Predigt Nr. 10 · 6. September 1908

Predigt: Genesis 1,1

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Genesis 1,1
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Liebe Freunde!

Das erste Wort der Bibel, das ich soeben vorgelesen habe, ist ein Wort des Glaubens. Diejenigen Menschen, denen Gott aus einem leeren Wort zum Inhalt ihres Lebens geworden, erfahren und bezeugen es, dass die unendlich mannigfaltige äußere Wirklichkeit, in die sie als Menschen hineingestellt sind, vom Milliarden Kilometer entfernten Gestirn des Himmels bis zum kleinsten Pflänzchen unsres Feldes, von den Geschicken der Menschheit und ihrer Völker bis zu den feinsten, unbewussten Regungen ihres eigenen Herzens, geworden ist durch Gottes allmächtigen Schöpferwillen, der sie hervorgerufen aus dem Nichts. Für die Menschen, die Gott nicht erlebt haben, sind diese Gedanken notwendig sinnlos. Sie können in Himmel und Erde oder, wie wir sagen würden: in der Welt nichts Anderes finden als einen endlosen Zusammenhang der Ursachen und ihrer Wirkungen, eine große Uhr, um mit dem oft gebrauchten Gleichnis zu reden, die nach ihrem bestimmten Mechanismus abläuft.2 Warum soll gerade ein Gott |81 am Anfang stehen? Und von ihren Voraussetzungen aus haben diese Menschen ganz recht. Unser Bewusstsein hat seine bestimmten Schranken, es vermag den Gedanken eines schöpferischen Gottes niemals zu fassen. Und darum ist die Behauptung: «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde» ein Wort des Glaubens. Nicht eines unbestimmten Ahnens und Fühlens, sondern des Glaubens an einen gerechten und barmherzigen Gott, uns Christen in Jesus offenbar geworden als unser Vater. Ja, ich möchte sagen, dies Wort ist ein Prüfstein für jeden von uns, ob unser Glaube echt ist oder nur etwas äußerlich Angelerntes. Denn auch für den, der das Dasein eines höchsten Wesens für wahr hält, kann diese Behauptung ziemlich belanglos sein. Der Gedanke einer göttlichen Schöpfung kann ihm eine Erklärung des Ursprungs der Welt sein wie andre Erklärungen auch, die er nur darum vorzieht, weil sie ihm wahrscheinlicher ist als manche andre, ohne dass siea ihn tiefer berührt. Wer so denkt, glaubt nicht im Sinne Jesu, sein Weltschöpfer, von dem er redet, ist nicht der Vater Jesu. In Wirklichkeit enthält der Glaube an Gottes Schöpfung die ganze christliche Lebensauffassung. In wenig Wochen feiern wir Bettag.3 Ich glaube, dass die Vertiefung in das, was das erste Wort der Bibel uns zu sagen hat, uns vorbereiten kann, diesen Tag nicht gedankenlos, sondern wirklich als einen Tag der Buße, des Gebets und des Dankes zu feiern.

I

Wo ein Mensch das große Glück gehabt hat, Gott als seinen Herrn zu erkennen, dem er gehorchen will und dem er vertraut, da wird es auch nicht an der Überzeugung fehlen, dass Alles durch Gott geworden ist und besteht. Eben die Sicherheit dieser Überzeugung nannte ich einen Prüfstein für unsern Glauben.

82 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Gott schuf die Welt der sehbaren, hörbaren, fühlbaren Dinge, die Welt unsrer fünf Sinne, in der wir Alle leben, Gott schuf aber vor Allem uns selber mit unsern guten und bösen Anlagen, mit großen Fähigkeiten und Schwächen, mit der Bestimmung zur Herrschaft über die Erde [vgl. Gen. 1,26] und mit dem Los, den Gewalten der Natur zunächst machtlos gegenüberzustehen. Gott schuf die Welt, daraus folgt für uns vor Allem, dass Gott und Welt nicht dasselbe sind. Die Welt ist nicht Gott. Wir wollen uns nicht damit aufhalten, von jenen Lehren zu reden, die heutzutage von manchen Gebildeten und von noch mehr Halbgebildeten auch bis ins hinterste Dorf getragen werden, b-jenen Lehren,-b wonach es überhaupt nur Natur und Naturwesen c-geben soll-c, wonach eben diese Natur – und zu ihr gehört auch der Mensch – nichts Anderes d-sein soll-d als Gott selbst. Wir wollen hier nicht die Irrtümer Anderer bekämpfen, sondern jene Richtunge unsres eigenen Denkens und Wollens, f-die uns-f in unserm täglichen Leben solche Lehren nur zu gerne g-betätigen lässt-g, vielleicht ohne h-dass wir sie selbst-h kennen.

