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Heidegger, Martin (1889-1976)

Heidegger, Martin (1889-1976): Deutscher Philosoph, Mitbegründer der deutschen Existnazialphilosophie; 1923 Prof. in Marburg, 1928 in Freiburg, wo er sich als neuer Rektor 1933 in den Dienst der Neuorganisation der Universität nach dem «Führerprinzip» stellte; 1946 vorzeitig emeritiert und Entzug der Lehrerlaubnis, 1949 rehabilitiert. In der gemeinsamen Marburger Zeit entstand eine enge Arbeitsgemeinschaft mit Rudolf Bultmann, der Barth von Beginn an skeptisch gegenüberstand.

Fundstellen im Text 21

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 4. Juli 1924

    … , 4.VII.1924 Lieber Herr Barth ! Herzlichen Dank für Ihr durch Fräulein Haas 1 überbrachtes Buch! 2 Heute nur die Mitteilung, daß Heideggers 3 Vortrag ‹Geschichte und | 36 Zeit› 4 am Freitag dem 25. abends stattfinden soll. Ich hoffe, daß Sie kommen können, und setzte voraus, daß Sie dann …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 15. Juli 1924

    … bin. Und endlich bin ich als schwerfälliger Schweizer doch nicht so rasch von Begriffen, daß ich hurtig genug einsehen würde, was Heidegger , den ich noch gar nicht kenne, will, um mich nützlich an der Debatte beteiligen zu können. Wollen wir nicht einmal eine kleine Marburg - Göttingen …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 18. Juli 1924

    … ht einmal der einzige bin, der der Meinung ist, daß Ihr Kommen nur zu einem fruchtbaren Austausch führen kann. Übrigens würde auch Heidegger großen Wert auf Ihr Kommen legen. — Ihr 3. Grund, daß Sie H. noch nicht kennen, begründet im Gegenteil die Notwendigkeit, daß Sie kommen. Es ist dan …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 28. Juli 1924

    … on der 2 ten Hälfte September an bin ich wieder hier. Herzlichst! Ihr Karl Barth 1 Siehe Anh. 4 . ↩ 2 25.7.1924 , zu einem Vortrag Heideggers in Marburg ; s. Nr. 20 - 22 . ↩

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 24. Januar 1925

    … heit vorzutragen, sondern εἰς λόγον δόσεως καὶ λήμψεως 3 . Zu | 40 diesem Zweck werden mit mir auch einige Marburger Studenten und Heidegger kommen, und uns allen liegt an der Aussprache. — Nun wollen Sie für Ihr Korreferat möglichst bald meinen Vortrag! Ich weiß nicht, ob ich diesen Wuns …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 26. Januar 1925

    … et bei den Theologen, und zwar über «religiösen Sozialismus» 6 usf., auch das für mich eine brenzliche Sache. | 43 Schade, daß ich Heidegger nicht auch zu uns einladen kann. Aber ich habe z. Z. nur dies eine Bett für berühmte Männer. Ich sehe Ihnen Allen eigentlich mit richtiger Angst ent …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 3. Februar 1925

    … hl nur der Kundige merken; denn Ihren Namen werde ich nicht nennen. Ich hoffe durchaus, daß wir eine Front bilden werden. Und wenn Heidegger wirklich mitfährt, wie ich hoffe, so kann Hirsch etwas erleben. Dies müssen Sie aber streng vertraulich behandeln. Es wäre überhaupt gut, wenn in Gö …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 19. Juli 1925

    … Endlich ein Gegner, mit dem die Diskussion sich lohnt! Wir werden sie von Marburg aus jedenfalls aufnehmen 6 , und ich hoffe, auch Heidegger mobil zu machen, damit die Phänomenologie dabei auf den rechten Ort gestellt wird. Aber Sie dürfen auch nicht schweigen und werden es ja nicht tun. …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 10. Dezember 1925

    … , er wolle an der ersten Januarwoche als Datum des Kurses festhalten. ↩ 2 Gerhard Krüger (30.1.1902–14.2.1972), Schüler und Freund Heideggers und Bultmanns , 1929 Privatdozent für Philosophie in Marburg, 1940 Ordinarius in Münster, 1946 in Tübingen, 1952 in Frankfurt, zuletzt in Heidelberg …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 21. April 1927

    … g würde mir immer fremder werden, wenn ich nicht eine treue Hörerschar hätte und mich der Freundschaft und Arbeitsgemeinschaft mit Heidegger erfreute. 5 Stark empfinde ich auch den Verlust eines Austausches mit Ihnen. Münster liegt zu sehr vom Wege ab. Können Sie nicht auf Ihren Reisen ei …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 27. Mai 1931

