Bibelstellen-Register

Gen. 11,1–9

Gen. 11,1–9

1Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. 3Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laßt uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk 4und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. 5Da fuhr der Herr hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7Wohlauf, lasset uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe! 8Also zerstreute sie der Herr von dort in alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen. 9Daher heißt ihr Name Babel, daß der Herr daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Länder.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 6

  • Gegenreden zu dem Aufsatz von Friedrich Wilhelm Foerster 1923

    … rbeit, die nicht von Menschen getragen wird, die irgendwie durch die «Selbstvernichtung» gegangen sind, ist Turmbau zu Babel [vgl. Gen. 11,1–9 ]. Und selbst ein Christentum, das den Menschen nicht ganz vom Jenseits her erfaßt und ins Jenseits zieht, auch in seiner Nächstenliebe, auch in sei …

  • Von der Paradoxie des «positiven Paradoxes». Antworten und Fragen an Paul Tillich 1923

    … ne Melodie zunächst der unsrigen zu sein scheint, in ihr Gegenteil verkehren. Mit einer Theologie des babylonischen Turmbaus [vgl. Gen. 11,1–9 ] wünsche ich nichts zu tun zu haben. Wir wollen gerade keine voraussetzungslose Theo 296 logie, bei der jeder nach freier seliger protestantischer …

  • Zur Kenntnisnahme 1924

    … th mit ihrer Verzweiflung an sich selbst, die aber im Glauben an den Gott, der es tut, an die Arbeit gehen. Turmbau zu Babel [vgl. Gen. 11,1–9 ]! Ich denke an die Quäker, an ihre so gar nicht lebhafte, wortarme, undialektische geistige Atmosphäre, in der man aber neben dem Geist etwas spürt …

  • 2. Kapitel: Menschengerechtigkeit 1922

    … Zornes. Noch verbirgt ihm seine gefälschte Bilanz den Ernst seiner Lage. Noch mag er höher und höher bauen seinen Babelsturm [vgl. Gen. 11,1–9 ] von Gottesansprüchen, Gottessicherheiten, Gottesgenüssen, aber hinter diesem Vorhang seines Lebenstages lauert schon der ewige Tag des Zorns und d …

  • 6. Kapitel: Die Gnade 1922

    … tiell nicht meine Möglichkeit. Du bist kein Gefangener! Deine Glieder sind nicht dazu bestimmt und fähig, den Turm von Babel [vgl. Gen. 11,1–9 ] zu bauen! Stelle y sie nicht der Sünde zur Verfügung! Stelle dich selbst (du, der Begnadigte, dich, den Unerlösten, du, der neue Mensch, dich, den …

  • 7. Kapitel: Die Freiheit 1922

    … Reformatoren in Wittenberg, Zürich und Genf vom «Gelingen» der Päpste in Rom oder der höchst religiösen Turmbauer von Babel [vgl. Gen. 11,1–9 ]? Das «Vollbringen» inniger Frömmigkeit in den viel bewunderten Augen der Sixtinischen Madonna 47 von dem «Vollbringen» unerhörter Bigotterie, das …