Predigt: Jakobus 2,8-13 (III)
Die letzten Sätze des Textabschnitts, der uns heute zum dritten Mal vorliegt, enthalten die wichtigsten und ausschlaggebendsten Gedanken über das Gesetz der Freiheit, und unsre Betrachtungen über diesen Gegenstand wären darum lückenhaft und missverständlich, würden wir diesen letzten Sätzen nicht eine besondere und eingehende Überlegung zuteilwerden lassen. Wenn wir das vorletzte Mal von der Art des Gesetzes der Freiheit und das letzte Mal vom Charakter unsres Gehorsams gegen dies Gesetz geredet haben, so liegt uns heute ob, uns über das Gericht und Urteil zu besinnen, die Gott unsrem Gehorsam oder Ungehorsam diesem Gesetz gegenüber zuteilwerden lässt. Banal gesprochen könnte man sagen, dass es sich heute um die Folgen des guten oder bösen Wollens handelt, nachdem wir uns das letzte Mal über seine Ursachen klar geworden sind. Aber wir wollen diese Ausdrücke «Ursache» und «Folge» doch lieber bei Seite lassen auf diesem Gebiet, denn wenn wir’s genau nehmen, werden wir sagen müssen, dass a-Gottes Urteil keineswegs hinter unserm Handeln herkommt-a wie die Folge hinter der Ursache. Denn Gott ist gegenwärtig,2 und wir können auch nicht das Geringste reden und handeln, wir können auch nicht den kleinsten Bruchteil unsres Lebens zubringen, ohne dass dadurch sofort unser Verhältnis zu diesem gegenwärtigen und lebendigen Gott bestimmt und verändert würde im Guten oder im Bösen.
486 So ist auch Gottes Urteil, das uns gerecht oder schuldig
spricht, in jedem Augenblick unsres Redens, Denkens und Handelns bereits da.
Wir können es keinen Augenblick aufschieben, dies Urteil in Empfang zu
nehmen. Es ist gewaltig und erschütternd vorhanden, eben weil
es das Urteil der
Ewigkeit ist. «Wo soll ich hingehen vor deinem
Geist, und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen
Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Unterwelt, siehe, so bist du
auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so
würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten»
[
so gilt dasselbe vom Leben jedes einzelnen Menschen. Unsre
Lebensgeschichte ist unser Lebensgericht. Da mögen wir wohl angesichts des Ernstes und der Tragweite dieser
Gedanken ausrufen wie dort der Psalmsänger: «Solche Erkenntnis ist mir zu
wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen»
[
Darum ist aber die Frage nach Gottes Urteil über unser Handeln keine andre als die Frage
nach dem Ewigen, Wesentlichen, Giltigen in unserm Wollen und Handeln. Je
nachdem es beschaffen ist, je nachdem spricht Gott uns gerecht oder
schuldig. Wir können aber das Gesetz der Freiheit, von dem unser
Text handelt, nicht verstehen, wenn wir uns nicht klar sind eben darüber,
dass Gottes ewiges und giltiges Urteil über uns und unser Tun vorhanden ist
und dass wir |487 diesem Urteil an keinem Ort und in
keinem Augenblick ausweichen oder entgehen können. Allzu leicht schleicht
sich nämlich, wenn von der Freiheit die Rede ist, der Irrtum ein, als
ob der Mensch mit seinen augenblicklichen Einfällen und Stimmungen das Maß aller Dinge,5 als ob
er sein eigener Richter, als ob das gut und erlaubt sei, was ihm gefalle.6 Ich glaube, ich sei bereits in den beiden letzten
Predigten deutlich genug gewesen, um diesen Irrtum auszuschalten, aber es
muss heute nun auch noch ausdrücklichst die andere Seite der Sache
konstatiert sein: Das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.
Denn diese andre Seite erst macht uns aufmerksam auf den tiefen Ernst der
Situation, in der wir uns befinden. Da wandern wir unsern Weg in dieser
Zeit, einen Schritt nach dem andern. Sieh wohl zu, lieber Freund, wie du
deine Schritte setzest, nicht sorglos und nicht willkürlich, denn es gleicht
deine Wanderung der des Reiters auf dem vereisten Bodensee.7
Das Erdreich, auf dem du wanderst, diese Zeit mit ihren Bedürfnissen
und Angelegenheiten und Stimmungen, sie ist scheinbar und vergänglich.
Dahinter, darüber, darunter ist die Ewigkeit verborgen. Die Ewigkeit aber kann für dich ewiger,
wesentlicher, definitiver Gewinn werden oder aber ewiger, wesentlicher,
definitiver Verlust, ewige Auferstehung oder ewiger Tod, wie die Bibel das nennt und in den glühenden Farben alter
Zeiten beschreibt [vgl.
