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2. September 1919
Nun eröffnet sich die höchst seltsame Wendung, daß trotzdem und trotzdem ich nach Tambach gehen und über den «Christen in der Gesellschaft» reden soll.1 Es ist wirklich ein wenig merkwürdig: auf meinen Brief hin […] sagt [mein Bruder] Peter ab, schreibt an Bader, der nun aber bereits für Ragaz ein|343springen muß, schreibt an Wieser, der ihm Beiliegendes antwortet, schreibt heute an mich, und mir kommt es vor, die Dinge hätten heute nicht das gleiche Gesicht wie noch vor 14 Tagen. a) Die Belastung durch die Gegenwart von Ragaz fällt weg. b) Der «Christliche Demokrat»2 macht einen hoffnungsvollen Eindruck. c) Herpel betont, daß er gerade einen von uns gewünscht hätte. Ich möchte aber nicht ohne dein Einverständnis vorgehen. […] Schreibe mir doch per Eilbrief […] deine Meinung. […] Mein Referat stelle ich mir vor auf den Linien des an Pfingsten in Aarburg Vorgebrachten;3 also große Entfaltung der drei Reiche usf. Schicke mir gleichzeitig dies Aarburger Referat zu, es muß noch bei dir sein. Ferner sollte ich alle meine Epheser-Predigten zurück haben. Die brauche ich für die bewußte Repetition. Für den Bettag müßte ich mich dann sofort um einen ernsthaften Ersatz umsehen. […] Ich telephonierte eben an Schädelin. Er ist selber besetzt. Weißt du mir jemand?
Herzlichen Gruß