8. Juni 1919

Epheser 3,14-21

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Pfingsten
Epheser 3,14-21

Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater, von welchem Alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, den Namen hat:

er möge es euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit geben, durch seinen Geist am inwendigen Menschen stark zu werden an Kraft, Christum wohnen zu lassen durch den Glauben in euren Herzen, in der Liebe gewurzelt und gegründet zu werden,

ihr möchtet fähig werden, zu begreifen mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge, die Höhe und die Tiefe, und zu erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft,

ihr möchtet erfüllt werden zu der ganzen Gottesfülle!

Dem aber, der überschwenglich viel mehr tun kann, als wir bitten oder verstehen, nach seiner Kraft, die in uns tätig ist, - ihm sei Ehre in der Gemeinde und in Christo Jesu für alle Zeiten von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

1. Wir können Gott nicht verleugnen. Wir können ein Netz von tausend Spinnfäden an Zweifeln und Fragen aufziehen, wir können ganze Schutthaufen von Sorgen und Klagen und Ängsten aufhäufen, wir können einen tiefen Graben von Gedankenlosigkeit und schlechtem Willen entstehen lassen zwischen ihm und uns, wir tragen doch seinen Namen wie Kinder den Namen ihres Vaters, das Tiefste und Höchste in uns ist doch das Göttliche. Nicht das Eigene, das Persönliche, in dem wir gefangen sind, nicht das Irdische, Oberflächliche, an das wir uns unbesonnen immer wieder verlieren, nicht das Teuflische, dem wir uns in unserem Wahnsinn so oft hingeben, ohne es zu merken. Wir denken und tun das Ungöttliche, weil wir uns selbst noch nicht verstehen. Aber irgendwo, vielleicht in einer Ecke unseres Herzens, haben wir wie die Athener den Altar des unbekannten Gottes [vgl. Act. 17,23], den wir respektieren, obwohl er uns unbekannt ist. Wer uns den wirklichen Gott zeigen könnte, der würde uns offenbar machen, was wir |216 selbst eigentlich meinen und suchen. Und wer uns lehren würde, uns selbst recht zu verstehen, der würde uns vor den wirklichen Gott stellen. Es ist ein großer Irrtum über uns, der hindert uns, uns selbst und Gott zu verstehen. Aus diesem Irrtum kommt es, daß das Göttliche in unserem Leben so verborgen, so begraben ist und daß uns Gott so fern und fremd vorkommt. Aber das ist eben nur der Irrtum, nicht die Wahrheit unseres Lebens. Wir selbst meinen und suchen das Göttliche, uns selbst ist Gott immer nahe. Unsere Sünde und unser Unglaube beweisen nichts dagegen. Das Licht ist stärker als die Finsternis. Wir stehen in einem ursprünglichen und unzerreißbaren Verhältnis zu Gott. Nicht nur wir. Gott hat im Himmel und auf Erden noch andere Kinder. Wenn wir offene Augen hätten, wir würden auch in der leblosen und belebten Natur, in den uralten, natürlichen Lebensordnungen, unter denen wir stehen, z. B. der Familie, der Arbeit, der Volksgemeinschaft, den göttlichen Ursprung wiedererkennen, den Sinn und Namen, den er allen Dingen gegeben, dieses natürliche und kindschaftliche Verhältnis zwischen ihm und Allem, was lebt und webt, wir würden weit darüber hinaus wenigstens etwas ahnen von dem einen großen Zusammenhang, der durch Alles hindurchgeht. Wenn wir es vielleicht stark verlernt haben, so hindurchzuschauen durch die Schöpfung zum Schöpfer, wenn wir den Zusammenhang der Welt aus den Augen verloren haben und nur noch ein wüstes Trümmerfeld sehen, wenn uns überall in der Welt nur das Materielle, das Äußere, das Gottlose, das Zerstörte vor Augen tritt, wenn es uns angst und bang wird vor diesem seltsamen Getriebe zwischen Himmel und Erde, wenn uns die Lust anwandelt, in grimmiger Enttäuschung Gott zu leugnen - wohl, es mag so sein. Aber es ist doch das alles wieder nur der Irrtum, der uns die Wahrheit verdeckt, nicht die Wahrheit selbst. Wir selbst sind unbeteiligt, auch wenn wir Gott verleugnen. Wir selbst können Gott nicht verleugnen.