    … 18. und 19. Jahrhundert so wenig los geworden sind, daß Sie das alte unverschämte Diktat der modernen Philosophie unter dem neuen Heideggerschen Vorzeichen so wenig erkannt und abgewiesen haben, daß ich mich bei Ihnen schließlich einfach in dasselbe Diensthaus Ägypten 11 zurückversetzt fühle, …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 20. Juni 1931

    … erschiedenen Ansatz dem Ihrigen explicit gegenüberstelle? Ich könnte Ihnen nur wiederholen, daß Sie mit Ihrem bewußten Anschluß an Heidegger (nicht weil es Heidegger , aber weil es ein Philosoph ist, der als solcher der Theologie und in der Theologie nichts zu sagen hat) das getan haben, …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 24. Februar 1934

    … sensbegriffs in der Theologie Luthers » (1929 bei Mohr-Siebeck ). 6 Sie werden eine Aversion dagegen haben, weil diese Schrift die Heideggersche Schulung deutlich zeigt. Ich bitte Sie, diese Aversion jedenfalls nicht zum Grund der Absage werden zu lassen; daß die Heideggersche Schulung nicht …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 10. Juli 1934

    … auch das Besondere, daß Sie es mir nicht leicht gemacht haben, zum vornherein darüber klar zu sein, daß Sie nicht tun würden, was Heidegger nun doch mit Pauken und Trompeten getan hat 2 und ebenso Gogarten , den ich für den von Ihnen geschätzten Normaltheologen halten mußte 3 . Nach mein …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 11. November 1952 – 15. November 1951

    … ilosophie ist er faktisch aufgeschlossen, weil sie ihm ein Verständnis seiner selbst eröffnet. Selbstverständlich braucht es nicht Heidegger zu sein und schließlich überhaupt nicht die Fach-Philosophie. Es kann ebenso die Dichtung sein, in der das Fragen und das Entdecken des existentiale …

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 18. Dezember 1959

    … Ihre Schüler, wie es scheint, samt und sonders wieder nach dem «historischen Jesus» Ausschau halten sieht. 3 Auch was Sie von dem Heidegger -Buch unsres Herrn Ott 4 und dessen sonstigen Wegen denken. Auch ob und inwiefern Sie sich von der über den Atlantik über uns gekommenen neuen Tilli …

  • Autobiographische Bemerkungen von Rudolf Bultmann 28. Januar 1956

    … gen und Philosophen — so wie früher zur Zeit Wilhelm Herrmanns , Hermann Cohens und Paul Natorps . Das war besonders der Fall, als Martin Heidegger in Marburg lehrte: 1923 bis 1928. Ich pflegte bald einen Austausch mit ihm, wie ich es früher mit Nicolai Hartmann getan hatte und wie ich es später …

  • Autobiografische Skizze Rudolf Bultmanns 1969

    … Philologen Paul Friedländer . Eine außerordentliche Bewegung des geistigen Lebens war auch die Folge der Berufung des Philosophen Martin Heidegger als Nachfolger von Natorp . Wie die Geisteswissenschaften, so wurde auch die Theologie in diese Bewegung hineingerissen, umso mehr als Heidegger auc …

  • Menschenwort und Gotteswort in der christlichen Predigt 1924

    … 1562), «I. De sriptura sancta, vero Dei verbo», BSRK 171,10–12. 📖 – Randnotiz Barths bei dieser Anm. in seinem Handexemplar: «cf. Heidegger Heppe 379». Vgl. Hp 379 📖 ( HpB 416 📖 ): «Heidegg. (XXI, 22): Idem verbum est, quod et homo praedicat et Sprititus S. cordi inscribit: una proprie …

  • § 42 Der Schöpfer und seine Offenbarung 1943 – 1944

    … icht zum Ruhm, sondern eher zum baldigen Untergang dieses Unternehmens beigetragen. Und so begreift es sich, dass in unseren Tagen M. Heidegger den Versuch von R. Bultmann , die Theologie zur Abwechslung dessen Existentialphilosophie zugrunde zu legen, 97 nur mit wenig Erbauung begleitet hab …

  • Gespräche bei den «Rencontres Internationales» in Genf 21. Februar 1949

    … riefs war jedenfalls kein Platoniker… Warum sollte ich mich weigern, philosophische Begriffe zu verwenden, sei es von Platon , von Heidegger 73 oder von Immanuel Kant ? Aber so, wie mir die Frage gestellt wurde, musste man, um deutlich zu sein, eben antworten: «Nein, ich bin nicht bereit… …