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Darf ich Ihnen vertraulich den beiliegenden Brief1 unterbreiten mit der Frage, was sich da
wohl in Marburg abgespielt hat, das
S.-Sch.2
so erregt zu haben scheint. Ich habe mir zwar von Studenten (worunter wieder einmal der
unvermeidliche Strunck3) erzählen lassen von der betr. Diskussion,
würde aber doch gerne zuerst ein Wort von Ihnen hören, bevor ich auf diese Interpellation
antworte.
Gestern hatten wir übrigens Vorstandssitzung des Convikts. Struncks Anmeldung lag vor — mit einer glänzenden Empfehlung durch … Otto!4 Worauf ich Ihren
letzten Brief5 aus dem Busen zog und
entrollte, mit solchem Erfolg, daß der arme Strunck spurlos in der Versen|28kung
verschwand und ein Anderer gewählt wurde. Was ist das für ein Vortrag, den Sie (und wann?)
demnächst in Marburg halten werden? Rade deutete mir brieflich etwas davon an.6 Wollen Sie nicht das Kritische, das Sie zu uns
anzumerken haben, einmal gesammelt in Zw[ischen] d[en] Z[eiten]niederlegen?
Mit herzlichen Grüßen und nachträglichen Neujahrswünschen
Strunck erfährt selbstverständlich nichts von
Ihrem Brief.