Gott ist von der Welt unterschieden. Wer also Gott seinen Herrn nennt, kann nicht zur selben Zeit in der Welt sein höchstes Gut finden. «Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon» [Mt. 6,24 par.]. Gott schuf die Welt: wir können nicht das Geschaffene anbeten neben dem Schöpfer. Diejenigen, die so handeln, nennt die Bibel Götzendiener, und sie sieht darin vom ersten Buch Moses bis zur Offenbarung des Johannes das Schlimmste, was ein Mensch tun kann, die Sünde aller Sünden. Dass wir als Christen nicht der Welt dienen sollen, sondern Gott, das scheint nun Vielen eine bekannte und geläufige Sache zu sein, aber wir tun gut, es etwas genauer zu nehmen. Mancher von denen, die am schnellsten bereit sind, von der Absage an die «Welt» |83 und die «weltlichen» Dinge zu reden, wäre ziemlich verlegen, wenn er uns sagen sollte, was er unter «Welt» und «weltlich» versteht. Man kann Antworten zu hören bekommen wie die: «Welt» ist das Verlangen nach Geld, oder: das unrechte Verlangen nach Geld, oder: die Freude am Vergnügen, oder: die Freude am schlechten Vergnügen. Aber wir haben bei alledem das Gefühl, dass dabei etwas, und zwar die Hauptsache, unklar bleibt. Ist alles Verlangen nach Erwerb unrecht? Wo fängt das Unrecht an? Ist irdisches Vergnügen an sich schlecht? Was sind schlechte Vergnügen? Das Alles sind schwierige Fragen, die im selteneren Fall eine allgemeine Antwort ermöglichen, gerade vom christlichen Standpunkt aus. Wenn uns aber Jesus vor die Frage stellt: Gott oder Welt?, dann müssen wir klar sehen, worum es sich handelt, ohne Wenn und Aber, denn Alles ist von unserm Entscheid abhängig gemacht. Und da glaube ich, dass wir am besten tun, von allen Spitzfindigkeiten über das, was «weltlich» und «Welt» ist oder nicht ist, zurückzukehren zu dem, was uns unser Textwort so einfach in die Hand gibt: Gott schuf Himmel und Erde. Die Welt umfasst Alles, was von Gott geschaffen ist. Die Sünde, die uns Alle beherrscht, die einzige, die es gibt, ist, dass irgend etwas aus dem weiten Kreis der geschaffenen Dinge und Wesen unserm innern Leben wichtiger ist als Gott. Was das im Einzelnen sein mag, musst du mit dir selbst ausmachen. Besinne dich auf dich selbst, und du wirst in der Tiefe deines Herzens etwas finden, das mit Gott konkurriert. Diese Konkurrenz in unserm Innern ist die Sünde. Gott schuf Himmel und Erde. Liebe Mitchristen, wenn wir uns bewusst sind, was das bedeutet, dann muss uns ein Gefühl aufgehen von unsrer Schuld, dann gibt es keineni Tag in unserm Leben, da wir nicht bekennen müssten:

Ich hatte mich von dir gewendet
Und liebte das geschaffne Licht.4

Ich habe irgend ein Stück Welt außer mir oder in mir Gott und seinem Willen vorgezogen?! – |

84 Gott schuf Himmel und Erde. Nicht Himmel und Erde und ihre Güter können unserm Leben Inhalt geben, sondern nur, der sie geschaffen, Gott, der Geist und Wahrheit ist [vgl. Joh. 4,23f.]. Die reumütige Erkenntnis unsres vielfachen Abfalls von diesem Gott kann uns auf den Weg führen, der zu ihm zurückleitet.

