Predigt: Johannes 6,66-69 (Konfrmation)
Ich weiß es und ihr wisst es auch, dass man nach alter Anschauung und Sitte gewohnt ist, die Feier, die wir heute zusammen begehen, zu betrachten als den Übergang und Eintritt aus den Reihen der Kinder in die Reihe der Erwachsenen. Dieser ernste Gedanke ist euch gewiss von euren lieben Eltern und Freunden in diesen Tagen mannigfach nahegelegt worden, wenn nicht in ausdrücklichen Worten, so doch im Blick ihrer Augen und im Druck ihrer Hände, die euch getroffen und berührt haben, wie nur das Auge und die Hand des Vaters und der Mutter uns Menschen an den Wendepunkten des Lebens treffen und berühren kann. Sorgende Liebe und freundschaftliche Aufmunterung ist in ihren Worten, im Blick ihrer Augen, in ihrem Händedruck gelegen, mit denen sie heute euren Weg begleitet haben, und ihr habt es empfunden, dass sie euch damit so oder so sagen wollten, dass es ein wichtiger Weg sei, den ihr gegangen seid, weil es der Weg ist, der über die Grenze zweier Lebensalter führt. – |
Aber ich denke, dass auch ohne das in den letzten Wochen und Monaten die Erwägung euch beschäftigt hat, klar und deutlich die |440 einen, unbewusst und verborgen die andern, dass das goldene Traumland der Kindheit unwiderruflich hinter euch liegt, vor euch aber das eigentliche Leben, das Leben der Erwachsenen mit all seinen harten Realitäten, seinen Erwartungen und Enttäuschungen, seinen Aufregungen und Mattigkeiten, seinen Kämpfen und Leiden. Den «Eintritt ins Leben» pflegt man darum die Konfirmation und die Konfirmationszeit zu nennen.
Ich sage euch auch: Ja, so ist es; Kinder seid ihr nun gewesen und Erwachsene sollt ihr werden. Aber wenn ich euch das sage, wünsche ich euch und mir, dass es mir gelingen möchte, euch in dieser Stunde noch einmal von der Oberfläche in die Tiefe zu führen, vom äußern Schein und Wort zur innern Wahrheit. Das und nichts Anderes ist der Sinn und Zweck des nun hinter euch liegenden Unterrichts in der christlichen Religion gewesen. Denn das ist christliche Religion, wenn die frohe Botschaft des verborgenen lebendigen Gottes die Kraft und die Freude des inwendigen Menschen wird. Und das sind gute Menschen, das sind Christen, die gelernt haben, von der Oberfläche ihres Daseins vorzudringen zur Tiefe des Lebens, das darunter schlummert, vom Schein zur Wahrheit, vom Vergänglichen zum Unvergänglichen. Solche Menschen und Christen sollt ihr sein und immer mehr werden.
Und darum wollen wir ihn recht und ernsthaft verstehen, diesen «Eintritt ins Leben», den das Alter, in dem ihr steht, und dieser Tag insbesondere für euch bedeuten soll. – |
Man kann darunter verstehen, dass von jetzt an die Arbeit und Sorge erwachsener Menschen auch euch erfüllen und beschäftigen soll. Bei Vielen von euch ist das längst der Fall, und sie wissen, was das bedeutet, und auch die andern werden in der Tat über kurz oder lang diesen Weg anzutreten haben. Aber es ist eine ganz andre Frage, ob diese Veränderung eures Daseins den Namen «Eintritt ins Leben» verdienen kann. Denn wir sehen unzählige Erwachsene, die seit Jahrzehnten in diesem Dasein der Arbeit und der Sorge drinstehen, aber wenn man näher zusieht, entdeckt man, dass sie in Wirklichkeit Kinder geblieben sind nach wie vor, Kinder nicht im guten Sinn, sondern im schlimmen, bedenklichen. Ihnen ist Arbeit und Beruf das, was den meisten Kindern Schule und Schulaufgaben sind, etwas, was man möglichst rasch erledigt, um es los zu sein. Wenn man sie aber fragt: Lieber Freund, was ist der Sinn und Wert deiner Arbeit, was wiegt |441 dein Leben abgesehen vom wöchentlichen Ertrag deines Geschäftes und Berufes?, dann bleiben sie sprachlos, weil sie wie die Kinder nie danach gefragt haben, dann steht man vor der großen Null, vor der Gedankenlosigkeit und Gesinnungslosigkeit. Kindische Erwachsene! Wenn ihr solche werden wollt, dann hat es keinen Sinn, vom «Eintritt ins Leben» zu reden, denn der Ausdruck «Leben» ist mir für einen solchen Zustand zu gut. – |
