Register

Neue Helvetische Gesellschaft (1914- )

Neue Helvetische Gesellschaft (1914- ): Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, gegründete überparteiliche schweizerische Vereinigung mit dem Ziel, die innerhelvetischen Differenzen zwischen Deutsch- und Westschweiz zu überwinden, die staatliche Eigenständigkeit und den inneren Frieden zu erhalten und allgemein gegen den Materialismus zu kämpfen; in den 1930er Jahren mit Sympathien für die der Frontenbewegung nahestehende «Neue Front». Zu Beginn gehörte Barths Bruder Peter der Gesellschaft an.

Fundstellen im Text 10

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 5. Februar 1915

    … ns auch darüber dann aussprechen nächsthin. Letzten Montag war ich in Bern und sah Peter , der sehr auf dem rechten Flügel steht ( Helvetische Gesellschaft !). 1 Das paßt ja auch besser, wenn man einen solchen Schwiegervater und Onkel 2 hat!! Was sagst du zum Friedenssonntag und zu den famosen Gebeten? …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 25. Februar 1915

    … Sie klappern ja allerorten. Aus diesen Gedanken heraus möchte ich bei euch reden, verspreche aber, die dem Heiner gewiß wichtige « Helvetische Gesellschaft » nicht mit einzubeziehen, damit wir uns nicht in die Haare geraten. Von Herzen euer Eduard 1 Heinrich Barth (1890–1965), Privatdozent, später Prof. …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 14. Mai 1915

    … e « Glocke » 2 ) verfaßt. Es kommt allerlei darin vor: Rade und die streitenden Zürcher Propheten ziehen über den Hintergrund, die Helvetische Gesellschaft tritt auf, und zum Schluß rauscht der liebe Gott als mächtiger «Wasserfall». Ich freue mich aufs Wieder | 43 sehen am Montag. […] Aber auf den 31. m …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 10. September 1915

    … ppe «Du [ Barth ] und Thurneysen » diesen Schlag nicht miterlebt hat!! Nun dürfen sie also alle wieder etwas «machen»: Peter seine Helvetik , der lange Otto 1 seine kantonal-bernische Politik, die Pieczynska 2 ihre Frauenbestrebungen usf. Heil, Heil! Wir hatten gestern Abend eine interes …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 23. November 1915

    … aber kräftig angepackt und sicher auch Eindruck gemacht. Der Inhalt? ja — die merkwürdige Mischung, die er überhaupt ist. I. Teil: helvetische Gesellschaft : Lobpreis auf Vaterland und Staat. II. Teil: « Neue Wege »: kräftiggesunder Pazifismus und Sozialismus. Das Ganze etwa: in der Art von Peter , nur …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 29. August 1916

    … der große Einwand gegen alles, auch das religiös-soziale, «Bauen». Es fehlt noch an den Grundlagen. Das möchte man allen, auch den neu-helvetischen Baumeistern wie Peter in Laupen , zu bedenken geben. Jedenfalls | 151 sollen sie uns von da aus verstehen und gelten lassen. Auch die Bedenken gegen …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 17. Oktober 1916

    … ch!! Ihr werdet auch hinter Kutters «Reden» 📖 sitzen, ich bin nächstens durch. Sollte man nicht in den « Basler Nachrichten » den Helvetikern mit einer rechten Rezension zuvorkommen? Ich fürchte sonst Schlimmes. Das Buch ist mir viel wert. Aber die Welschen werden mordio schreien. Sonntags …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 6. Januar 1917

    … , Bulgarien und Flugzeugangriffe sich auszulassen. Ich vernahm das nicht ohne stille Schadenfreude. Unterdessen war ich — — in der Helvetischen Gesellschaft und hörte einen Vortrag über die wirtschaftlichen Verhältnisse von Frankreich von einem Genfer Journalisten. Die Gesellschaft gefiel mir nicht, und …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 25. März 1918

    … gekauft, gelesen und entsetzlich langweilig gefunden. Wie konnte er nur! Wie ich vernehme, ist er übrigens jetzt auch Mitglied der Helvetischen [Gesellschaft] ! Da sind wir! — Ja die deutsche Offensive! 3 Wenn das nun gelingt, kanns gut werden. Wir werden dann etwas erleben mit der Pickelhaube. Jedenfalls …

  • Predigt: Genesis 15,6 (Christliche Studentenkonferenz in Aarau): "Das Eine Notwendige" 13. März 1916

    … unseren Weg zu Ende gehen». ↩ bx Mskr. : «unter das Wort Gottes stellen». ↩ 8 Anspielung auf die am 1.2.1914 in Bern gegründete « Neue Helvetische Gesellschaft », der Barths Bruder Peter angehörte. Sie verstand sich als eine «freundschaftliche Vereinigung, außerhalb und über jeder Partei, zum Wohle des Vate …