Predigt: Jakobus 4,7-8
Ich habe einmal sagen hören, eine gute Predigt erkenne man daran, dass der Zuhörer nachher die Kirche verlasse mit einer Aufforderung im Herzen. Das will also sagen: dass er nicht bloß allerlei interessante und bemerkenswerte Gedanken in sich aufgenommen habe, sondern dass er da drinnen etwas spüre von einem Geheiß, von einer Forderung, ja von einem strengen Befehl: da und da in deinem Leben muss etwas anders werden; hier muss etwas Altes aufhören, und hier muss etwas Neues anfangen. Je bestimmter diese Aufforderung ist, die wir aus der Kirche mitnehmen und je mehr sie uns nicht bloß auf der Oberfläche, sondern in der Tiefe unsres Wesens trifft, umso besser. Aber damit solche Wirkung stattfinde, bedarf es doch nicht nur einer guten Predigt, sondern und vor Allem guter Zuhörer. Denn jener Ton der Aufforderung, der im Mittelpunkt stehen soll, ist das Merkmal einer guten Predigt, weil er das Merkmal der rechten Erbauung ist. Wie das Wort es sagt, handelt es sich dabei darum, etwas zu errichten, anzustreben, hinzustellen, was noch nicht da ist. Das ist nicht die rechte Erbauung, wo man bloß hohe und schöne Gedanken und Gefühle andächtig und beschaulich in sich hin- und herbewegt, sondern das ist sie, wo es einen Ruck nach vorwärts gibt, wo es heißt: du darfst und du sollst weiter, höher; das ist die Erbauung, wo die Aufforderung ergeht und befolgt wird zum Erbauen und Aufbauen eines tüchtigen und wahrhaftigen innern und äußern Lebens. Damit haben wir aber den Kreis von Predigt und Kirche bereits verlassen, müssen der Sache einen noch weitern Sinn geben und sagen: die Frömmigkeit überhaupt, also die Gesinnung und das Leben eines Gottesmenschen erkennt man daran, dass er beständig eine Aufforderung im Herzen trägt und beständig dieser Aufforderung nachkommt. Denn Fröm|565migkeit selbst ist nicht das in unserm Wesen, was uns zufrieden macht mit dem, was wir sind, sondern Frömmigkeit ist Unterwegssein, und nur wenn wir unterwegs sind, sind wir fromm.
Menschen, die den Ruf vernommen, das sind die frommen
Menschen. Aber gerade dieses Merkmal zeigt, dass fromme Gesinnung und
frommes Leben nicht eine Extra- und Nebenbeschäftigung sein kann, die man
sich neben seinen übrigen Beschäftigungen erlaubt, wie andre etwa Kunst oder
Sport treiben. Es ist das Merkmal des rechten, normalen Lebens, des
Menschenlebens, wie es sein soll, überhaupt. Der rechte
Mensch ist fromm, in ihm wirkt und schafft jene Forderung,
jenes aufwärtssteigende Leben, und wenn er nicht fromm ist in diesem Sinn,
so ist er kein rechter Mensch. An jeden Menschen
ergeht jener Ruf, sich selber getreu zu werden, nämlich seiner Bestimmung,
jenem Urbild des Besten, was aus jedem werden kann. Der Ruf, seinen Anteil
in Empfang zu nehmen an der ewigen Wahrheit, am ewigen Leben, um ihn dann wieder fruchtbar zu machen für die Andern,
für das Ganze, und so empfangend und gebend ein Bürger des Reiches Gottes zu werden, etwas ganz für
sich und doch in Allem ein Spiegel und Widerschein des Universums des
Geistes und der Geister. Wo der Ruf gehört wird und wo er Folge findet, da,
aber auch nur da ist Leben im eigentlichen Sinn. Das heißt aber: Da ist Gott
in seiner ganzen Wirklichkeit, denn wo er ruft und fordert, da ist er selbst
da. Sein Wirken, seine Gegenwart ist uns vielleicht in den meisten Menschen
verborgen, was wir so Frömmigkeit zu nennen pflegen, das vermag ihn nicht zu
fassen, er ist größer und reicher als so. Jesus ist der Meinung gewesen, die
Zöllner und Dirnen seien zum Reich Gottes berufen und nicht die Frommen
[vgl.