Genauso steht es aber, wenn man sagen wollte, der «Eintritt ins Leben» bestehe darin, dass ihr von jetzt an von Rechts wegen an den Vergnügen der Erwachsenen teilnehmen dürft. Das mag dazu gehören, ich denke, ihr freut euch darauf, und es fällt mir wahrhaftig nicht ein, es euch zu missgönnen. Wohl aber sollt ihr euch klar darüber sein, dass das noch nicht erwachsen sein und ins Leben eingetreten sein bedeutet, wenn ihr von nun an bei allerlei von dem, was man die heitere Seite des Lebens zu nennen pflegt, dabei sein dürft. Denn ihr könnt euch alle Tage davon überzeugen, dass da auch unzählige Kindsköpfe dabei sind. Wie ihrer Arbeit der innere Wert und Inhalt fehlt, so auch ihrem Vergnügen, wir stoßen von der andern Seite noch einmal auf die große Sinnlosigkeit.
Arbeit ist gut und Vergnügen ist gut, aber ihr sollt nicht meinen, dass ihr damit ins Leben eintretet, dass ihr von nun an immer mehr an Beidem teilnehmt, wie die Erwachsenen es tun. Denn Arbeit und Vergnügen sind dann gut, wenn sie die Arbeit und das Vergnügen guter, rechter, reifer und reiner Menschen sind. Sonst sind beide ein sinnloses und wertloses Getriebe, das sich von dem Betriebe des Tier- und Pflanzenlebens nicht wesentlich unterscheidet, gleichviel ob es sich dabei um feine oder grobe Arbeit, um feines oder grobes Vergnügen handelt. Und darum sage ich, dass ihr nur dann jetzt wirklich ins Leben eintretet, ins wirkliche, wertvolle Leben nämlich, wenn ihr angefangen habt, solche gute und reife Menschen zu werden, Menschen, die das Ziel ihres Daseins gesehen haben, obwohl es ein unsichtbares, verborgenes Ziel ist, und die sich zur Wanderung danach anschicken, Menschen des innern Gehorsams und Menschen der innern Kraft.
Als ihr klein wart, haben eure Eltern euch
taufen lassen auf den
Namen Jesu, zum Zeichen dessen, dass sie wollten, dass
solche Menschen |442 aus euch würden,
Menschen, die einmal in das wirkliche, wertvolle, verborgene Leben eintreten
sollten. Denn Alles, was man sagen kann über den rechten, reifen Menschen,
wie er sein sollte, kann man zusammenfassen in dem Namen Jesus. Sein Leben
ist ein solches wertvolles Leben gewesen,
weil es ein Leben des Gehorsams und der Liebe war. Anders als sein Leben
können wir uns auch das verborgene Leben Gottes nicht vorstellen, in ihm ist
es offenbar geworden für uns Alle. Und darum habt ihr in der christlichen
Taufe die Versicherung empfangen, dass ihr Gottesmenschen werden sollt und
werden dürft, d. h. aber Menschen, die gesinnt sind, wie Jesus Christus auch
war [vgl.
Aber nun wisst ihr, dass ein wertvolles, reifes Leben nur da sein kann, wo
ein Mensch in eigener Überzeugung, in freiem
Entschluss, der aus seinem Innersten hervorgeht, das ergreift und festhält
und betätigt, was er von den Andern empfangen hat. Solche Überzeugung |443 und Freiheit kann man vom Kinde noch nicht verlangen.
Wohl aber macht sie das Wesen des erwachsenen Menschen aus. Was der Mensch
empfangen hat von den andern, das soll er nun entfalten und weitergeben, um
selbst wieder ein wertvolles Glied der christlichen Gemeinschaft zu werden,
der er sein Bestes verdankt. Er soll bewusster Täter des Worts werden aus einem
unbewussten Hörer [vgl.
