Bibelstellen-Register

Röm. 1,22–32

Röm. 1,22–32

22Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, 25sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 26Darum hat sie Gott auch dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; 27desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. 28Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, 29voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, 30Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, 31Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. 32Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 5

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 5. November 1920

    … tag und dann wieder heute Abend ununterbrochen «für den Druck geschrieben». […] Hier das etwas dürftige Ergebnis. Der Abschnitt 📖 1,22–32 sieht mich etwas fragwürdig an. Vielleicht hat da schon der Apostel nicht eine seiner stärksten Stunden gehabt, wahrscheinlich kapiere ich es nicht …

  • 1. Kapitel: Eingang 1922

    … ederzufinden. Das ist die Ursache der Nacht, in der wir wandern, die Ursache des Zornes Gottes, der über uns enthüllt ist. Wirkung 1,22–32 V. 22 Sie bildeten sich ein, weise zu sein, und wurden zu Narren. Das Weltbild ohne Paradox und ohne Ewigkeit, das Wissen ohne den Hintergrund des N …

  • 3. Kapitel: Gottesgerechtigkeit 1922

    … velhaftigkeit geradezu fürchterliches höchstes Ich? Zeugt dann nicht sein Zorn, unsre Hingabe an die Herrschaft des Nicht-Gottes ( 1,22–32 ) gegen ihn selbst? Ist dann nicht der Zustand der Welt und des Menschen der wahre Ausdruck von Gottes innerstem Wesen, welches ist eine unergründli …

  • 4. Kapitel: Die Stimme der Geschichte 1922

    … haft, da, gerade da geht es, wenn das Wunder der Vergebung nicht eintritt, wenn die Furcht des Herrn die Distanzen nicht sichert ( 1,22f. ), ohne Sünde nicht ab ( 5,20 ). Denn keine menschliche Gebärde ist an sich fragwürdiger, bedenklicher, gefährlicher als eben die religiöse Gebärde. …

  • 5. Kapitel: Der nahende Tag 1922

    … gkeit ohne die Furcht des Herrn, jene Gottinnigkeit, die in ihrem Wesen Nicht-Gott, dem Gott dieser Welt [vgl. 2.Kor. 4,4 ] gilt ( 1,22f. ), mit der wir uns gerade unter den Zorn Gottes, in die Reihe seiner Feinde stellen ( 5,10 ). «Friede mit Gott ist das Gegenteil von aller berauscht …