Predigt Nr. 2 · 4. August 1907

Predigt: Psalm 121,1–2

10
2
Psalm 121,1–2
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: von wo wird meine Hilfe mir kommen? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, dem Schöpfer Himmels und der Erde.
Liebe Freunde!

Ich bin vor wenig Tagen durch das euch allen wohlbekannte Tal von Rosenlaui gewandert. Die kleine Straße zieht sich steil und mit mannigfachen Krümmungen den Berg hinan, ohne dass das Ziel abzusehen ist. Dann eine plötzliche Wendung, und vor den erstaunten Augen des Beschauers liegt die ganze reine Pracht des Schneegebirges.2 Als ich an jener Stelle stand, ist mir das verlesene Psalmwort vor die Seele getreten mit dem Entschluss, euch, lieben Zuhörern, am heutigen Tag davon zu reden. Ich weiß, dass ich nicht der Erste bin, dem dieser oder ein ähnlicher Anblick die Gedanken höher gerichtet hat, zu dem empor, der aller Dinge Urgrund und Wesen ist. Seit den ersten Tagen sind die Menschen ahnungsvoll bewundernd stillgestanden vor den Wundern der Schöpfung, und aus uralten Zeiten singt und klingt es: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk [Ps. 19,2]. Aus dem Rauschen der Wälder wie aus der Brandung des unendlichen Meeres haben sie seine Stimme vernommen und sich anbetend niedergeworfen in Verehrung des Ewigen und Allmächtigen. Die Zeiten haben hier scheinbar Manches geändert. Die Naturwissenschaft lässt uns heute Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen ahnen, wo für frühere Jahrhunderte Dunkel und Geheimnis Natur in ihrer Machtfülle, der Anblick des ewigweißen

11
Abb. 1: Rosenlaui mit Well- (3196m) und Wetterhorn (3703m); Postkarte der Edition Photoglob Co., Zürich; um 1900 (KBA 980.2).
Gebirges leitet uns, ob wir’s wollen oder nicht, auf den zurück, der dies Alles geschaffen und erhält seit so manchem Jahrtausend. Wie kommt das? Das wollen wir heute einmal prüfen.

Was haben uns unsre Berge zu sagen?

I

Liebe Zuhörer! Der Psalm, dem unser Textwort entnommen ist, war ursprünglich ein Wallfahrtslied der zum Fest nach Jerusalem pilgernden Israeliten. Von weit her kamen sie gezogen, hungrig und durstig nach den schönen Gottesdiensten des Herrn, im frommen Glauben, Jehovas Herrlichkeit zu schauen in seinem Tempel. Familien- und stammweise wandern sie vielleicht das Tal des Jordan hinauf, noch sind sie in den Niederungen, da auf einmal eröffnet sich ihnen der Ausblick auf das Gebirge von Judäa; er verheißt ihnen, dass das Ziel nahe ist. Und aus den Reihen der Frauen und Kinder erhebt sich zaghaft eine Stimme, andre folgen, und sie singen nach alter Weise: Ich hebe mein Augen auf zu den Bergen. Von wo kommt mir meine Hilfe? Und kräftig und zuversichtlich antworten die Männer: Meine Hilfe |12 kommt von dem Herrn, dem Schöpfer Himmels und der Erde. Vergessen ist die Mühsal und Gefahr der langen Reise, neue Zuversicht erfüllt ihr Herz. Sie wissen: Der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht, er geleitet ihre Schritte, er schützt sie vor allem Übel, er behütet ihren Ausgang und Eingang jetzt und in Ewigkeit [vgl. Ps. 121,3–8]. Und der Anblick der Berge ist es gewesen, der all diese Gedanken in ihnen geweckt hat, sie, die Gottes Größe und Allmacht in einem gewaltigen Bild ihrer Seele nahe brachten. Und die Pilger ziehen fröhlich ihre Straße weiter, dem Fest entgegen, dem jährlichen Höhepunkt im Leben des ganzen Volkes, um Jehovah zu danken für seine Treue gegen Israel, um dem Höchsten ihre Gelübde zu bezahlen, um dann unter seinem neubestätigten Segen die heimatlichen Gaue wieder aufzusuchen.

