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Sie sagten im Oktober zu unserm Herrn Ott1, ob es mich wohl freuen könne, einen Gruß von Ihnen zu bekommen. Natürlich wird mich das immer freuen und ehren. So habe ich denn auch sehr gerne empfangen und gelesen, was Sie mir vor der Weihnacht über den Kerygmatischen und den Historischen zugewendet haben.2 Ein wahrer Ehrenfriedhof, auf dem Sie da Ihre sämtlichen Schüler solenn begraben: einen Jeden mit Kreuzlein, Helm und Namensschild! Aber sachlich bin ich natürlich — mutatis mutandis! — ganz auf Ihrer Seite. Was mich betrifft, so werde ich auf Ende des Sommersemesters in den Ruhestand treten und finde das Respektabelste, was bis jetzt gegen mich unternommen worden ist, in der Tatsache der schönen neuen Ausgabe der Schleiermacherschen Glaubenslehre durch Martin Redeker.3 Etwas Entsprechendes werden weder Fuchs noch Ebeling, die mir ja nun so nahe auf den Leib gerückt sind, auf den Plan stellen.4
Mit herzlichem Gruß und allen guten Wünschen