Aber was wir da von euch erwarten und was Gott von euch
erwartet, dazu können und wollen wir euch nicht zwingen, und Gott will es
|444 auch nicht. Denn ich wiederhole es: wertvolle
Menschen, Gottesmenschen sind nur die freien Menschen. Gott
will nicht, dass wir Knechte seien, denen ein Joch aufgelegt ist von
allerlei Lehren und Geboten, sondern Kinder [vgl.
Und darum lege ich euch heute mit allem Ernst und Nachdruck die Frage vor,
die Jesus an seine Jünger gerichtet
hat: Wollt ihr auch weggehen? Aus dem Textwort, das ich
verlesen habe, hören wir, dass damals Viele, die einmal Jünger Jesu gewesen
waren, anfingen, sich von ihm zurückzuziehen und andere Wege zu gehen. Wir
können das gut begreifen: Der Weg Jesu, das will
sagen: der Weg des lebendigen, wertvollen Menschen ist niemals ein leichter,
ebener Rosenpfad gewesen. Leicht und eben und mit Rosen bestreut sind die
Wege der Oberflächlichkeit und der Gleichgiltigkeit, die sich jetzt auch vor
euch auftun, meine lieben Konfirmanden, ob ihr sie gehen wollt. Mit dem Weg
Jesu, der zum inwendigen Leben führt, steht es anders. Denn es gilt von Jesus das Wort,
das
Denn wir stehen alle Tage vor der Tatsache, die Jesus und seine zwölf Jünger dort erlebt haben, vor der
Tatsache, dass Viele weggehen und andre Wege einschlagen. Ich denke jetzt
nicht daran, dass Tausende und Hunderttausende von Männern und Frauen, die
auch einmal konfirmiert worden sind, auch einmal den Entschluss
ausgesprochen haben, nun selbständige Kinder Gottes zu werden, seitdem die Kirche
nur noch von außen oder höchstens zu Weihnacht und Ostern
und Himmelfahrt von innen wiedergesehen
haben oder für die gar wie für
447 Die Frage Jesu, die ich an euch zu richten habe, ist eine tiefere und ernsthaftere. Unter den Vielen, die einmal konfirmiert worden sind, waren Unzählige, in denen war ein verheißungsvoller Anfang zu einem rechten und wertvollen Leben. Sie haben freudig und aufrichtig bekannt und versprochen, diesen von Gott gegebenen Samen zum fruchttragenden Baum werden zu lassen, und ihre Eltern haben mit Stolz und Freude auf sie gesehen, wie eure Eltern und Freunde heute auf euch sehen. Aber wenn man sie über ein paar Jahre wieder gesehen oder von ihnen gehört hat, dann war das alte Volkslied an ihnen Wahrheit geworden:
Ich denke an die Vielen, aus denen erklärte Taugenichtse und Müßiggänger geworden sind, aber ich denke noch viel mehr an die Andern, die viel Zahlreicheren, die mit keinem Strafgesetz in Konflikt gekommen sind und von denen es trotzdem heißt und heißen muss: Verwel|448ket, verdorret, verdorben, gestorben, weil jener wertvolle Anfang in ihnen verwelkt, verdorrt, verdorben, gestorben ist, weil ihre Stimmungen stärker waren als der Gehorsam, ihre Wünsche stärker als der Wille, ihre Neigungen stärker als die Liebe. Da ist heiß und anspruchsvoll etwas in ihnen aufgestiegen und hat die Herrschaft über ihre Sinne und Gedanken gewonnen, es war nichts vom Gesetz Verbotenes, aber von dem spürten sie zuerst recht deutlich: das ist jetzt das Gegenteil von Gott und von einem wertvollen Leben, das kann niemals dazu dienen, mein Inwendiges reich und stark zu machen, das will mich herabziehen und gemein und gewöhnlich machen. Aber dann haben sie doch nachgegeben, einmal, zweimal, bis die Sinnlosigkeit und Bewusstlosigkeit in Form der Eigensucht, der Sinnlichkeit, der Geldgier Königin wurde über ihr Alltagsleben. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht! Das ist das große Weggehen, von dem Jesus geredet hat. Diesen Weg sind die Jünger gegangen, die ihn damals verlassen haben. Sie sind keine Verbrecher geworden, aber arme, wertlose Menschen, die nicht mehr wussten, wozu sie auf der Welt sind, Menschen, die von nun an immer mit der Mehrheit gingen, der sie gleich geworden waren, und die schließlich doch verbohrt und verbittert abseits standen, innerlich leer gelassen von dem, was ihnen so begehrenswert erschienen.