II

Liebe Freunde! Ist das ein Bild aus alter, vergangener Zeit, ein Bild, das nicht mehr zu uns reden kann, oder sind es Klänge, die auch heute noch in unserm Herzen ein Echo wecken? Diese Frage wollten wir ja zu beantworten suchen. Freilich: Die Wallfahrten, die prunkvollen gottesdienstlichen Feste des alten Israel sind uns fremd geworden; wir kennen dergleichen nur noch vom Hörensagen oder auch aus den religiösen Übungen unsrer katholischen Mitchristen. Wir haben einige Mühe, die weihevolle Stimmung, die damals geherrscht haben mag, nachzuempfinden.

Und trotzdem: wen hätte nicht schon eine Ahnung davon ergriffen, wenn durch die friedliche Sonntagmorgenstille das harmonische Geläute der Kirchenglocken erschallt, wenn von den Höhen und aus den Tälern die Andächtigen herbeiströmen, um nach heiliger Sitte die Gedanken zu Gott [zu] erheben, heraus aus den Sorgen des Alltags, wenn es dann stille wird und der Orgel Töne durch das Gotteshaus erbrausen, und von drüben rauschen wie immer die Wasserbäche, und die Firnen grüßen in ewiger Reinheit – – wer hätte es nicht schon empfunden:

Der Anblick gibt den Engeln Stärke,
Da keiner dich ergründen mag,
13 Und alle deine hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.3

Aber bei Ahnungen und Empfindungen dürfen wir im evangelischen Christentum nicht stehen bleiben. Könnte alles das nicht auch eine schöne und liebenswürdige Täuschung sein? Gewiss, die bewundernde Betrachtung der Natur kann zu Gott führen, sonst wäre es nicht Gottes Natur. Aber nun sehen wir soundso viele Menschen, welche auch ihre Augen aufheben zu den Bergen, ohne dass solche Gedanken der Andacht in ihnen wach werden! Was bleibt Höheres in den Herzen der Hunderte und Tausende, die alljährlich zur Sommerszeit durch diese Täler ziehen, um unsre Schweizerberge zu sehen? Ja, und wir wollen bei uns selbst Einkehr halten: wir, die wir am Fuße dieser Berge geboren und aufgewachsen sind, haben wir auf ihre stille, eindringliche Predigt gelauscht, oder sind wir gleich so vielen andern achtlos oder in leerer Bewunderung an ihnen vorbeigegangen? Wie manchem sind sie nur ein Mittel des Vergnügens, wobei er gewissenlos sein Leben aufs Spiel setzt, wie manchem, gerade im Schweizervolk, bloß eine immer wieder ergiebige Quelle des Wohlstandes, ein willkommener, nie versagender Anziehungspunkt für die Fremden aus aller Herren Länder! Gingen doch die Folgen dieser egoistischen und materiellen Auffassung des Wertes unsrer Naturschönheiten so weit, dass ein besonderer Verein nötig wurde zu ihrem Schutz gegen ihre brutale Ausbeutung durch Fremde und – leider – auch Landeskinder, durch Schweizer!!4 – Alles das sind nur zu deutliche Anzeichen dafür, |14 dass der Sinn, in dem unser Psalmdichter und mit ihm die Gläubigen aller Zeiten aufsahen zu den Bergen, auch bei uns noch viel, viel mächtiger werden sollte.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Von wo kommt mir meine Hilfe? Was hat diese bange Frage des suchenden Menschenherzens mit den Bergen zu schaffen? Sind nicht auch sie ein bloßes Spiel einer blindwaltenden Macht, der das Sehnen und Bangen der Menschen ganz ferne liegt? Wir denken mit Grausen an so manche Ereignisse, wo von den Bergen nicht die Hilfe, sondern das Unheil gekommen ist: Gewaltige Katastrophen haben ganze Dörfer vernichtet oder schwer geschädigt, und wie manchen hoffnungsvollen Sohn hat man – ein Opfer der Berge, wie es hieß – zerschmettert zu Tal getragen. Vergeht doch kein Sommer, ohne dass auch in unsren Gegenden mehrere solcher Trauerfälle vorkommen. «Hebe deine Augen auf zu den Bergen», muss das nicht Manchen wie grausamer Hohn klingen?!

