Predigt: Lukas 17,20-21
Das ist wunderbar, wenn es heißt: nun ist das Reich Gottes nahe herbeigekommen! [
Seht, wie sie nun auf einmal ihre bisherigen Irrtümer und Fehler und Schwachheiten einsehen und bekennen, ohne sich zu wehren und herausreden zu wollen. Seht, wie sie’s nun auf einmal begreifen, daß es so nicht weitergehen kann mit ihren alten, lieben Gewohnheiten. Wie sie jetzt die Götzen anpacken und stürzen können, vor denen sie so lange auf den Knien gelegen sind. Wie jetzt die Sehnsucht in ihnen erwacht ist: wir müssen eine andere Seele und ein anderes Leben haben. Neue Ziele sind erstanden vor ihren Augen, und jetzt fürchten sie sich nicht mehr, Toren und Schwärmer zu heißen, wenn sie mutig und fröhlich und zuversichtlich nach diesem Ziele hinblicken. Neue Wege, ungewohnte Wege wagen sie auf einmal zu gehen, schüchtern noch und tastend, aber voll Entdeckermut. Und neue Kräfte führen und tragen sie, daß sie sich selber kaum mehr kennen vor Sicherheit und Siegesgewißheit.
Nun wird ihnen plötzlich Wahrheit und Tatsache, was sie so lange in ihren Kirchen und Schulen bloß haben tönen hören, was sie so lange aus den heiligen Büchern der Vorzeit bloß buchstabiert haben, ohne es zu fassen: Wer Gott ist: der ewige Vater, der seine Güte wahrhaftig erweisen will an uns Menschenkindern. Und Gottes Wille: kein hölzernes Gesetz, keine Polizeigebote, denen man widerwilligen Gehorsam schuldet, sondern das Eigenste, Tiefste, was in uns selbst ist, entfaltet in Klarheit und Reichtum. Und Gottes Herrlichkeit: die unbedingte, unwiderstehliche, Alles umfassende Kraft dieses Willens, die leuchten muß und leuchten wird, allen finsteren Schwierigkeiten und Hindernissen zum Trotz. Und die alte, furchtbare Schuld der Menschen, die durchgestrichen, abgetan und erledigt ist durch die himmlische Gnade, die lauter Leben schafft. Und unsere bösen Fehler und Sünden, die uns nicht mehr anfechten, die schneeweiß werden sollen, ob sie gleich blutrot wären [vgl.
O, das ist viel mehr, als daß nun wieder ein wenig mehr Interesse da ist für die Religion nach langen Zeiten der Verständnislosigkeit. Das ist auch viel mehr als das, was man das neue Erwachen des Idealismus genannt hat nach langen Zeiten materialistischer Dürre. Mit solchen Worten, wie wir sie auch am letzten Sonntag mit Freude hier gehört haben4, ist dieser Vorgang wohl von außen richtig beschrieben. Von innen gesehen ist er noch unendlich viel mehr als das: Es handelt sich um ein neues Leben, eine neue Welt, die sich da mächtig ankündigt. Die Menschheit kann sich selber nicht mehr ertragen, so wie sie war bis dahin, und will nun sich selber wieder finden in höherer, besserer Gestalt. Wir müssen alle verwandelt werden, verwandelt in das Bild des Menschensohnes [vgl.
So war’s in jener wunderbaren Zeit, als Jesus von
Vielleicht erleben wir jetzt wieder eine solche wunderbare Zeit, wo eine Bewegung zum Leben hin in der Menschheit ansetzen will. Ich sage «vielleicht», weil ja nicht Alle davon wissen und [wissen] wollen, weil man von solchen Zeiten nicht sagen kann wie vom Wetter: jetzt ist |44 schönes, jetzt ist schlechtes Wetter. Solche Zeiten sind da für die, die sich bewegen wollen. Wer Ohren hat, zu hören, der hört [vgl.
