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Daß ich Sie mit meinen Bemerkungen zu Ihrer Dogmatik nun bis auf die Ferien vertrösten
muß, tut mir umsomehr leid, als ich die Besprechung durch M. Müller in den Theol. Blättern1 als fatal und ärgerlich |89 empfinde. Ich möchte Ihnen
das ausdrücklich sagen, zugleich Ihnen wünschen, daß Sie sich nicht
darüber ärgern. Und dazu kann vielleicht beitragen zu wissen (falls Sie es nicht schon
wissen), daß M. Müller, wie mir Gogarten erzählte, immer mehr von Gog. weg zu Grisebach2 übergegangen ist, sodaß Sie hinter der Rezension nicht Gog. erblicken dürfen. — Übrigens habe ich erwogen, ob
ich nun nicht doch meine Bemerkungen veröffentlichen soll3; denn ihre Absicht ist ja die einer positiven Kritik. Natürlich würde ich sie anders redigieren, damit der
Charakter einer freundschaftlichen Aussprache deutlich wird und οἱ ἔξω sehen, was eine positive theologische Debatte ist. Ich würde
das aber nicht tun ohne Ihre Zustimmung. Bitte, schreiben Sie mir, was Sie dazu meinen.
Ich wünschte nur, das Verlangen zur kritischen Verständigung wäre bei Ihnen ebensogroß wie
bei mir!
Herzliche Grüße!
Soeben erhalte ich einen Brief von Gogarten4, der über die «unverschämte»
Besprechung Ihres Buches durch M. Müller
schilt.5