Ich glaube, der Psalmist behält trotzdem Recht; er vergisst die Leiden und Trübsale des Einzelnen, indem er den Blick aufs Ganze richtet: «Herr, wie sind deine Werke so groß und viel, du hast sie alle weislich geord net, und die Erde ist voll deiner Güter» [Ps. 104,24], in diesem Sinn heißt er uns, unsre Augen zu den Bergen erheben!

Siehe der machtvolle Plan, die gewaltige Schaffenskraft, die allumfassende Herrlichkeit, die in den Riesen des Gebirges sich Ausdruck geschaffen. Sollte, der dies alles hervorgebracht, deiner vergessen, des Menschen, der du doch unendlich viel mehr bist als Fels und Erde und Eis?! So dachte der Psalmdichter, liebe Freunde, so dürfen auch wir denken. Die immer tiefer eindringende Erforschung der Natur hat uns seither Aufschlüsse gegeben über das Werden unsrer Erde und ihrer Oberfläche, wie sie aus dem Chaos von Feuer und Wasser allmählich hervorgegangen ist – wahrlich ein Ereignis, eine Schöpfung, |15 die auch für uns an Wunderbarkeit nichts verloren hat. Staunend stehen wir da, anbetend vor der Macht, die hier wirksam gewesen und wirksam ist, und fester wird im gläubigen Herzen die Überzeugung, dass

Ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt
Wie auch der menschliche wanke;
Hoch über der Zeit und dem Raume webt
Lebendig der höchste Gedanke.5

Vertrauensvoller und freudiger werden wir in dieser Gewissheit unsern Weg gehen dem uns verheißenen Ziel entgegen, gleich jenen Zionspilgern, aus deren Mund unser Psalm zum ersten Mal mag erklungen sein.

III

Und doch: wie manche bange Frage würde uns übrig bleiben, dürften wir uns nicht als Gläubige des Neuen Bundes noch einer höhern Gewissheit von Gottes Liebe rühmen.

Himmel, Erde, Luft und Meer
Zeugen von des Schöpfers Ehr.6

Und wir freuen uns unsrer Schweizerberge als der sichtbaren Wahrzeichen von Gottes Allmacht. Allein, wenn wir das tun, hoffentlich immer mehr in diesem Sinne tun, so setzt das voraus, dass wir schon vorher um diesen schaffenden, liebenden Gott gewusst haben. So war es bei unserm Psalmdichter und seinen Volksgenossen der Fall, so war es zu allen Zeiten, so muss es sein, denn: so herrlich sie auch sei, die Natur ist tot für uns ohne die Offenbarung. Und nun seht, liebe Freunde, wir evangelischen Christen dürfen uns hier eines grundlegenden Vorzugs vor jenen Gläubigen in Israel erfreuen. Gewiss, sie kannten den allmächtigena Gott und umfassten ihn mit starkem, |16 freudigem Vertrauen. Das zeigt unser Psalm und so mancherb andre. Aus uralter Überlieferung war ihnen Kunde von ihm geworden, im Gesetz hatte er ihnen seinen Willen mitgeteilt, und eine Reihe gewaltiger Propheten war unter ihnen aufgetreten in seinem Namen, verheißend und drohend, heilend und strafend. Ihn bestätigte die Stimme der Schöpfung, das Heer der Sterne und der Kreis des Himmels, die Berge und das Meer, die fruchtbringenden Triften und die Zedern des Libanon. – |

