirkliche Sicherheit, jede wirkliche Kraft, die wir haben, nicht etwas, das nur so gekommen ist, weil es mußte, sondern das alles kam und kommt und wird kommen,».↩
cx-cx
Mskr.: «Gott hat den entscheidenden Schritt gewagt zu uns hin, hinein in die Welt, in der das Böse und der Tod unumstritten regierte. Das Reich Gottes ist im Gang, es ist nahe herbeigekommen. Nun müssen wir es auch wagen, unsrerseits uns zu entscheiden. Denn nachdem Christus auferstanden ist, haben wir nun das Wort. An uns ist’s, Gott nun verstehen zu wollen und die rechte Antwort zu geben: Das Alte ist vergangen, siehe, es ist Alles neu geworden!»↩

Sachfußnoten

1
Otto Herpel, der Initiator der Tambacher Konferenz (vgl. oben S. IX), hatte Barth um Mitarbeit an der von ihm und E. Arnold herausgegebenen, vierzehntäglich erscheinenden Zeitschrift «Der christliche Demokrat» gebeten (Bw. Th. I, S. 336 mit Anm.1 📖). Unter der Überschrift «Auferstehung» veröffentlichte Barth die Osterpredigt von 1919 in der inzwischen umbenannten Zeitschrift «Das neue Werk. Der Christ im Volksstaat», Jg.2 (1920/1921), Nr.1 vom 11.4.1920, S. 1-7 📖. Bei der Anfertigung der Reinschrift für den Druck unterwarf Barth seinen Manuskripttext zahlreichen Veränderungen. Daß diese umfangreicher sind als in anderen Fällen, mag mit dem zeitlichen Abstand zwischen beiden Texten zusammenhängen, vielleicht auch mit besonderer Aufmerksamkeit Barths auf seine deutsche Leserschaft. Wir folgen der Druckfassung, weisen aber die Abweichungen vom Manuskript vollständig nach. Reine Erweiterungen sind in ˹  ˺ gesetzt, sonstige Veränderungen sind in einem ersten, durch Buchstaben gekennzeichneten Apparat festgehalten. Die Seitenzahlen der Zeitschrift werden zwischen | | mitgeführt. Vernachlässigt sind Unterstreichungen im Manuskript.↩
a
Der Predigttext ist im Mskr. nicht ausgeschrieben.↩
b
Vor dem Abschnitt im Mskr.: «1.»↩
c
Mskr.: «in einen gewissen unbestimmten Nebel».↩
d
Mskr.: «wagen, wenn wir nicht recht wissen wohin mit ihm, obwohl».↩
e
Mskr.: «wir eigentlich an ihn glauben».↩
f
Mskr.: «ihn ernst zu nehmen und mit».↩
g
Mskr.: «Tatsache von ganz besonderer Art, obwohl wir es eigentlich gern».↩
h
Mskr.: «was sie».↩
i
Mskr.: «dabei etwas Anderes zu meinen».↩
j
Mskr.: «und auf allerlei Unbefriedigendes kommen, so wollen».↩
k
Mskr.: «daß in der Meinung, die die Bibel von Gott hat, keine Verwirrung und nichts Unbefriedigendes».↩
l
Mskr.: «Wir haben ja auch dann noch».↩
m
Mskr.: «auf unsere eigene Rechnung und Gefahr. Und wir müssen dann auch die Folgen».↩
n
Mskr.: «ein noch aus».↩
o
Mskr.: «Erkenntnis von Gott».↩
p
Im Mskr. folgt der Satz: «Solche klare, deutliche Erkenntnis könnten wir aber bekommen.»↩
q
Vor dem Abschnitt im Mskr.: «2.».↩
r
Mskr.: «Das nenne ich offen und ehrlich».↩
s
Mskr.: «denn der».↩
2
Predigt über Mk.16,1-8 (1530), WA 32,49,5-11 📖.↩
t
Mskr.: «Man mag darüber».↩
u
Mskr.: «gehört und sich darüber gefreut».↩
v
Mskr.: «ein Luther».↩
3
Zeddel und Einschlag = Kette und Einschuß: die beiden Fadensysteme, die im Webstuhl zusammengefügt werden.↩
x