Und je anhaltender und genauer wir hinhören lernen, nicht nur
in der Kirche, sondern draußen im tätigen Leben oder an der Quelle der
Literatur oder im Verkehr mit guten Menschen,
desto genauer und spezieller wird auch das Fordern und Mahnen der höhern
Welt. Es kann nicht bei
einem allgemeinen Sehnen und Trachten sein Bewenden haben. Wenn das Streben,
von dem jener Vers
Jene Forderung und diese Verheißung ist die Botschaft Gottes, die Botschaft des Lebens an die Menschen, eine Freudenbotschaft, denn sie offenbart uns den sichern Durchgang und Ausgang aus den Leiden und Rätseln und Verwirrungen unsrer Existenz. Ein Weiser Griechenlands hat gesagt, er wolle die Erde erschüttern und in Bewegung setzen – nur gib mir einen Ort, auf dem ich stehen kann, einen Ort außerhalb, überhalb der Erde, von dem aus ich sie beherrsche und nicht mehr von ihr beherrscht und angezogen bin!3 Gottes Botschaft und Offenbarung zeigt uns einen solchen Punkt:
Begib dich ins Zentrum des Lebens, dann beherrschest du das
Leben, werde wahr und gerecht und rein, dann hast du Boden unter den Füßen,
der nicht zu erschüttern ist. Dann sollst und darfst du ein freier Mann, ein
Held und Überwinder sein. Ich sage, das ist eine
Freudenbotschaft, sie
ergeht an uns Alle, und die Freude, die sie verkündet, ist eine Freude, die
allem Volke widerfahren soll [vgl.
Und doch kann man sie kaum aussprechen und anhören ohne ein Gefühl leiser
Wehmut. Ja, dieser
Aufforderung gehorchen, das wäre wohl die Wiederentdeckung des verlorenen
Paradieses,5 das wäre das, wonach
unser innerstes Wesen seufzt, das wäre das Leben, das diesen Namen verdient.
Aber je deutlicher und lebendiger uns die Aufforderung Gottes wird, desto
deutlicher und lebendiger wird uns das andre: Uns bleibt ein Erdenrest zu
tragen peinlich.6 Und es ist mehr als ein Rest, mehr als eine
unerfreuliche Schlacke: es ist ein ganzes Gewicht von Leidenschaften,
Wünschen, Sorgen und Kümmernissen, das uns die Flügel lähmt, uns immer
wieder unten hält. Und wenn wir dann so seufzen: Wer zerreißt aus eigner
Macht der Gelüste Ketten?7, dann liegt es verzweifelt nahe, das
andre zu denken und zu sagen: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt
der Glaube:8 es mag wohl wahr
sein, was die Stimme Gottes fordert und verheißt, aber mir fehlt die |568 Kraft, die Wahrheit zu erfassen, mir anzueignen, zu gewissem Besitz mir zu
gestalten. Und wenn wir dann andre sehen, die das können, was wir nicht
können, die ihren Weg auf die Berge so ruhig und sicher gehen, dann ist es
uns wohl manchmal zumute wie dem Propheten
Ich habe jüngst in einer großen deutschen Zeitung ein eigenartiges Zeugnis
von dieser Wehmut gegenüber Gottes und des Lebens großer Forderung gelesen.