2. Seht, das ist Pfingsten. Das ist der heilige Geist, den Jesus den Seinigen gibt, wenn die Wahrheit, die Lebenswahrheit, die Weltwahrheit zum Vorschein kommt, wenn es sich zeigt, daß der Irrtum eben nur Irrtum ist, wenn die Menschen selbst es begreifen und einsehen, daß sie Gott nicht verleugnen können. Der heilige Geist ist etwas ganz Neues für uns und doch eigentlich gar nichts Neues, sondern das Allerälteste: |217 unser ursprüngliches Verhältnis zu Gott. Etwas ganz Überraschendes und doch eigentlich nur das, worauf wir alle warten. Etwas ganz Hohes, Überlegenes und doch eigentlich das Allernaheliegendste, was jedem Kind, jedem Knecht, jeder Magd zugänglich und bestimmt ist: eine verborgene Quelle, die aufbricht, eine verschlossene Tür, die aufgeht, eine lang entbehrte Heimat, die plötzlich nahe und offen vor uns liegt. Jesus selbst ist nichts Anderes. Er ist nicht mehr und nicht weniger als die Wahrheit, der Sieg der Wahrheit. Pfingsten war nur die Fortsetzung von Jesus: es waren Menschen da, denen er geben konnte, was ihm selbst gegeben war, die älteste Gemeinde der Christen. In diesen Menschen kam es zum Durchbruch, was in ihm immer offenbar gewesen war, das Große und doch so Einfache, das Neue und doch so Selbstverständliche: die Macht Gottes, die größer ist als die Mächte des Irrtums. So haben sie selbst Pfingsten und den heiligen Geist aufgefaßt: Die Herrlichkeit Gottes, die gestört und zerstört war auf der Erde, leuchtet nun wieder. Der Alpdruck von Verständnislosigkeit und Gottesfremde, der auf dem Leben der Menschen lag, ist weggenommen. Die verschlossenen Augen, die vorher nur Tod und Finsternis sahen in der Welt, blicken nun mutig und hoffnungsvoll. Frei dürfen die Menschen aufatmen, weil Gott wieder Gott ist: ihm sei Ehre in der Gemeinde und in Christo Jesu von Ewigkeit zu Ewigkeit! Daß diese Veränderung keine sektenhafte Einbildung war, sondern ein ganz allgemein einleuchtendes Ereignis, das zeigte sich an dem Verständnis, das in weitestem Kreise sofort dafür bekundet wurde. Und daß in diesem Ereignis keine Selbsttäuschung war, das zeigte sich darin, daß etwas anders bei ihnen wurde gerade im heikelsten Punkt des ganzen Lebens, nämlich im Geldpunkt: ob sie gerade geteilt haben, ist sehr fraglich, aber jedenfalls war der Mammon nicht mehr der respektierte Mittelpunkt ihres Lebens, sie lebten nicht mehr für das Geld, sondern für das Leben, sie konnten geben, ohne zu rechnen. Und daß nicht nur die Menschen anders geworden, sondern die ganze finstere Irrtumswolke, die über der Welt liegt, ins Weichen gekommen war, das zeigte sich an der heilenden Macht, die diesen Menschen auch im Natürlichen, Körperlichen, gegenüber den Krankheiten gegeben war. Es wurde in jeder Beziehung Ernst: Gott kam wieder zu Ehren auf der Erde.

