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Sehr verehrter Herr Kollege, — oder wenn Sie es gestatten: lieber Herr
Barth!
In der vergangenen Woche habe ich meine Besprechung Ihres «Römerbriefs»1 Rade übergeben.2 Da sie ziemlich lang geraten ist, ist zwei|4felhaft, wie bald sie gedruckt werden kann, wenn nicht 1700 M[ark] zur Verfügung
gestellt werden zur Vermehrung des gewöhnlichen Umfangs der Chr[istlichen] W[elt] um
einen halben Bogen. Da ich annehme, daß Sie über diese Summe ebensowenig verfügen
können wie ich, werden wir uns noch eine Weile gedulden müssen, und ich will meinen
Dank für Ihr Buch vorläufig dieser Karte anvertrauen; vielleicht nehmen Sie ihn da
auch argloser als in meinen kritischen Bemerkungen. Ich habe freilich in meiner
Besprechung noch mit einigen Bedenken und Wünschen zurückgehalten, um mich zu
konzentrieren und eine Verständigung, wenn möglich, zu erreichen. Nicht, daß ich sie
Ihnen vorenthalten wollte! Ich hoffe vielmehr, daß wir uns noch intensiver über die
Sache austauschen können. Kommen Sie nicht wieder einmal nach Marburg?
Mit herzlichem Gruß