II

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und darum weiß der Mensch, in dem Gott selbst lebendig geworden, dass alle Dinge von diesem Gott abhängig, in jedem Moment seinem Willen unterworfen sind. Wir haben gesehen: Die Güter der geschaffenen Welt dürfen uns als Christen nicht an Stelle Gottes treten, denn als der Schöpfer steht er hoch über diesen Gütern. Die geschaffene Welt enthält aber nicht nur Gutes, sondern, wie wir Alle wissen, große Übel, die uns die Welt zum Gegenstand unsrer Sorge machen. Und von diesen Übeln gilt: sie sind in der Hand des Gottes, der unser Bestes will, und können uns daher nicht von ihm trennen. – Ihr erinnert euch, wie Paulus das Römer 8 ausdrückt: «Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Mächte, weder Höhe noch Tiefe uns scheiden mag von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn» [Röm. 8,38f.], oder im selben Kapitel: «Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen» [Röm. 8,28]. – |

Alle Dinge, denn im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, es gibt also schlechterdings nichts, das seinem Willen entzogen wäre, und dieser Wille ist darauf gerichtet, sein Volk frei und selig zu machen.

Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden.
Da dein Fuß gehen kann.5

Seht, auch hier wollen wir uns nicht um gelehrte Beweise streiten, wie man sie versucht hat, um nachzuweisen, dass Gottes Weltregiment auch im Übel zum Guten führe. Wer von Gott nichts weiß, sieht eben |85 auch sein Walten nicht, sondern nur eine Reihe an sich sinnloser Ereignisse, die ihn angenehm oder schmerzlich berühren, und kein Beweis wird ihn eines Bessern belehren, sondern nur Gott selbst, der ihm die Augen auftut. Es handelt sich da um eine Angelegenheit, die allen Beweisen unzugänglich ist, die nur du selber für dich erledigen kannst. Es ist wohl Keines unter uns, das auf seiner Wanderung durch diese Welt nicht eine Last schwererer oder leichterer Sorgen mitbekommen hat. Den drücken Sorgen der Nahrung, bei jenem ist Krankheit oder Tod eingekehrt, der dritte hat allerlei Leides erfahren von den Menschen, und der vierte kann mit sich selber und seinen Trieben und Neigungen nicht fertig werden. Das sind nur einige von den Übeln, die das Leben in der Welt mit sich bringt. Und wenn sich dann solche Übel häufen, wer wäre dann nie ratlos und unmutig geworden? Aus der niederschmetternden Stimmung solcher Zeiten kann uns nur Eines helfen: die Besinnung auf das, was Gott uns in unserm Innern hat erleben lassen, die Besinnung auf die Tatsache, dass auch wir zu denen gehören, die «nach dem Vorsatz berufen sind» [Röm. 8,28]. Wenn uns diese Erinnerung undeutlich wird, dann ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass Gott uns im Nebel zu verschwinden droht, und das wird sich darin zeigen, dass jene Sorgen der Welt den Gedanken an Gott uns verunmöglichen, wie die Wolken etwa die Sonne verdunkeln. Das Festhalten der Berufung, die wir Christen in Jesus erlebt, ist eine Aufgabe, bei der wir ohne Gottes gnädige Weiterhilfe nicht auskommen würden. Von ihm selber müssen wir uns die Fähigkeit schenken lassen, in unserm Leben sein Walten zu erkennen. Der zweite Antrieb, den wir aus dem Schöpfungsglauben empfangen, wird also lauten:

Bete aber auch dabei
Mitten in dem Wachen;
Denn der Herr nur kann dich frei
Von dem Allem machen!6

86 Gott schuf Himmel und Erde! Was zwischen Himmel und Erde ist, es wird uns von Gottes Liebe nicht zu scheiden vermögen, solange wir innerlich mit Gott in Verbindung sind.