218 3. Der heilige Geist ist die Kraft Gottes, die in den Menschen tätig wird, heißt es mehrfach in unserem Text. Kraft ist das, was bewegt. Wir können vom Irrtum bewegt sein und sind es tausendfach. Das Geld hat Kraft, die Leidenschaft hat Kraft, der Neid hat Kraft, sogar die Dummheit und Faulheit haben ihre Kraft. Wir wollen das Ungöttliche nur anschauen, wo es sich regt und bewegt und uns treibt und führt. Wir können an ihm lernen, was Kraft ist. Wir können aber auch von der Wahrheit bewegt werden, und dann ist auch die Wahrheit eine Kraft in uns. Sie kann uns erschrecken oder erfreuen, sie kann uns zu Taten antreiben oder in die Stille führen, sie kann über uns kommen wie ein stürmisches Gewitter, oder sie kann uns nur leise anwehen. Es kommt darauf nicht viel an. Wenn wir nur einmal bewegt werden und aus der Ruhe herauskommen, wenn wir nur erwachen, nur erschüttert und ergriffen und nicht mehr losgelassen werden von dem Verborgenen, das nicht Irrtum ist, sondern Wahrheit. Dann tritt Gott auf den Plan und spricht: Ich bin! Dann tritt seine Kraft in Kampf und Konkurrenz mit den anderen Kräften. Dann wird unser Leben irgendwie eine Fortsetzung dessen, was Jesus auf der Erde begonnen. Worte, Gedanken, Ideen, Gewohnheiten, so schön und groß sie sein mögen, machen keine Geistesmenschen. Das Bewegtwerden macht sie. Der heilige Geist ist die Gegenwart Jesu. Wir sagten es eben: «daß Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen», wünscht Paulus seinen Lesern. In Jesus war einst die Fülle der göttlichen Kraft und Energie, die die Wahrheit über den Irrtum triumphieren ließ. Aber sie war nicht nur, sie ist. Er ist kein Vergangener, sondern ein Gegenwärtiger. Die Bewegung, die von ihm ausgegangen ist, geht weiter. Es ist in der Welt ein fortlaufendes Offenbarwerden der verborgenen Wahrheit. Sie sucht offene, aufmerksame Herzen. Wo sie sie findet, da kehrt sie ein, da wird sie heimisch, da entzündet sich an dem großen Feuer ein neues, selbständiges Wahrheitslicht. Menschen, die empfänglich und aufrichtig genug sind, daß diese jetzt noch verborgene Jesusbewegung in ihr Leben eintreten kann, die werden dann sozusagen Träger seiner großen Sache. Das bedeutet eine große Ehre und Verantwortung. Durch sie redet und zeugt Jesus selbst weiter. Er erwählt sich dazu mit Vorliebe scheinbar widersinnige, weit abseits stehende Leute, die aber einen ausgesprochenen Sinn für das Wahre und Wirkliche haben. Er hat sie oft schon erwählt, lange bevor sie |219 selbst es merken und wissen. Wer nur aufrichtig ist, darf sicher darauf rechnen, einmal ein solcher Träger der Sache Jesu zu werden. Er ist es vielleicht schon und kann es immer mehr werden, wenn er sich sauber [?] erhält und ohne Nebengedanken seinen Weg geht. Wir dürfen nur nicht erwarten, von dieser Gegenwart Jesu immer ein Gefühl zu haben. Man hat viel zu viel darauf gedrungen, daß man es fühlen müsse, und hat so der Unaufrichtigkeit und damit doch wieder dem Irrtum geholfen. Jesus macht es gerne ohne unsere Gefühle. Er braucht nur den Glauben. Der Glaube ist aber ein sehr schlichtes, gefühlloses Jawort. Man glaubt mit dem Herzen und nicht mit den Nerven. |