In dem entsetzlichen Unglück, das nun über die Völker gekommen ist, in den heldenmütigen Anstrengungen, die sie jetzt machen, in der furchtbaren Not einer vom Geiste Christi noch unendlich weit entfernten Welt ist Gott nun zu uns gekommen. Und wir verstehen ihn, wie er sich uns wieder einmal zu erkennen gibt, wir sehen die Ziele und spüren die Kräfte, die er uns geben will, wir beugen uns unter seine gewaltige Hand [vgl.
Aber das ist sicher, daß Unzählige schon jetzt innerlich fest überzeugt sind: es wird nicht so weitergehen wie bis dahin, wir müssen unsere ganze Stellung zum Leben, zum Einkommen, zur öffentlichen Ordnung, zu unseren Mitmenschen einer gründlichen Revision unterwerfen, und dazu müssen wir Menschen mit anderen Seelen werden; eine neue Stufe in der Entwicklung der Menschheit kündigt sich an, noch wissen wir nicht, welches der Schritt sein wird und wie groß, den wir werden tun müssen. Aber sicher ist’s, daß es nun heißt, wach und bereit zu sein, einen Schritt zu tun. Sicher ist, daß Gottes gewaltiger Lebenswille nicht umsonst eine solche außerordentliche Zeit hat hereinbrechen lassen, nicht bloß als eine unangenehme Unterbrechung unseres Zustandes, nach dem Alles wieder zum Alten zurückkehren könnte, sondern weil er nun etwas wirken und schaffen will nach seiner alten Schöpferweise, weil er nun seiner Herrschaft irgend einen neuen Sieg |45 verleihen will. Das ist das Geheimnis des Völkerkrieges, so wenig wir sonst über seinen Ausgang und seine Ergebnisse jetzt wissen können. Es ist ein lebendiges und unvergleichlich reiches und kraftvolles Gotteswort, und es gibt kein Gotteswort, das uns nicht weiterführen und -treiben würde der göttlichen Herrlichkeit und Seligkeit entgegen, kein Gotteswort, das nicht eine Tat seiner väterlichen Güte wäre. Wie nahe muß uns sein Reich gekommen sein, wo er so mächtig mit uns redet!
Aber nun kamen und nun kommen die Pharisäer und stellen die Frage: wann kommt das Reich Gottes? Sie haben auch etwas wahrgenommen von der Bewegung, die in der Menschheit entstanden ist. Sie haben mit Erstaunen etwas gehört von der Botschaft, daß nun ein Wendepunkt da sei, daß es nun gelte, bereit zu sein, um Gottes gewaltige Taten nicht zu verpassen. Sie haben davon gelesen, daß es Menschen gebe, die nun etwas Besonderes erwarten, und es hat sie sehr interessiert. Ja, ja, haben sie gedacht, es sind ja jetzt in der Tat merkwürdige Zeiten, und es kann einen nicht wundernehmen, daß Viele da auf außerordentliche Gedanken und Vermutungen kommen. Das ist noch immer so gewesen, wenn außerordentliche Dinge vorkamen. Nun, wir wollen einmal sehen, was daraus wird. Viel wird freilich kaum geschehen. Sehr schön wäre es ja, aber wir haben genug Erfahrung, um zu wissen, daß es in der Geschichte der Menschheit immer sehr langsam vorangegangen ist und daß die Menschen im Großen Ganzen immer die gleichen bleiben und die Welt die alte. Solche Umwandlungen sind seit Menschengedenken nicht vorgekommen. Es wird auch diesmal nicht anders sein: Nun träumen und schwärmen und hoffen sie eine Weile, nun wird wieder viel geredet und [werden] ein paar Anstrengungen gemacht, nun wird vielleicht da oder dort ein winziges Fortschrittlein gemacht, und sonst bleibt Alles, wie es war, und die aufgeregten Hoffnungen verlaufen sich wieder im Sande, und was ist dann gewonnen? Da müßte ja ein Wunder geschehen, wenn sich jetzt etwas Besonderes ereignen sollte, und was hat’s für einen Wert, auf Wunder zu warten? An Gott glauben wollen wir ja gewiß auch, aber wir wollen ihm doch nicht zuviel zutrauen, das wäre Phantasterei. Unsere Pflicht tun wollen wir auch in Zukunft wie bisher, aber daß wir uns jetzt von unsicheren Aussichten und Erwartungen erfassen und begeistern lassen sollten, nun, das gehört nicht zur Pflicht und ist ganz unnütz. Und auch für Alles, was recht und gut ist, wollen wir gerne eintreten, aber bitte für keine über|46stiegenen Dinge, sondern alles schön im Rahmen der bestehenden Ordnungen und Gewohnheiten. So dachten und so redeten die Pharisäer.