488 Das will aber ein für allemal sagen: Der freie Gehorsam gegen das freie Gesetz, den wir die letzten Male betrachtet haben, ist nie und nimmer so zu verstehen, als sei es unserm Belieben und Gefallen anheimgegeben, zu tun und zu lassen, was allerlei Gefühle und Stimmungen uns anbefehlen, sondern das Gesetz steht in ganzer Majestät über uns, über unsrem subjektiven Wesen, es ragt herein aus dem Jenseits in unser kleines Diesseits, aus der Welt der Wahrheit in die Welt des Scheins. Und nicht der Mensch, sondern Gott ist das Maß aller Dinge, Gott, wie er im Gesetz der Freiheit zum Menschen redet.
Ich sagte: Diese Seite der Sache ist bestimmt, uns den Ernst unsrer Situation klar zu machen, weil sie uns nachdrücklichst die Brücke zeigt, die von der Zeit in die Ewigkeit führt, zum ewigen Leben oder zum ewigen Tode. Ich weiß, dass die Gedanken der Bibel über das Gericht heutzutage den eindringlichen Klang, den sie in früheren Zeiten hatten, vielfach verloren haben. Allein das spricht durchaus nicht gegen ihre Wahrheit, sondern nur dafür, dass wir in manchem Betracht in einer seichten, untiefen Zeit leben, in einer Welt der Scheinbildung und Oberflächenkultur, die das Unterscheidungsvermögen verloren hat für Zeit und Ewigkeit, für Vergängliches und Unvergängliches.
Eine Hymne ist uns erhalten aus dem Mittelalter,
aus einer Zeit, in der gewaltige Katastrophen des äußern Lebens der
Menschheit jenes Unterscheidungsvermögen wachhielten. Wer sie einmal etwa in
der Komposition von
Es verhält sich vielleicht so, wie einsichtige Männer schon gemeint haben, dass die Menschheit wieder durch Katastrophen des äußern Lebens hindurchgehen muss, um der Tatsache ansichtig zu werden, dass im innern Leben eine Krisis, eine Unterscheidung vorhanden ist, dass im königlichen Gesetz der Freiheit Gottes Urteil da ist, durch das er uns gerecht spricht oder schuldig – und würdig zum Leben oder zum Tode.
Von dieser Krisis ist nun zu reden.
Wenn ein Mensch bei sich selbst einkehrt zu ernster
Selbstprüfung, sei es, dass er das aus eigenem
innern Drang und Einsicht tut, sei es, dass er durch andre oder durch seine
Lebensumstände dazu getrieben wird, dann will das heißen, dass in ihm die
Frage erwacht: was sind die Gründe meines Handelns und Redens, nicht nur die offenen,
sondern erst recht die verborgenen. Solche Nachforschung ist seit den Tagen
des
Aber tiefschmerzlich sind diese Momente, weil die erkannte Wahrheit, so sie wahrhaftig erkannt ist, uns zur Krisis wird, weil wir da mit mathematischer Notwendigkeit zu der Einsicht geführt werden, dass wir nicht sind, was wir sein sollten. Denn es kann sich bei solcher Erkenntnis, die den Menschen auf den verborgenen Grund seiner selbst führt, nicht mehr um die Frage handeln, ob seine Handlungen und Worte gut oder böse und von den andern Menschen mit einem dieser Stempel versehen sind. Sondern das ist die Frage, wie er selbst, wie sein Wille, wie seine Persönlichkeit beschaffen ist, er selbst, der jene Handlungen getan, jene Worte gesprochen. Das ist die kritische Frage nach den Gründen unsres Handelns und Redens, und in der Antwort auf diese Frage empfangen wir das Gericht und Urteil – nicht der Menschen, nicht unsrer selbst – sondern das Urteil Gottes über uns, Gottes, der im Gesetz der Freiheit zu uns redet und durch das Gesetz der Freiheit uns richtet.