Der heilige Geist ist ein Eingewurzelt- und Gegründetwerden in der Liebe. Paulus braucht nicht umsonst so starke, merkwürdige Worte. Liebe ist ja in der Tat das, was wir alle am meisten entbehren und am meisten suchen. Wir ahnen, daß Liebe das heimliche Band ist, das die Welt zusammenhält, und haben vor Augen, wie es geht, wenn dieses Band nicht hält. Gott ist die Liebe, wenn wir in der Liebe leben würden, bräuchten wir nach Gott nicht zu fragen; denn die Liebe ist Gott [vgl. 1.Joh. 4,8.16]. Aber gerade darum ist Liebe etwas Tiefes und Besonderes. Wir nennen gar Manches Liebe, was mit dem wirklichen Leben in der Liebe nur die entfernteste Ähnlichkeit hat. Liebe ist etwas sehr Radikales, Weitgehendes, von dem oft die größten scheinbaren Geistesmenschen keine Ahnung haben. Ohne Liebe gibt es aber keine wirklichen Geistesmenschen. Lieben heißt sich nicht mehr abgrenzen, abheben, absondern wollen von den Anderen, weder allein noch in Gruppen. Liebe heißt sich durchaus dagegen wehren, daß das Göttliche zu einer Privatsache oder Parteisache, zu einer Kirchensache oder Vereinssache werde. Liebe heißt aufhören mit dem Unterschiedmachen: «Ich» oder «wir» und «der Andere», unsere Sache [?], unsere Gerechtigkeit, unsere Art, unsere Bestrebungen, unser Geist! Zum Wort «Geist» paßt kein solches Fürwort. Das alles ist Finsternis und nicht Licht. Es mag uns manchmal unvermeidlich sein, uns so zu halten, aber wir müssen dann darüber trauern, daß wir offenbar den Geist noch nicht oder nicht mehr haben. Wo der Geist ist, ist eine große Offenheit. Der Geist zersprengt alle Absonderungen und Zusammenrottungen. Der Geist verleidet es uns, einsam oder gemeinsam abseits zu gehen. Wenn er es uns noch nicht verleidet hat, |220 wollen wir es als Zeichen nehmen, daß wir noch keine Geistesmenschen sind, und wenn wir allen Glauben und alle Liebe hätten, Liebe heißt an die Menschen glauben, so gut wir an Gott glauben, daran glauben, daß sie auch die Wahrheit entbehren und suchen wie wir selber, daß sie auch Gott nicht verleugnen können. Liebe heißt einander aufnehmen, mitnehmen, tragen, bedenken, aufeinander warten. Liebe heißt mit den Anderen zuerst gemeinsame Sache haben. Man kann dann immer noch streiten, schelten, kämpfen miteinander, das ist oft auch nötig in der Liebe, aber zuerst die gemeinsame Sache, zuerst die tiefe Einsicht: wir verstehen uns ja, wir meinen ja im Grunde das Gleiche, wir trauen es ja einander zu, daß wir’s aufrichtig meinen. Liebe heißt einander halten und einander doch ganz frei geben. Es braucht tiefe Wurzeln und einen festen Grund, um so zueinander zu stehen. Wo man so zueinander steht, da ist der heilige Geist. - Die bewegende Kraft Gottes macht uns zu Trägern der Sache Jesu, Jesu Sache kann nicht anders getragen werden als in der Liebe. So greift Alles ineinander. Eins kann nicht sein ohne das Andere, der heilige Geist ist etwas Ganzes, wie Gott selber ganz und völlig ist.