Mskr.: «Sie weist vielmehr».↩
y
Mskr.: «von der Natur und vom Menschenleben».↩
z
Mskr.: «Was wir da so anschauen, das ist allerdings eine Welt für sich mit bestimmten Ordnungen und Verhältnissen und Gewohnheiten. Dazu gehört vor Allem das Böse und der Tod.»↩
ab
Mskr.: «Zeitlichkeit».↩
ac
Mskr.: «ins Diesseits hinein».↩
ad
Mskr.: «Die Taten Gottes sind also alles Wunder, von unserem Standpunkt aus betrachtet, weil sie zu unseren Anschauungen nicht passen.»↩
ae
Mskr.: «weil sie als Taten Gottes nicht zu unseren Anschauungen passen können».↩
af
Mskr.: «ist nach der Meinung der Bibel nie etwas Anderes».↩
ag
Mskr.: «als eben der Schöpfer, als der er schon auf den ersten Seiten dieses Buches».↩
ah
Mskr.: «immer wieder etwas».↩
ai
Mskr.: «Und das Alte verwandelt er unaufhörlich [?] in ein Neues, in ein ganz Anderes. Seine Güte ist alle Morgen neu!»↩
aj
Mskr.: «läßt er durch innere und manchmal auch durch äußere Ereignisse».↩
ak
Mskr.: «und gleichsam».↩
4
Im Druck irrtümlich «vom»; korr. nach Mskr.↩
al
Mskr.: «geschieht’s dem Bösen und dem Tod».↩
am
Das Bibelzitat steht im Mskr. weiter oben, s. Anm. ai.↩
an
Mskr.: «große».↩
ao
Mskr.: «und Zweifelhafte, das dem jetzigen Menschenleben».↩
5
Vgl. J. W. von Goethe, Faust II, V. 11954f. (5. Akt, Bergschluchten) 📖:
Uns bleibt ein Erdenrest
Zu tragen peinlich …
↩
ap
Mskr.: «Gott aber wird».↩
ar
Mskr.: «das uns da geboten wird».↩
as
Mskr.: «als die Meinungen».↩
at
Mskr.: «auch».↩
au
Mskr.: «den sogenannten Wundergeschichten».↩
av
Mskr.: «speziell».↩
ax
Mskr.: «Dann wird man froh über alle».↩
ay
Mskr.: «über die Ostergeschichten, weil sie so bes. deutliche Mitteilungen sind».↩
az
Mskr.: «Art und Gedanken».↩
ba
Mskr.: «gerade».↩
bb
Mskr.: «mußte es ja einfach so sein.»↩
bc
Mskr.: «3. Ich meine das nun aber nicht etwa so».↩
bd
Mskr.: «als ob es gleichsam einen Zwang gäbe, diese».↩
be
Mskr.: «als wörtlich wahr anzunehmen».↩
bf
Mskr.: «oder als ob es ein bes. Verdienst, ein Zeichen hervorragender Gläubigkeit wäre, wenn man das tut».↩
bg
Mskr.: «die diesem Bericht der Bibel von Gottes Taten noch stutzig und zweifelnd und fragend».↩
bh
Mskr.: «und nicht Ja dazu sagen können».↩
bi
Mskr.: «völliger».↩
bj
Mskr.: «kann und darf».↩
bk
Mskr.: «sie ist».↩
bl
Mskr.: «sondern nur».↩
bn
Mskr.: «auch Ja dazu».↩
bo
Mskr.: «diesen».↩
bp
Mskr.: «Dieser Zwang und … und … ist».↩
bq
Mskr.: «Unglaube, denn wer überhaupt glaubt, der weiß, daß man nicht an Geschichten glauben kann, und wenn es biblische Geschichten wären, sondern nur an».↩
br
Mskr.: «Alles Übrige sind Ansichten, in denen der Eine vielleicht weiter, der Andere vielleicht weniger weit ist, die aber vor Gott, der die Herzen kennt, nicht in Betracht kommen.»↩
bs
Mskr.: «daß es jedenfalls durchaus nichts so Unmögliches, nichts so Absurdes ist, wie man heutzutage leicht denkt».↩
bt
Mskr.: «Auferweckung».↩
bu
Mskr.: «viel einfacher».↩
bv
Mskr.: «als wenn man sie umdeutet in einen bloßen Gedanken oder in ein bloßes inneres Erlebnis, das die Jünger gemacht haben sollen - niemand weiß warum und wieso? - oder als wenn».↩
bw