III

Die Überzeugung, dass Gott die Welt schuf, weist uns nicht nur hin auf unsre Bestimmung, Gott und nicht die Dinge der Welt als Endziel unsresWollens und Denkens anzustreben, sie gibt uns nicht nur die Gewissheit, dass nichts in dieser Welt uns von Gott trennen kann, sie lehrt uns – und das ist das unveräußerlich Wichtigste an dieser Überzeugung – die Welt, in der wir leben, verstehen als das vergängliche Mittel für einen unvergänglichen göttlichen Zweck. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, nicht eine Macht, die neben oder unter Gott stünde, nicht ein besonderer Weltschöpfergott, wie eine christliche Sekte des zweiten Jahrhunderts lehrte,7 aber auch nicht ein blindes Gesetz der Natur. Der Gott, der für uns Christen am Anfang alles Geschehens steht, ist kein anderer als der, den wir mit Jesus als unsern Vater anrufen. Und eben weil dem so ist, wissen wir auch, dass, was er geschaffen, nur Mittel sein kann für seinen Zweck, und er hat nur einen Zweck, uns zu sich zu rufen. In dieser Erkenntnis können wir nun das zusammenfassen, was wir vorher gesagt haben. Gott schuf die Welt, nicht nur den Himmel droben und die Erde drunten, sondern deine Welt, deinen Himmel und deine Erde, will sagen: deinen ganzen dir so wohlbekannten Kreis von Menschen und Verhältnissen, von Sorgen oder Freuden, von Armut oder Reichtum, von Krankheit oder Gesundheit, von Unglück oder Glück. In alledem ist nichts, das ohne Gottes Willen wäre! Gott hat dir Vieles geschenkt an innern und äußern Gütern; ihr rechter Gebrauch, die rechte Freude daran kann dich und andere weiterbringen auf dem Wege zu ihm. Gott hat dein Glück gewollt, und wenn du dir das sagst, wirst du Gott danken, und |87 nicht nur das: dein Dank wird Tat werden. Gott hat dir vielleicht noch mehr genommen oder vorenthalten, du siehst nicht, warum und wozu, und doch kannst du felsenfest darauf bauen, dass es zum Guten sein muss. Gott wollte auch dein Unglück, und wenn er in deinem Herzen wirklich Gott ist, kannst du ihm auch dafür danken, durch herzliches Vertrauen und tapferes Aushalten. – |

Die Gewissheit, dass Gott deinen Himmel und deine Erde geschaffen, j-stellt dein ganzes Leben in ein neues Licht-j. Die Gewissheit, dass er der Urheber gerade deines Lebens, deiner Verhältnisse ist, wie sie einmal sind, k-gibt dir den Mut-k, sie freudig hinzunehmen, dich mit ganzer Kraft der Arbeit hinzugeben, die gerade dir obliegt, und wäre sie noch so geringfügig und unbedeutend in den Augen Anderer, sie l-veredelt deine Freude und deinen Schmerz-l. Die ernste Überzeugung, dass Gott und nicht die Dinge der Welt der Inhalt deines Lebens sein müssen, wird dir die Freude der Arbeit in dieser Welt nicht nehmen, sie macht sie erst möglich; die Welt wird dir kein Schlaraffenland sein, aber auch kein Tränental, sondern der gottgewollte Ort deines gottgewollten Tuns.

Meine Freunde! Alle diese Gedanken sind der Ausdruck des christlichen Glaubens an Gott den Schöpfer. Aber wie weit sind wir Alle davon entfernt, dass sie in uns kräftige Gestalt gewonnen! Wie oft haben wir Gott vergessen, wie oft ihm nicht vertraut, wie oft freudlos und mutlos unser Los, unsre Arbeit hingenommen. Der kommende Bettag kann uns ein Anlass werden, hier neu anzufangen, damit das Wort des letzten Buches der Bibel an jedem von uns zur Wahrheit werde: «Nun ist das Reich der Welt – meiner Welt – Gottes und seines Christus geworden» [Apk. 11,15].

Amen!
88
Lieder Miécourt:
  • Nr. 42: «Die goldne Sonne» von P. Gerhardt, Strophen 1.2 und 3.4 (RG 571; EG 449 [dort jeweils: «Die güldne Sonne»]). 🎵
  • Nr. 266: «Befiehl du deine Wege» von P. Gerhardt, Strophen 1–3 (RG 680; EG 361). 🎵
Lieder Bonfol:
  • Nr. 25: «Großer Gott, wir loben dich» von I. Franz, Strophen 1.2 und 9 (RG 247,1.2.11; EG 331,1.2.11 [mit teils abweichendem Text]). 🎵
  • Nr. 270: «Was Gott tut, das ist wohlgetan» von S. Rodigast, Strophen 1.2.6 (RG 684; EG 372). 🎵
Liturgieskizze8 für Miécourt:
  • Nr. 42, Strophen 1 und 2
  • Lekt[ion]: Ps. 8
  • Nr. 42, Strophen 3 und 4
  • Gebet II
  • Pred[igt]
  • Nr. 266, Strophen 1–3
  • Gebet I
Liturgieskizze für Bonfol:
  • Nr. 25, Strophen 1 und 2
  • Lekt[ion]: Ps. 126
  • Nr. 25, Strophe 9
  • Gebet III
  • Pred[igt]
  • Nr. 270, Strophen 1.2.6
  • Gebet II