Es ist das Weggehen von Gott, um das es sich handelt. Denn indem sie sich vom Gehorsam, vom Willen, von der Liebe abwenden, wenden sie sich von Gott ab. Ihr könnt diesen Vorgang in unzähligen Formen wahrnehmen, wie ihn dort die zwölf Jünger, die bei Jesus blieben, wahrgenommen haben. Aber dabei kann es nicht bleiben. Sondern nun kommt es an euch selbst: Wollt ihr auch weggehen? Und das ist die Frage, ob ihr überzeugt seid, innerlich überwunden und überwältigt durch die Tatsache, dass Gott da ist, nicht irgendwo in fernen Himmelshöhen – dort ist er auch, er ist überall und nichts ist ohne ihn –, aber das, worauf es ankommt, ist die Frage, ob er euer Gott ist, ob er die Macht ist, die eure Gedanken und euren Willen leitet, ob ihr ihn gespürt und erfahren habt, ihr selbst, ihr persönlich, und ob ihr nun willig seid, seine Art auch andern zu spüren und zu erfahren zu geben durch eure Art zu denken, zu reden, zu handeln? Wollt ihr das oder nicht? Wollt ihr bei Jesus bleiben, der wie kein anderer uns gezeigt hat, wie Gott ist und wie wir werden sollen oder – wollt ihr auch weggehen?
449 Ich glaube und vertraue euch, dass ihr uns nachher von Herzen antworten werdet: Nein, wir wollen nicht weggehen, ja, wir wollen bei Jesus bleiben. Aber diese gute Antwort ist dann und nur dann wertvoll und wahrhaftig, wenn ihr sie von jetzt an alle Tage und Stunden wiederholt, nicht in Worten, aber in Taten, nicht in Bekenntnissen, aber in der innern Art, mit der ihr die Dinge des Lebens aufnehmt und behandelt. Denn Überzeugungen, auch gute Überzeugungen, kann man wohl aussprechen, wie ihr es heute tun sollt, aber dass sie gut und wahr sind, bezeugt und bewährt man, indem man sie lebt. Und darum ist das, was ihr heute feiert, nicht etwa ein Abschluss, sondern ein Anfang; nicht eine gemächliche Ankunft, sondern eine rüstige Ausreise.
Ihr feiert den Eintritt ins Leben! Ja, indem ihr nun
anfangen sollt, selbständig und bewusst für Gott und mit Gott zu leben. Oder
wollt ihr auch weggehen? Überlegt euch die schlichten Worte, mit denen
Herr, wohin sollen wir gehen? Das war das erste. Petrus hat es in jenem Augenblick auch klar und deutlich erkannt, dass die, die weggingen, ihr Bestes weggaben, und darum hat er sich ihnen nicht angeschlossen. Erstaunt und fast unwillig beantwortet er die Frage Jesu mit der Gegenfrage: Herr, wohin sollen wir gehen? Er sieht nur zwei Wege vor sich: den Weg, den die Vielen gegangen sind, die sich zurückzogen – aber von dem weiß er, dass er ungangbar ist, weil er in dieser oder jener Weise das Leben kostet, das wertvolle, wirkliche Leben nämlich. Der andre Weg ist der Weg der Nachfolge Jesu. Einen dritten Weg kennt er nicht. Einen Weg, der zum Leben führt und doch gemächlicher und bequemer ist als der Weg Jesu, kennt er nicht.