Meine Freunde, die Pharisäer waren praktische, vernünftige und fromme Leute und sind es auch heute. Sie haben zehnmal recht, und man kann ihrem Urteil gar nichts vorwerfen. Natürlich ist in der Geschichte der Menschen noch immer ungeheuer viel Wasser in jeden Wein geschüttet worden. Natürlich hat es so und so oft große Aufregungen und Hoffnungen gegeben, und was nachher dabei herauskam, war sozusagen nichts. Natürlich ist’s unter solchen Umständen gescheiter, sich durch nichts Neues aus dem Häuslein bringen zu lassen, sondern Schrittlein für Schrittlein vorsichtig seine gewohnten Wege weiterzupfaden6. Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen? Nun ja, wenn es denn wirklich gekommen ist, dann wollen wir auch dabei sein! Und darum fragten die Pharisäer Jesus: wann kommt denn das Reich Gottes, von dessen Nähe du uns jetzt immer redest?
Es war so ein bißchen freundlicher, herablassender Spott in der Frage: Meinst du wirklich, daß jetzt nächstens der Himmel auf die [Erde] kommen, Freude und Seligkeit in den Herzen und Gerechtigkeit und Friede im Leben der Menschen sein werde? Meinst du das wirklich? Nicht wahr, du sagst uns, wann und wie das geschehen wird, daß wir uns auch darauf freuen können, das mit anzusehen. Und so sagen und fragen sie auch jetzt wieder: Das Reich Gottes in der Nähe? Aber wie und wann wird’s da sein? Sollen etwa plötzlich mitten im Krieg die Deutschen und die Engländer ihre Gewehre wegwerfen und ihre Torpedoboote in die Luft sprengen und einander um den Hals fallen als Brüder? Oder kommt das nach dem Krieg? Wenn einmal der Friede wieder da ist? Erwartest du etwa, daß die gleichen Diplomaten, die das Feuer angezettelt haben vor einem halben Jahr, abermals in einem halben Jahr wie die Lämmer sich zusammenfinden und die Vereinigten Staaten von
Jesus hat darauf geantwortet: Das Reich Gottes kommt nicht so, daß man ihm zuschauen kann. Man wird auch nicht sagen: siehe hier! oder: da ist es! Das war eine Antwort und keine Antwort. Es war eine Antwort, indem er ihnen auf ihre Frage den Bescheid nicht schuldig blieb; und es war keine Antwort, indem er sie doch mit ihrem Wann? und Wie? völlig und absichtlich stehen ließ. Sie hatten so klug und überlegen gefragt, ob sie nicht bald etwas zu sehen bekommen könnten von dem, was er ankündigte — er aber sagte: es kommt, aber ihr werdet nie etwas davon sehen! Ja, was war denn falsch an ihren gescheiten und vernünftigen Fragen? Eins und Alles: daß sie zuschauen wollten dem Kommen des Gottesreiches, wie man mit gekreuzten Armen einem Schauspiel zusieht. Daß sie die mächtige Bewegung zum Himmelreich beobachten und verfolgen wollten als etwas recht Interessantes, ohne sich doch selber davon erfassen und packen zu lassen. Daß sie sich kühlen Herzens ein Urteil bilden wollten: wie wird’s herauskommen mit dieser Sache? was wird das Ende sein?, ohne sich selber entschlossen und fröhlich mit an den Anfang zu stellen. Daß sie zum Voraus den Erfolg dieser mächtigen Bewegung betupfen und betasten wollten und doch zugleich schon im Voraus dachten: er wird ja, er kann ja nicht groß sein. So kann man zusehen und urteilen und kritisieren, wenn es sich um eine körperliche Leistung handelt oder um ein Geschäft oder um eine politische Unternehmung. Da kann man so erfahren und gescheit danebenstehen und sich eine Meinung bilden und nachher triumphieren: seht da, es konnte nicht anders kommen; ich hab’s ja gleich gesagt.