Aber trotz Allem hören wir immer wieder jene sehnsüchtige Frage: von wo wird meine Hilfe kommen? Mit einem glaubenstrotzigen: Dennoch bleibe ich stets bei dir [Ps. 73,23] wussten jene Frommen zu antworten mit einer Entschiedenheit, die uns Christen nur zu oft nachdenklich machen und beschämen kann. Aber in der Tiefe blieb der bange Seufzer: «Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?» [Ps. 42,3] Nach dem lebendigen Gott! Nach einem Gott, der dem Menschen menschlich nahetritt, nach einer lebendigen Offenbarung, wie sie alle Pracht der Natur nicht geben konnte! Sie fehlte noch, und daher neben allem gläubigen Gottvertrauen jenes dunkle, aber starke Sehnen nach mehr. Da ist Jesus Christus in die Welt gekommen, unter die Menschen getreten, und nun ist mit einem Mal die Lage verändert. Was ersehnt war, ist gekommen – was verheißen war, ist erfüllt: Nun ist nicht nur Gottes Allmacht, sondern seine Liebe offenbar geworden, und allen Hungernden und Dürstenden ist das Himmelreich aufgetan. |

Wir haben von den Bergen Judäas und von unsern Schweizerbergen geredet. Auf zwei andre Berge wollen wir jetzt unsern Blick wenden. Der eine Berg ist im dörferreichen Galiläa. Jesus sitzt droben mit seinen Jüngern, um sie eine Menge heilsdurstigen oder auch bloß neugierigen Volkes, und nun ertönt es aus seinem Mund: «Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden» [Mt. 5,4], und weiter die Rede von der neuen Gerechtigkeit [vgl. Mt. 5,20] und von der schmalen Pforte [vgl. Mt. 7,13f.]. «Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes!» [Mt. 6,33]

17 Der andre Berg ist Golgatha. Das verblendete Judenvolk hat das Heil von sich gestoßen, und Gott hat es zugelassen, dass der Heilige durch die Unheiligen gemordet wird. Jesus geht schuldlos in den Tod, er erduldet schweigend das Unrecht, und so krönt und besiegelt er sein Heilandsleben durch sein Ende, die höchste Offenbarung der Liebe Gottes gegen die sündige Menschheit.

Wir wollen stillehalten vor jenem Leben und vor diesem Tod. Hier sind die Berge, von denen uns Hilfe kommt. Wohlan, wir wollen im Glauben an sie herantreten und die Augen zu ihnen erheben: was die alten Zionspilger nicht konnten und was wir nicht konnten zuvor, das können wir hier: Wir können und dürfen Gott in seiner Liebe sehen, die uns helfen will und der wir vertrauen dürfen, wir können sie nicht nur anschauen, sondern ergreifen und an uns selbst erfahren, dass der Schöpfer Himmels und der Erde unser Vater ist.

c-Liebe Mitchristen! Wenn wir einmal gelernt haben, den Weg zu gehen, den uns das Leben des Heilands gehen heißt, wenn wir die Liebe Gottes im Glauben erfasst haben, die sich in seinem Tode offenbart –, wenn wir in diesem Geist gelernt-c haben, unsre Augen zu erheben zu diesen Bergen, dann wird auch bei uns im Tal unten Manches anders werden. Wer du auch seist, armes, von Sorgen, Kümmernis, Krankheit oder Trauer bedrücktes Menschenkind, hebe deine Augen auf zu den Bergen! Der Vater im Himmel, der sie erschaffen, denkt liebend auch deiner. Vertraue ihm, und er wird dein Trost sein, wie du dir’s nie gedacht hättest.