Es handelte sich um den Reisebericht eines der Teilnehmer an der letzten
Luftschifffahrt des Grafen
«Ein Augenblick der Beklommenheit, dann erfüllte uns das Glück des Fliegens, und jeder fühlte eine Sehnsucht erfüllt, die eine Sehnsucht der Menschheit ist von Anbeginn ihres Seins. Man schaut hinunter und sieht tief unter sich die Welt, das breite blanke Band des Rheins, die Häuserkästen der Großstadt und die rechtwinkligen bunten Felder. Aber es ist nicht das Wohlgefallen an schönen Bildern, was uns so ganz durchdringt, sondern das Gefühl der Freiheit, der Erdentbundenheit. Wir schweben über unserem Leben. Der Staub fällt ab und die Gier des Erwerbens, die Klage verstummt um versäumtes Glück, der Zorn um die Enge unserer Tage verlöscht. Das Köstliche, was uns die Luftreise gibt, ist der Aufschwung der Seelen. Da unten stößt uns das Leben und umklammert uns mit seinen Zangen: Gefühl ist da unten Hindernis, das Sichbesinnen Verbrechen an der Zeit, die |569 wir nutzen sollen, Naturfreude Luxus, Hingabe an ein Herz verdammenswerte Verschwendung, der Traum eine lächerliche Erbschaft aus der Biedermeierzeit. Hier oben dürfen wir fühlen und lieben und träumen, und kein Klingelzeichen der Stunde reißt uns zur Pflicht zurück. Zeit- und raumlos schweben wir dahin – und darum wunschlos, ferne allem, was sonst in uns wühlt. Es ist lächerlich, aber wohl jeder im Schiffe denkt: so rein kannst du sein, wenn deine Füße nicht durch den Staub müssen, und so rein, so reich, so gütig, so mitleidsvoll würdest du innen sein können, wenn das Leben dich nicht zwänge, zu tun, was du nicht tun willst, wenn es dich nicht einschiente und so vieles in dir erdrosselte, weil Brot und Lagerstatt allem andern vorangehen müssen.
Das Luftschiff ist der reinste Ausdruck unserer Zeit. Gebundener als je, wollen wir freier sein als je. Je mehr wir uns zersplittern, desto größer der Wunsch nach Sammlung. Nichts hindert uns hier oben, zu sein, was wir im Tiefsten sind, denn nichts lenkt uns ab, wenn wir durch die Lüfte segeln.»11
Diese resignierten Ausführungen inmitten der Begeisterung über die Fortschritte der Menschheit im Allgemeinen und der Technik im Besondern, die den übrigen Artikel ausfüllt, sind recht bemerkenswert. Mit aller wünschenswerten Deutlichkeit spricht der Mann es aus, dass er nicht im Stande sei, der Forderung dessen, was das Leben schließlich allein wertvoll macht, in der Wirklichkeit nachzukommen. Das Luftschiff hat ihn wie ein Symbol auf das aufmerksam gemacht, was der Mensch sein sollte, aber er zuckt die Achsel: es wäre sehr schön, aber ich kann nicht, es ginge wohl, aber es geht nicht. Und dass er selbst diesen Gedanken, vielleicht den vernünftigsten, weil aufrichtigsten, den er je gedacht, als lächerlich bezeichnet, ist nur umso |570 charakteristischer: er verzichtet sogar darauf, das Beste in ihm, seine Sehnsucht, überhaupt ernst zu nehmen. – |
Ich sage das nicht, um diesen Journalisten zu verurteilen. Man kann ihm
vielmehr dankbar sein, dass er etwas ausgeplaudert, was zu den innern
Erlebnissen von uns Allen gehört, und seine Worte mögen, ohne dass
er’s wollte, bei manchem Leser, der sonst keine Predigt hört, als
Predigt gewirkt haben. Was der
Zeitungsschreiber im Luftschiff empfunden hat, das mögen wir wohl in der
Kirche empfinden, oder wenn wir Stunden und Tage mit guten, klugen,
überlegenen Menschen verkehren dürfen, wenn wir uns in die Bibel versenken
oder überhaupt in ein Buch, in dem etwas zu holen ist. Da spüren wir etwas
von dem großen Frieden Gottes, von der Freiheit und Erdentbundenheit, die unser sein
sollten. «Wir schweben über unserm Leben». Wir denken bei uns selbst:
«so rein kannst du sein, wenn deine Füße nicht durch den
Staub müssen». Aber dann brauchen wir nur wieder hinunterzusehen auf die
Erde, hinaus ins Leben, da verschiebt
sich das Bild: Was da oben schön und gut ist, was auch tatsächlich das
Höchste, das einzig Notwendige ist, das ist da drunten Hindernis, das gilt
im Leben nicht, denn da müssen «Brot und Lagerstatt allem Andern
vorangehen», da ist folglich Egoismus und Beschränktheit das Praktische und Zweckmäßige. Die
Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Und es klingt dann in unser Leben hinein jener dumpfe, tragische
Unterton, der durch die Jahrtausende hindurch mitklingt, alles menschliche
Wissen, Handeln und Fühlen begleitend, der Unterton, dem der Apostel
571 Da stehen wir dann sehr ernsthaft vor der Frage, ob nicht
alle Erhebung der Seele, ob nicht
Alles das, was uns in jenen einzelnen Momenten der Höhenluft als groß und
wichtig erschienen, Illusion sei, ein schöner, aber wenig nützlicher Traum,
der nur geeignet ist, unser Interesse an den Dingen hier unten zu schwächen.