48 Mit dem Kommen des Gottesreichs ist es eine andere Sache: es kommt nicht so, daß man ihm zuschauen kann. Wer da zuschauen will, der sieht gar nichts. Wer da gemächlich und vornehm fragen will: wo wollt ihr denn hin? wie wollt ihr’s denn nun anders und besser machen?, der bekommt keine Antwort. Die Pharisäer konnten ja lange zuschauen bei dem, was Jesus tat und erreichte: wie die Blinden sehend wurden und die Lahmen gingen, wie die Toten aufstanden und den Armen das Evangelium gepredigt wurde [vgl.
Und so ist’s heute wieder: man kann jetzt dem Völkerkrieg zuschauen und gar nichts merken vom Kommen des Gottesreiches. Da liest der Pharisäer von heute, wie der Mammonsdienst und die falsche Vaterlandsliebe und eine Politik des Ehrgeizes und der Gewalt die Völker ins unermeßlichste Unglück gestürzt hat, und merkt nichts. Er liest, wie das sogenannte Christentum all dieser Völker kein Wall gewesen ist gegen dieses Unglück, sondern sein Bestes verraten hat an die Götzen, die jetzt gelten. Er liest die ergreifenden Zeugnisse, die jetzt mehr und mehr aus den Reihen der kriegführenden Armeen selbst kommen und aus denen wie ein Schrei die Stimme der Menschlichkeit sich vernehmen läßt: es ist scheußlich, was wir jetzt tun müssen, und einmal, nachher dann, muß es anders werden! Wie das Kämpfen an manchen Orten den feindlichen Soldaten verleidet war, wie sie freundlich miteinander zu verkehren begannen mitten im Krieg, bis es ihnen von beiden Seiten von oben herab verboten wurde, weil nun einmal der Haß und die Vernichtung jetzt gelten sollen und nicht die Liebe.
Das alles kann der Pharisäer lesen und hören, sage ich, und nichts merken. Er verwundert sich, er macht seine Bemerkungen darüber, |49 aber daß Gott selber sich seinen Menschen wieder einmal ankündigt in solchen Zeichen, das sieht er nicht. Es sind ihm gewöhnliche Tatsachen, Zeitungstatsachen, nichts Anderes. Und so wird er es machen, was da auch kommen wird. Es könnten die größten Dinge geschehen, er wird sie immer nur von ihrer menschlichen, natürlichen Seite aus ansehen. Er wird den Kopf schütteln darüber, daß das Zeichen des Gottesreiches sein sollten, er wird immer wieder fragen: ja, wann kommt es denn?, das Große, das ihr meint, und an was soll ich es merken, daß es wirklich kommt? Der arme Pharisäer ist hungrig und durstig mitten im Überfluß und wird es immer bleiben, wenn er ein Pharisäer bleibt. Er wird sich die Augen ausschauen nach Zeichen des Glaubens und der Hoffnung, er wird klagen: ich wollte ja auch glauben und hoffen, wenn ihr mir nur irgend einen sichtbaren Erfolg zeigen wolltet, und dann wird er handkehrum spötteln über die, die glauben und hoffen mögen, ohne zu schauen, wie er meint. Der arme Pharisäer, er hat keinen Ausweg und ist verloren, ist verdammt, das Reich Gottes nie zu sehen, denn wer nur zuschauen will, wird es nie sehen. Und seine Anzeichen liegen nicht so auf der Gasse, daß jeder einfach darauf tupfen und sagen könnte: ja, das ist’s, ich hab’s! Kritisieren und spötteln kann er, soweit geht seine Fähigkeit, aber sehen kann er nicht. O, der Arme!
