Brief Nr. 49 · 20. Juli 1927

Rudolf Bultmann an Karl Barth

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Lieber Herr Barth!

Eh das Semester seinem erwünschten Ende entgegengeht, möchte ich Sie bitten, mir doch das Manuskript meiner Weihnachtsansprache vom vorigen Jahr1 wieder zu schicken. Es sollte Ihnen damals zeigen, daß bei aller Differenz eine Einheit in der christologischen Frage bestehe. Wenn Sie nicht zum Lesen gekommen sind, schadet es nichts; schicken Sie es mir nur ungelesen, denn beim Semesterende werden Sie ebenso im Arbeitsgedränge stecken wie wir. Sie sind nur insofern besser dran, als Sie kein Jubiläum zu überstehen haben.2

76 Im August und September bin ich zu Hause, während meine Frau mit den Kindern an die See reist. Wenn Sie auf Ihren Reisen durch Marburg kommen und mich besuchen, wäre es schön!

Herzliche Grüße von Haus zu Haus
Ihr
R. Bultmann