Ob es nicht besser sei, jene Aufforderung im Herzen zum Schweigen zu bringen
und unser Leben so einzurichten, als ob wirklich Brot und Lagerstatt allem
andern vorangingen. Das ist die Frage, ob Gott schließlich nur ein frommer
Wunsch der Gläubigen sei, ob wir nicht wie die Kinder in gänzlicher
Finsternis einem Irrlicht nachlaufen und besser täten, uns zum Schlafe
hinzulegen. Das ist die uralte Menschheitsfrage, die in immer neuen Formen
immer wieder da ist. Ob wir den jungen
572Unser Textwort spricht die Antwort aus auf jene Frage, die grundlegend und entscheidend ist, weil sie die Frage nach der Wahrheit ist. Ist die Erhebung der Seele, um die wir uns mühen, ist das höhere Leben, nach dem wir uns sehnen, ist Gott Wahrheit? fragen wir. Ja, all das ist Wahrheit, antwortet uns der Chor der Lebendigen aller Zeiten. Widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Das tönt wie scharfer, tapferer Trompetenton in unsre Ratlosigkeiten hinein. Da ist klar und deutlich gesagt: wir sind nicht dunklen Mächten einfach preisgegeben, entweder Gott oder dem Teufel, sondern es besteht zwischen ihnen und uns ein Rapport und Kontakt natürlichster und verständlichster Art. Da braucht es nichts Zauberhaftes und Magisches, um von der Umklammerung des sinnlosen Alltagslebens uns zu erlösen, um uns göttlicher Art teilhaftig zu machen, sondern da braucht es nichts als einen großen guten Willen. Da braucht es mutigen Widerstand gegen den Teufel, und da braucht es dankbares Aufsuchen Gottes. Nichts Anderes.
Auf den ersten Blick scheint es nun freilich, als ob der Inhalt dieses
Jakobuswortes auch nichts Anderes sei als eine Verschärfung und Wiederholung
jener Aufforderung zum aufsteigenden Leben, die wir bereits kennen.
Widerstehet! Nahet euch! heißt es da aufs Neue, und es kommt uns vielleicht
vor, als ob dadurch unsre Situation nicht gerade verbessert sei. Das ist ja
klar: Die Aufforderung in uns kann und darf nicht verstummen, auf ein
sanftes Ruhekissen darf die Hoffnung auf Erlösung nicht gerichtet sein. Frommer Stillstand des innern
Lebens wäre Stillstand
so gut wie ein anderer, und Stillstand bedeutet Tod. Also in dieser Richtung
ist der Friede Gottes, nach
dem wir seufzen, nicht zu suchen. Wohl aber setzt das Wort des
Vorher, im Lichte jener resignierten Welt- und Selbstbetrachtung war sie ein edles Streben des Menschen, dem aber die Macht der Haltlosigkeit, Beschränktheit und Verworrenheit desselben Menschen aufgelegt ist wie ein schwerer, bleierner Druck. Da hülfe es uns in der Tat wenig, wenn nun bloß noch einmal gesagt würde: Widerstehet! Nahet euch! Das ist ja gerade das, [was] wir nicht können. Aber nun kommt das neue Licht. Nun heißt es: Widerstehet, widerstehet mit aller Macht all dem, was euch herunterziehen will, dem Gewöhnlichen, Egoistischen, Schmutzigen. Aber freuet euch! Ihr seid mitnich|573ten an diese Macht gekettet, ihr seid nicht eingeschient und erdrosselt vom Bösen und Niedrigen, wenn ihr es nicht selbst tut. In dem Grad, als ihr wirklich und nicht nur äußerlich und scheinbar widersteht, in dem Grad muss sich das Andre von euch zurückziehen. Jeder