Das Reich Gottes kommt aber nicht so, daß man zuschauen kann. Man wird auch nicht sagen: siehe hier! oder: da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch! Das war keine Antwort auf die Frage: wann kommt es? Für diese Frage: wann? hat Jesus nie Zeit und Interesse gehabt. Er wußte, daß das Reich Gottes den Menschen nahekommen, aber sich auch wieder von ihnen entfernen kann, wenn sie sich seiner als unwürdig erweisen. Die endgiltige Vollendung hat er immer Gott anheimgestellt, und das müssen wir auch tun bei aller Sicherheit und Dankbarkeit, mit der wir es wissen dürfen, daß es uns gerade jetzt besonders nahe ist. Auch die Frage: wie kommt es? hat Jesus keine Sorgen gemacht. Er wußte nur das Eine: es kommt durch die Wirksamkeit Gottes, wenn die Menschen dazu reif und bereit sind. Wir können auch heute nichts Anderes sagen: Wie die Herrschaft Gottes sich vollziehen wird in der nächsten Zukunft, darüber können wir uns wohl unsere Gedanken machen, aber es ist uns doch durchaus dunkel, es kann so gehen, aber auch anders. Wir können und dürfen uns jetzt nicht in Weissagungen ergehen. Das wäre freilich unnütz und phantastisch. Und |50 darum können wir allen Zweiflern und Nörglern und Kritikern unseres Glaubens und unserer Hoffnung nichts antworten, so wie Jesus ihnen auch nichts geantwortet hat. Wir können ihnen nur sagen: ihr seht nicht, was wir sehen, und auf diese Weise, wie ihr es jetzt macht, werdet ihr es nie sehen.
Aber siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch! Ja, das, was kommen will und dem ihr so wenig traut, das ist auch schon da, da in euch selber, ihr müßtet ja keine Menschen sein. Gottes Herrschaft ist kein blaues, fremdes Wunder, wie ihr meint, ihr dürft auch nicht auf ein seltsam ungeheures Ereignis passen, das hereinbrechen müßte wie ein Blitz vom heiteren Himmel. Wenn ihr sie sehen wollt kommen in ihrer Kraft und Herrlichkeit, so müßt ihr sie zuerst da sehen, wo sie schlicht und unsichtbar verborgen wirksam ist. Könnt ihr denn Gott leugnen und seine Liebe, uns zu helfen, und seine Kraft, es hinauszuführen? Nicht wahr, ihr könnt nicht und ihr wollt auch nicht. Es ist keine Seele unter euch, in der nicht in einem stillen, verborgenen Winkelchen die Herrschaft Gottes schon aufgerichtet wäre.
Sieh, hier ist die Quelle des Lebens [vgl.
Also wollen wir jetzt aus Zuschauern zu lebendigen Teilnehmern am kommenden Reich Gottes werden. Denn siehe, es ist inwendig in uns. Alles, was es uns bringen kann: den Völkerfrieden und die Völkerbefreiung, die Wahrheit und die Gerechtigkeit, die Freude und die Seligkeit. Wir können gar nicht anders: wir müssen daran glauben und uns dafür einsetzen. Unsere Seele flieht doch immer wieder zu diesem Reiche, auch wenn wir sie lange gefangen halten wollen mit unserer kalten, ungläubigen Art. Es ist eben die erste und die letzte Wahrheit unseres Lebens, daß Gott uns nicht ein Ferner und Fremder ist, sondern unser Vater und unsere Heimat.
- Nr. 241: «Ich will dich lieben, meine Stärke» von
J. Scheffler (Angelus Silesius) , Strophen 1-3 und (nach der Predigt) Strophen 5, 7 und 8 (= Im GERS [1952] 318 und im EG 400 fehlt jeweils Strophe 7.)