Meine Hilfe kommt von dem Herrn, dem Schöpfer Himmels und der Erde! Ein ernster Ruf an uns Alle liegt in diesem Trostwort. Der liebende Gott, der dir helfen will, ist dein Herr! Wohlan, wir wollen nicht länger säumen, seinen Willen zu tun, gewissenhafter und treuer als bis dahin, nicht aus Furcht vor Strafe oder weil wir Belohnung wünschen, sondern um aufrecht, frei und selbständig seiner Liebe immer würdiger zu werden. Im Namen Christi dürfen und können und sollen und wollen wir diesen Kampf mit unsrer menschlichen Schwachheit und Eigensucht aufnehmen, alle Tage aufs Neue, dann dürfen wir esd auch in und mit ihm erfahren, dasse

18 die Nebel zerreißen, – «siehe, es ist Alles neu geworden!» [2.Kor. 5,17].

Hebe deine Augen auf zu den Bergen!

Amen!
Lieder:
  • Nr. 262: «Wie nach einer Wasserquelle» (nach Psalm 42) nach Chr. J. Riggenbach und M. Jorissen, Strophen 1.5.6 (RG 30 [mit Textabweichungen in Strophe 1]). 🎵
  • Nr. 251: «Wenn Christus, der Herr, zum Menschen sich neigt» von N. Kaiser, Strophen 1.3.5. 🎵

Textkritische Fußnoten

a
Im Mskr. ursprünglich: «lebendigen»; nachträglich in den obenstehenden Text korrigiert.↩
b
Im Mskr. ursprünglich: «manche»; nachträglich in den obenstehenden Text korrigiert.↩
c-c
Der Text befindet sich auf einem aufgeklebtem Zettel; der ursprüngliche Text ist nicht erkennbar.↩
d
Im Mskr. nachträglich eingefügt.↩
e
Im Mskr. nachträglich eingefügt.↩

Sachfußnoten

1
Zu Barths vierwöchigem Vikariat in der Gemeinde Meiringen im Berner Oberland s. oben, S. IXf.; vgl. Busch, S. 54. 📖 ↩
2
Die Gletscherschlucht Rosenlaui liegt unweit von Meiringen; eine zeitgenössische Postkarte mit dem von Barth geschilderten Ausblick ist dem Manuskript der Predigt beigelegt (KBA 980.2 = Abb. 1).↩
3
J. W. von Goethe, Faust. Eine Tragödie, V. 267–270 (Prolog im Himmel) 📖.↩
4
Es ist nicht ganz klar, welchen Verein Barth hier meint. Der 1863 in Bern gegründete Schweizer Alpen-Club diente in erster Linie der Förderung des Alpinismus und der Erforschung des Alpenraumes, die nicht allein ähnlichen ausländischen Bestrebungen (1857: Alpine Club, London; 1862: Österreichischer Alpenverein) überlassen bleiben sollten. Er engagierte sich im Landschafts- oder Umweltschutz im engeren Sinn allerdings nur in sehr begrenztem Umfang.
Im Jahre 1906 kam es auf Initiative des Basler Privatgelehrten Fritz Sarasin (1859–1942), damals Präsident der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, und seines Vetters Paul Sarasin (1856–1929) zur Gründung der Kommission für die Erhaltung von Naturdenkmälern und prähistorischen Stätten, «für die sich bald die abgekürzte Bezeichnung Naturschutzkommission einbürgerte und die den Beginn einer institutionalisierten Naturschutzbewegung in der Schweiz markiert» (P. Kupper / B. C. Schär, Moderne Gegenwelten. ­Ein mikro­historischer Beitrag zur europäischen Globalgeschichte, in: Chr. ­Dejung / M. Lengwiler [Hrsg.], Ränder der Moderne. Neue Perspektiven ­auf die Europäische Geschichte [1800–1930], Köln / Weimar / Wien 2016, S. 93–114, dort S. 107 📖). Hierbei allerdings handelte es sich nicht eigentlich um einen «­Verein».↩
5
Fr. Schiller, Die Worte des Glaubens, Strophe 4 (Erstdruck: 1797; Sämtliche Werke, München 19623, Bd. 1, S. 214f., dort S. 215) 📖.↩
6
Eingangszeilen eines Liedes von J. Neander (RG 530; EG 504) 🎵.↩