4. Der heilige Geist ist mehr, ist etwas Anderes als Religion, Christentum und Kirchenwesen, und wenn es damit tausendmal besser stünde als bei uns. Es handelt sich nicht um das uns gewohnte und zugängliche christliche Wesen, sondern um das Begreifen des Unbegreiflichen, um das Glauben des Unglaublichen, um die Erkenntnis der Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übersteigt. Es handelt sich um Gott selbst. Paulus hat die Epheser gelobt wegen ihres Glaubens und ihrer Liebe, und er hat ihnen doch vom Geist geredet als von etwas ganz Anderem, das sie ganz neu begreifen müßten [1,15-18]. Alles christliche Wesen, auch das schönste, kommt von der Erde, der heilige Geist kommt mit Brausen vom Himmel [Act. 2,2]. Beim christlichen Wesen handelt es sich um eine besondere Seite und Angelegenheit des Lebens, beim heiligen Geist handelt es sich um das Leben selbst. Das christliche Wesen wird immer die Sache Einzelner sein, der heilige Geist ist die Menschheits- und Weltsache. Das christliche Wesen findet sich in der Welt, freut sich, wenn es von der Welt anerkannt wird, und dankt ihr damit, daß es auch die Welt gehen läßt, wie sie will, der heilige Geist greift die Welt an, legt ihr Fragen vor, gibt |221 ihr zu denken, übt einen stillen, aber starken Einfluß aus auf sie. Christliches Wesen ist immer ein Werk der Menschen, der heilige Geist ist die Hand Gottes selbst. Christliches Wesen beseitigt den großen Irrtum, den Lebens- und Weltirrtum nicht, der heilige Geist hebt ihn auf, er ist die Wahrheit selber, das Licht, das die Finsternis verschärft. Christliches Wesen führt uns auf die höchste Höhe der Menschheit, der heilige Geist eröffnet uns den Ausblick auf die ganze Fülle Gottes. Wir wollen dankbar und treu umgehen mit dem, was wir an wirklich christlichem Wesen haben, aber es gibt etwas, das geht über unser Bitten und Verstehen, und das ist’s, was uns eigentlich hält und trägt und bewegt und von dem wir mehr erwarten, Alles erwarten können für die Zukunft, das, was aus der Höhe kommt und kommen will, wenn Menschen da sind, die nach diesem Großen verlangen und ihre Knie beugen wollen vor dem Vater, damit es komme.

5. Wir verlangen ja eigentlich alle nach diesem Großen. Vielleicht stehen wir dem christlichen Wesen etwas mißtrauisch und ablehnend gegenüber und haben das Gefühl: das genügt nicht! Vielleicht stehen wir eifrig und ernst mitten drin und haben doch im Stillen auch manchmal das Gefühl: das genügt eigentlich nicht! In diesem Gefühl könnten wir uns eigentlich alle finden. Wo ist die Kraft Gottes? Wo ist die Gegenwart Jesu? Wo ist die weite, die freie, die tragende Liebe? Wenn wir gemeinsam so fragen, können wir auch gemeinsam die Antwort hören, die uns Pfingsten gibt, daß der heilige Geist das alles ist und bringt und schafft. Damit er aus uns und unserer verworrenen [?] Zeit sein und bringen und schaffen kann, dazu müssen wir dann allerdings sowohl das Mißtrauen als die Selbstgerechtigkeit ganz aufgeben und tun, was Paulus getan hat: ich beuge meine Knie vor dem Vater! Ich sehe dieser gemeinsamen Not, daß es noch nicht weiter ist mit dem Geist, aufrichtig ins Gesicht. Ich will sie ganz auf mich nehmen und auf keine Ausrede sinnen. Ich will sie bewegen und bewegen in meinem Herzen und alle andere Sorge darüber vergessen. - Ich sehe aber auch geradeaus auf das Hoffnungsziel, daß es mit dem Geist und im Geist weitergehen wird und muß. Ich will ein offener Mensch werden, der dieser Hoffnung würdig ist. Ich will mich freuen an dieser Hoffnung wie über nichts Anderes. Solche Menschen, die auf den Geist vertrauten und sich vor Gott beugten, waren die ersten Christen. Der |222 Tag der Pfingsten war die göttliche Antwort, die ihnen wurde. Solche Antwort wird uns auch werden. Wir werden mehr und Besseres sehen, als wir jetzt sehen, bald und in Vollkommenheit, wenn wir uns entschließen, ihren Weg zu wählen.

Lieder:
  • Nr. 146 «Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein» von A. E. Fröhlich nach Hrabanus Maurus, Strophen 1-4 (RG [1998] 499,1-4; vgl. EG 126) 🎵
  • Nr. 6 «Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren» von J. Neander, Strophen 1.4.5 (RG [1998] 242,1.4.5; EG 317,1.4.5 mit teilweise abweichendem Text) 🎵

Sachfußnoten

1
Am Sonntag, den 1. Juni 1919 predigte in Safenwil ein Missionar, während Barth mit einigen Gemeindegliedern nach Madiswil fuhr und dort am Gottesdienst mit Predigt seines Bruders Peter teilnahm.↩