Und d-
ich kann auch euch keinen
solchen dritten einfacheren-d
Weg zeigen, meine lieben
Konfirmanden. Ich denke, ihr habt mich in dieser Zeit gut genug
kennengelernt, um mir zuzutrauen, dass ich es euch |450
offen gesagt haben würde, wenn ich der Meinung wäre, man könne ein guter,
wertvoller Mensch werden auch ohne Jesus, an Jesus vorbei gleichsam. Wo es
sich um Gott handelt, da gibt es keine Mittelwege, sondern es gilt da das
große Entweder-Oder des Dänen
Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Das sind die großen, unvergesslichen Augenblicke in unserm kleinen Dasein, wenn wir wahrhaftig und aufrichtig sagen dürfen: Das war nun ein Wort ewigen Lebens, das Große, Erstaunliche, Befreiende, das e-da soeben-e mein Inwendigstes berührt und betroffen hat. Darüber komme ich nun nicht mehr hinweg, das ist mir ein Teil, der beste Teil von mir selbst geworden, das ist ewiges Leben, was da in mir erwacht ist. Es war nicht nur etwas Schönes, Gutes und Nützliches, wie es uns auch sonst begegnet und zuteilwird, sondern es war Ewigkeit. Nicht etwas Gutes neben andern guten Dingen, sondern das Gute, hinter dem es etwas Besseres nicht mehr gibt, nicht eine Wahrheit neben andern, sondern die Wahrheit, die letzte, oberste Wahrheit. Wenn das in einem Menschen aufleuchtet oder wenn einem Menschen Gott offenbar und gegenwärtig wird, das sind Worte des ewigen Lebens.
451 Solche Worte haben
Wir denken uns ganz schlicht, wie es ihnen gegangen sein mag: Sie hörten ihn,
wie er das umständliche Gesetz des Alten Testamentes vereinfachte in das Gebot: Liebe
Gott und liebe den Nächsten [vgl.
Und wenn sie seine Worte und Taten hörten und sahen, dann erwachte so oder so
immer lebendiger der Eindruck in ihnen: Derf
|452 Mann ist innerlich gegründet und verankert im Grunde
der Ewigkeit.
Das, was wir da sahen und erlebten, das ist die Wahrheit inmitten des
Scheins, und das wäre unser Leben und unsre Erlösung, wenn wir gesinnt würden, wie er war.
Dieser überwältigende Eindruck, den sie von Jesu Art hatten, ist der Inhalt
des Bekenntnisses, das
Und das ist nun das selbständige, bewusste, eigene Christentum, zu dem ihr,
meine jungen Freunde, berufen seid, wenn ihr aufrichtig das bekennen könnt:
wir sind zum Glauben gekommen. Ihr
wisst, was das bedeuten soll: nicht, dass ihr schon vollkommene
Menschen seid, das ist Petrus dort auch noch nicht gewesen, und das sind wir
Alle noch nicht; auch nicht, dass ihr euch zu Ehren dieses
Tages zwingen sollt, eine Lehre über Gott und göttliche Dinge anzunehmen,
wohl aber, dass wie ein fernes großes Licht der Eindruck in
euch, in euch selbst erwacht ist, dass Gott da ist, wo Jesus ist,
dass ein Menschenleben da wirklich und wertvoll wird, wo die Gemeinschaft
mit diesem Jesus da ist, das will sagen: ein kleiner Anfang von seinem
Vertrauen und von seinem Gehorsam. Wo Jesus und seine Art in einem Menschen
anfängt, da fängt Gott an. Das ist der
christliche Glaube.
Das ist der rechte Eintritt ins Leben, ins selbständige,
schaffende, vorwärts drängende Leben, das köstlich und wertvoll sein wird,
wenn es Mühe und Arbeit [vgl.
Im Namen Christi, durch seine Stärke und Gerechtigkeit, wolle Gott euch den Eintritt schenken ins ewige Leben, heute und allezeit.
- Nr. 235: «Ich weiß, woran ich glaube» von
E. M. Arndt , Strophen 1.2.5 (RG 278,1.2.5; EG 357,1.2.4 [mit Textabweichungen]). - 453 Nr. 250: «Wenn ich ihn nur habe» von
Fr. von Hardenberg , Strophen 1.2.4. - Nr. 31: «Ach bleib mit deiner Gnade» von
J. Stegmann , Strophen 1–3 (RG 342; EG 347 [jeweils mit Textabweichungen]). - Nr. 185: «Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi», 2.Kor. 13,13 (RG
348).
-
Matthäus 7,13–29 .