Das geht so zu: Wir besinnen uns: warum habe ich das damals getan oder gesagt? c-oder: warum will ich das jetzt tun oder sagen?-c Dann |492 schnellt aus unserm Innern sofort eine Antwort hervor, ein Motiv oder mehrere, die sich vielleicht als Räsonnement durchaus gut und tüchtig anhören und auch den Nebenmenschen oder doch den Meisten Eindruck machen. Umso vorsichtiger wollen wir sein, wenn es uns um die Wahrheit zu tun ist. Istd denn auch das Motiv, das wir da so verständig räsonnierend uns selbst und den Andern vorbringen, das letzte, eigentliche Motiv? Oder iste noch eins dahinter, das wir lieber nicht vorbringen oder nur verschämt und beiläufig, weil wir den Eindruck haben, dass es eigentlich nicht gelten dürfte? Lieber Freund, damit bist du noch nicht aufrichtig, wenn du für dein Tun einen guten, tüchtigen Grund vorbringst, auch dann nicht, wenn du von seiner Giltigkeit überzeugt bist. Sondern die Aufrichtigkeit, die allein zur Wahrheit führt, fängt an bei der Erforschung der Nebengründe. Denn nicht wahr, das kennen wir alle, wie oft diese scheinbaren Nebengründe tatsächlich das Gewicht sind, die unserm sogenannten Hauptgrund Kraft und Wirksamkeit geben, die es nachher zur Handlung und zum Wort kommen lassen. Gerade diesem eigentlich Wirksamen in uns müssen wir aber nachspüren, die Darlegung unsrer Räsonnements kann uns, auch dann, wenn sie an sich gut und richtig sind, von der Hauptfrage nur ablenken. Denn vor dem Richterstuhl Gottes sind wir nicht gefragt, ob unsre Gründe gut, sondern ob wir selbst gut, ob das eigentlich Wirksame in uns, ob unser Wille gut ist.
Und da liegt nun der Tatbestand offen genug vor für den, der sich selber kennt, dass unser Wille im Grunde mit ganz andern Dingen beschäftigt ist als mit dem Gehorsam gegen das Gesetz des Guten, auch dann, wenn unsre Handlungen und Worte scheinbar zu den guten gehören oder zu den vielen, von denen wir annehmen, dass sie zu den gleichgiltigen zu rechnen seien. Wir haben uns das letzte Mal mit diesem Tatbestand in einem andern Zusammenhang bereits ausführlich beschäftigt. Es bleibt uns nur noch, uns zu besinnen, was denn die Art jenes unsres eigentlichen und wirksamen Willens sei, der in dem verborgenen Untergrund der Seele das Regiment führt und von dem unsre Handlungen und Worte nur Zeugen sind, aber nicht immer unfehlbare f-und unverdächtige-f Zeugen. Ich will seine Art mit einem |493 Wort bezeichnen, das jedem verständlich sein wird, und nenne sie Eigennutz. Darin ist Alles enthalten, was seinen Charakter ausmacht. |
Erstens nämlich besteht dieser Wille, aus dem jene Nebengründe unsrer
Handlungen und Worte hervorwachsen, darin, dass der Mensch an sich
selbst
denkt. Das ist ein unmittelbarer Instinkt, den wir mit dem Tiere
gemein haben. Wir haben darum das unmittelbare Gefühl, dass wir als Menschen
uns seiner zu schämen haben, und darum verstecken wir ihn, wenigstens die
meisten Menschen. Der Grieche
Und das andre Merkmal des Willens, der uns eigentlich und wirksam beherrscht, besteht darin, dass er auf den Nutzen aus ist. Auch das ist ein tierischer Trieb. Der Nutzen ist notwendig immer etwas Beschränktes. Wir nennen etwas nützlich, wenn wir davon hoffen, dass es uns irgend eine bestimmte Annehmlichkeit verschafft. Wenn wir also etwas wollen, weil es uns nützlich ist, so ist damit gesagt, dass unser Wille und unser Handeln zu Ende ist, sobald wir jene Annehmlichkeit genossen haben. Dagegen werdet ihr mir wieder unmittelbar recht geben können, wenn ich meine, dass wir uns nach unsrer geistigen Anlage nicht damit zufrieden geben können, dass unser Wille sich auf irgend eine Annehmlichkeit richte, um sich, wenn sie erreicht und genossen ist, zur Ruhe zu setzen wie ein Rentier, der nichts mehr zu tun hat. Sondern es wohnt dem rechten geistigen Willen etwas Unendliches und Ewiges inne, das gelten muss, auch wenn von Nutzen oder Annehmlichkeit keine Rede ist. Aber wieder werden wir uns sagen müssen, sofern wir ehrlich sind, dass das instinktive Verlangen |494 nach Nutzen und Annehmlichkeit in unserm Willen überwiegt und uns tatsächlich beherrscht. |
Nehmen wir die beiden Triebe, die ich nannte, zusammen, so haben wir eben das, was ich als Eigennutz bezeichnete, vor uns. Das ist unser Wille, unser eigentlicher Wille, meine Freunde! Ich weiß wohl, dass er nur bei wenigen Menschen ungescheut und mit Händen greifbar ans Tageslicht tritt, bei den allermeisten ist er verborgen unter allerlei freundlichen und schönen Hüllen. Und wie viele sind nicht einmal vor sich selbst klar geworden über den fatalen Tatbestand ihres innern Lebens. Aber das ändert nichts daran, dass er da ist.