Textkritische Fußnoten

a
Mskr.: «er»; von den Hrsg. korrigiert.↩
b-b
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift hinzugefügt.↩
c-c
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «gibt».↩
d-d
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «ist».↩
e
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «Sitte».↩
f-f
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «das».↩
g-g
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «betätigt».↩
h-h
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift eingefügt anstelle von: «sie selbst zu».↩
i
Mskr.: «einen»; von den Hrsg. korrigiert.↩
j-j
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift korrigiert aus: «kann dein ganzes Leben in ein neues Licht stellen».↩
k-k
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift korrigiert aus: «kann dir den Mut geben».↩
l-l
Im Mskr. nachträglich mit Bleistift korrigiert aus: «kann deine Freude und deinen Schmerz veredeln».↩

Sachfußnoten

1
Das Dorf Bonfol liegt ca. 12 km nordöstlich von Pruntrut / Porrentruy und beherbergt wie Miécourt / Mieschdorf eine Filialgemeinde der reformierten Kirche von Pruntrut.↩
2
Vgl. unter anderem Johannes Kepler (1571–1630): «Scopus meus hic est, ut coelestem machinam dicam non esse instar divini animalis, sed instar horologii» (J. Kepler, Brief an Herwart von Hohenburg vom 10.2.1605, in: ders., Gesammelte Werke, Bd. 15: Briefe 1604–1607, hrsg. von M. Caspar, München 20052, S. 146 📖) und Christian Wolff (1679–1754): «Mundus propemodum se habet ut horologium automaton» (ders, Gesammelte Werke, Abt. 2: Lateinische Schriften, Bd. 4: Cosmologia generalis, hrsg. und bearb. von J. Ecole, Nachdr. Hildesheim 1964 = Frankfurt / Leipzig 17372, § 117 📖). – Sinnfälligen Ausdruck fand der sogenannte «Uhrenvergleich» in den Großuhren etwa des Doms zu Münster oder des Straßburger Münsters, die neben den Stunden auch Tag, Monat, Jahr und die Planetenstellung anzeigen und mit zeitgenössischen Figuren bestückt sind. Vgl. zum Ganzen A. Demandt, Die Welt als Uhr, in: ders., Zeit und Unzeit. Geschichtsphilosophische Essays (Historica Minora, Bd. 2), Köln / Weimar / Wien 2002, S. 147–153 📖.↩
3
Der Eidgenössische Dank-, Buß- und Bettag (vgl. oben, S. 46, Anm. 12) fiel 1908 auf den 20. September.↩
4
Aus der vierten Strophe des Liedes «Ich will dich lieben, meine Stärke» von J. Scheffler (RG 682; EG 400) 🎵.↩
5
Aus der ersten Strophe des Liedes «Befiehl du deine Wege» von P. Gerhardt (RG 680; EG 361) 🎵.↩
6
Beginn der sechsten Strophe des Liedes «Mache dich, mein Geist, bereit» von J. B. Freystein (GERS 298,6; EG 387,3 🎵), in dem es weiter heißt:
[…],
Was dich drückt
und bestrickt,
Dass du schläfrig bleibest
Und sein Werk nicht treibest.
↩
7
Barth denkt wohl an Marcion (um 85–160) bzw. die Marcioniten: «Marcion […] charakterisiert den höchsten Gott als den der Liebe und des Erbarmens und den Weltschöpfergott (den er mit dem Gotte des Alten Testaments identifiziert) als den, der Gesetze gibt, Vergeltung übt und die Menschen lehrt, dasselbe zu tun» (A. Schweitzer, Reich Gottes und Christentum (1947/1951), hrsg. von U. Luz / U. Neuenschwander / J. Zürcher, München 1995, S. 224f. 📖).↩
8
Die Liturgieskizzen befinden sich auf der ersten Seite des Manuskripts, zwischen Orts- und Zeitangabe und dem Text, wo Barth sonst in der Regel nur die Lied-Nummern und Strophen notierte.↩