Sieg über jede Versuchung macht die Gewalt des Bösen nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich schwächer. Das ist kein schöner Traum! Das ist keine wohltätige Illusion. Probiert es nur, Nein zu sagen zu dem, von dem ihr ganz gut wisst, dass ihm ein Nein gebührt, und ihr werdet merken, dass das Andre der Traum und die Illusion ist, die Idee nämlich, wir seien verkauft und ausgeliefert an das, was eigentlich nicht sein sollte. Sagt auf der Erde, im Leben: ich will nicht, das ist besser, als im Luftschiff zu seufzen, wie schön es wäre, wenn man nicht müsste. Es ist eine neue Betrachtung des Bösen, die uns da aufgeht. Das Böse ist nicht mehr das, was eben unweigerlich da ist, sondern das Böse ist das, was verschwinden soll. Und es verschwindet, wenn wir wollen, wenn der Wille da ist, nicht unser kleiner, gewöhnlicher guter Wille, sondern der große gute Wille, der Ewigkeitskraft hat und der Wahrheit begründet inmitten der Träumereien, die nur den Sinn haben, sich als Schein zu erweisen vor dem Recht und der Wahrheit, wie die Kindheit verschwinden und weichen muss vor dem Mannesalter. – |
Und das ist so, weil es nun auf der andern Seite nicht mehr bloß heißen soll:
Nahet euch zu Gott! Sucht ihn auf, den fernen Herrn der Welt! Glaubet an
ihn, dann kommt es gut! Das ist ja gerade das, was uns so schwer fällt.
Sondern nun entsteht auch hier eine lebendige Wechselbeziehung. Nahet euch
zu Gott, so nahet er sich zu euch. Wie der Widerstand gegen das Böse dessen
Macht unkräftig macht, so wächst Gottes Kraft mit jedem Schritt, den wir in der Richtung auf Gott zu zurücklegen. Das
Welträtsel löst sich, die Frage nach der Wahrheit findet ihre Antwort, sobald wir
wirklich zu Gott hin unterwegs sind. Wir müssen unsre Begriffe über Gott und
uns selbst umdenken lernen, wenn wir das verstehen wollen. Wir denken uns so
oft einen toten Gott und denken
uns unsre Wanderschaft zu ihm in der Art einer katholischen Wallfahrt nach fernen,
wundertätigen Heiligengräbern. Was Wunder, wenn wir müde und resigniert
werden. Aber ist denn das Gott, unser Gott, von dessen
Herrlichkeit alle Lande voll sind? [vgl.
Ihr aber seid göttlicher Art, meine Freunde! |
Wir sind es, weil wir und wenn wir erlöst sind durch Christus.
Und Christus konnte die Gemeinde des einfachen und nahen Gottes gründen, weil
sein ganzes eigenes Leben einfacher Gehorsam
war und vertrauender Gehorsam zu dem nahen Gott. Er konnte Andern Erlöser werden, weil er selbst
erlöst war, weil er, dem Teufel widerstehend, den Teufel in die Flucht
schlug, wie die merkwürdige Geschichte am Anfang des Evangeliums uns erzählt
[vgl.
578 Und das ist unsre Christenfreude und Christenhoffnung, meine Freunde, dass wir im Suchen, Bitten und Anklopfen bei dem Gott, den Jesus seinen Vater nannte, die Wahrheit und das Leben finden. Denn Gebet und Erfüllung sind eins, wenn wir ihn anrufen:
- Nr. 184: «Treuer Heiland, wir sind hier» von
Chr. H. Zeller , Strophen 1.2.5. - Nr. 151: «O Gott, o Geist, o Licht des Lebens» von
G. Tersteegen , Strophen 1–3 und 4–7 (RG 510 [mit geringen Textabweichungen]).
-
Markus 10,13–27 .