Und nun ist’s dieser Eigennutz, der sich aus den tierischen Trieben des Menschen zusammensetzt, der gerichtet wird durch das Gesetz der Freiheit, und in diesem Gericht empfangen wir das Urteil Gottes über uns. Denn jene geistige Anlage in uns, von der ich redete, die unser Denken und unsern Willen hinweist auf die andern Menschen und die unbedingt und ewig gelten will, sie besteht in unserm Innern als der unerbittliche Ankläger gegen unsern Egoismus und gegen unsre Nützlichkeitskrämerei, gleichviel ob wir beides im Großen oder im Kleinen, offen oder geheim treiben. In unserm Innern entsteht dann der Widerstreit und Konflikt der Empfindungen und Stimmungen, das Fragen unsres Gewissens und das Antworten unsrer Gründe und Nebengründe, die wir vor uns selbst und den Andern vorbringen. Und das, was da die Anklage und den Widerstreit so peinlich und unerbittlich macht, das ist, dass da zwei Gegner sich messen, die eigentlich bestimmt wären, sich in tiefster Einheit miteinander zu verbinden, nämlich die ewige und giltige göttliche Wahrheit im Gesetz der Freiheit und die Menschenseele, das Ich, das sich auf die Seite der tierischen Triebe geschlagen hat. Hier die Majestät des allgegenwärtigen Gottes, dessen Stimme sich kein Mensch entziehen kann, dort der kleine Mensch, der sich dieser Stimme entziehen möchte trotz Allem. Ihr werdet mir recht geben, wenn ich sage, dass wir in diesem Widerstreit und Widerstand Gottes Gericht an uns erfahren im tiefsten Sinn des Wortes. Denn es handelt sich dabei nicht um eine vergängliche, unangenehme Empfindung, die uns beschwerlich wird, sondern um das unvergängliche Bewusstsein des Getrenntseins von Gott, vom Leben, und dieses Bewusstsein richtet und vernichtet uns. Indem der Eigennutzen unsres Willens Gesetz ist, |495 verurteilt uns das Gesetz der Freiheit zur Unfreiheit, zur Beschränktheit. Indem wir das nicht sein wollen, was wir sein sollten, wird uns erschreckend klar, dass das, was wir sind, ewiger Tod bedeutet. Wer dürfte es wagen, sich von diesem Gericht und Urteil selbst freizusprechen?
Aber dabei dürfen wir nun nicht stehen bleiben.
In diesem Sinn konnten auch die Männer des Alten Testaments und die griechischen Philosophen vom
Gericht durch das Gesetz der Freiheit reden, und
sie haben es getan. Damit ist nichts gegen die Richtigkeit der
ausgesprochenen Gedanken gesagt, im Gegenteil: das beweist, dass sie
innerlich notwendig und allgemeinmenschlich sind.
Wenn
Aber wenn diese Wahrheit den Sinn hat, das Gesetz, dem unser
Wille unterworfen sein soll, noch einmal in erdrückender Hoheit vor uns
aufzurichten, so dürfen und wollen wir es im Anschluss an unsern Text nicht
unterlassen, dem die andre Seite gegenüberzustellen, die uns die Wahrheit,
dass Christus unser Richter ist, zeigt als das
Evangelium, als
die frohe Botschaft, die uns nicht zu erdrücken, sondern zu befreien
bestimmt ist.
So gilt es auch von der Wahrheit, dass Christus, das lebendig gewordene
Gesetz der Freiheit, unser Richter ist: sie ist
Gesetz und Evangelium
miteinander. Denn die große Liebe, die sein innerstes Wesen war, ist wohl
unserm Wesen gegenüber ein unerreichbar hohes Ideal, durch das wir uns auf
den ersten Blick nur noch schärfer verur|498teilt,
tiefer gedemütigt fühlen. Aber nun wird es uns wunderbarer Weise aus seinem
ganzen Leben und Sterben
deutlich, dass es Liebe zu den
Sündern war, was ihn erfüllt und bewegt hat.
Der Anblick seiner Art lässt es uns tiefer empfinden als je, dass wir nicht
sind, was wir sein sollten, aber dann hat er gerade wieder gesagt, dass die
Gesunden des Arztes nicht bedürften, sondern die Kranken [vgl.
Wir wollen mit diesem Ausblick von unserm Gegenstand für diesmal Abschied nehmen. Gottes freundliche Lebensführung aber wolle jedes von uns das Gesetz und das Evangelium der Freiheit erkennen und erleben lassen.
- Nr. 43: «Morgenglanz der Ewigkeit» von
Chr. Knorr von Rosenroth , Strophen 1–3 (RG 572; EG 450). - Nr. 174: «Gott ist gegenwärtig» von
G. Tersteegen , Strophen 1.4.5 und 6–8 (RG 162,1.3–7; EG 165,1.4–8 [je mit Textabweichungen]).
-
Psalm 139 .