Mskr.: «der … … hat».↩
bx
Mskr.: «irgend woher».↩
by
Mskr.: «Dieser starke, deutliche Begriff von Gott steckt aber gerade in der Ostergeschichte, wenn man sie wörtlich nimmt. Es mag ja freilich uns Menschen der heutigen Zeit bes. schwer fallen, das wörtlich».↩
bz
Mskr.: «erweckte, so daß er sein Grab verließ und sichtbar und leiblich - wenn auch in einer anderen höheren Leiblichkeit - seinen Freunden wieder erscheinen konnte».↩
ca
Mskr.: «wir haben heutzutage eine bes. lebhafte Vorstellung von der eisernen, ausnahmslosen».↩
cb
Mskr.: «Welt des Bösen und des Todes».↩
ce
Mskr.: «Hat die Natur ihre Gesetze und die Geschichte ihre Gesetze, so hat das Himmelreich die seinigen.»↩
cf
Mskr.: «auf dieser Seite».↩
cg
Mskr.: «auf der anderen Seite».↩
ci
Mskr.: «werden wir dann früher oder später auch einmal der Ostergeschichte begegnen, und sie wird uns dann vielleicht nicht mehr so absolut unbegreiflich sein.»↩
cj
Mskr.: «Wir werden dann nicht sagen: das war eine Ausnahme in der Natur, sondern wir werden sagen: es war die Regel, das Gesetz der Gottesnatur, die da erschienen ist. In Gott ist kein Tod. Ein toter Christus, das ist das Unmögliche, das Unnatürliche, das Unfaßbare, der lebendige Christus, das ist die Ordnung, das hat Sinn und Verstand.»↩
ck
Msrk.: «von uns aus gesehen ein Märlein».↩
cl
Mskr.: «so haben’s auch die Jünger zuerst genannt, als man es ihnen erzählte».↩
cm
Mskr.: «- von Gott aus betrachtet die Wahrheit! Und wir können es lernen, solche Dinge von Gott aus zu betrachten.»↩
cn
Mskr.: «4. Aber das alles möchte ich nur zur Aufklärung sagen, zur Zerstreuung von Mißverständnissen, damit wir alle recht frei uns freuen können über das, was der Ostertag uns zu sagen hat. Aber die Hauptsache ist ja auch am heutigen Tag nicht die Ostergeschichte, sondern mit oder ohne Ostergeschichte die Erkenntnis, daß Gott ein Schöpfer ist,»↩
co
Mskr.: «nicht nur der Natur, …, nicht nur des Guten, wie wir es …, nicht wie der wohlbekannte Menschengeist … Wesens. So tritt er hinein in unser Leben und in die Weltverhältnisse, wenn wir ihn hineintreten lassen.»↩
cp
Mskr.: «er uns gerade in Christus»↩
cq
Mskr.: «er».↩
cs
Mskr.: «mit seinem kräftigen».↩
6
Vgl. Fr. Chr. Oetinger, Biblisches und Emblematisches Wörterbuch, dem Tellerischen Wörterbuch und Anderer falschen Schrifterklärungen entgegengesetzt, o. O. 1776, S. 407 📖: «Leiblichkeit ist das Ende des Werkes Gottes, wie aus der Stadt GOttes klar erhellet Offenb. 20.»↩
ct
Mskr.: «Das ist’s, was wir heute hören müssen. Wir sollen von Gott immer das Große und nicht das Kleine denken.»↩
cu
Mskr.: «Wir sollen uns mit den Ohren und mit dem Herzen und mit dem Leben».↩
cv
Mskr.: «Gott selbst».↩
cw
Mskr.: «Wir sollen uns hineinziehen lassen in die lebendige Bewegung der anderen Welt, deren Ordnungen und Kräfte uns doch beständig spürbar sind.»↩
7
Die Predigt wurde von Karl Barths Bruder Heinrich kritisiert: «… er … nennt meine Auferstehungspredigt … ‹eine nicht gerade glaubwürdige Verkündigung von diesem Ereignis›, was ich ihm nur bestätigen konnte.» (Bw. Th. I, S. 404 📖).↩