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26. August 1914
Mein Lieber,
Ich habe mit großer Freude und Zustimmung deine Predigt1 in den «Neuen Wegen» gelesen. Die Dialektik des Doppelgedankens ist prächtig herausgearbeitet, und auch sprachlich ist alles trotz der komplizierten und tiefen Überlegungen, die du anstellst, bewundernswert schlicht und sicher. […] Auch was du über Naumann in der «Christlichen Welt» schreibst,2 ist ungemein zutreffend. Wer’s widerlegen kann, widerlege es! Wir sollten in diesen trüben Zeiten das Soziale Kränzli nicht verplampen lassen. Es gäbe allerlei zu besprechen. Man ist doch innerlich vorzu am Krieg. |7 Ich muß oft an unsere deutschen Freunde denken. Bornhausen3 z. B. wird irgendwo im Sattel sitzen und Patrouillenritte tun. Er sollte sich bei uns internieren lassen.
Mit recht herzlichem Gruß an dich und deine Frau