Brief Nr. 14 · 3. November 1923

Karl Barth an Rudolf Bultmann

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Lieber Herr Bultmann!

Ich bin froh, daß Sie meinen Brief richtig verstanden haben; und es tut mir nur leid, daß ich für P[eterson] nichts tun kann. Wenn es geht, möchte ich diesen Winter bei ihm über Thomas v[on] Aq[uino] hören. — Was St[runck] betrifft, so ist die Ihnen zugekommene Nachricht, ich wolle ihn als Inspektor anstellen2, frei erfunden. Er kam einmal vor etwa 1 1/2 Jahren, ich weiß nicht mehr wieso, zu mir, um über seine Zukunft zu beraten. Damals war wohl von dieser Möglichkeit die Rede; seither verfolgt er mich mit Briefen und Besuchen (sogar in St. Gallen bei Thurneysen stand er plötzlich da!), obwohl die Stelle noch bis zum |27 Frühjahr besetzt ist und ich gar nicht der Mann bin, der sie zu vergeben hat. Nie hat er von mir eine Zusage bekommen. Aber ich bin Ihnen für das positiv mißliche Signalement, das Sie ihm ausstellen, dankbar. Er wird es nun, was an mir liegt, sicher nicht werden.

Mit freundlichem Gruß!
Ihr
Karl Barth