Bibelstellen-Register

Röm. 7,7–13

Röm. 7,7–13

7Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht, außer durchs Gesetz. Denn ich wußte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hätte gesagt: »Laß dich nicht gelüsten!« 8Da nahm aber die Sünde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot. 9Ich aber lebte weiland ohne Gesetz; da aber das Gebot kam, ward die Sünde wieder lebendig, 10ich aber starb; und es fand sich, daß das Gebot mir zum Tode gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war. 11Denn die Sünde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und tötete mich durch dasselbe Gebot. 12Das Gesetz ist ja heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut. 13Ist denn, das da gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Aber die Sünde, auf daß sie erscheine, wie sie Sünde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirkt, auf daß die Sünde würde überaus sündig durchs Gebot.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 3

  • 5. Kapitel: Der nahende Tag 1922

    … begeisterte, der wartende, der auf Gott gerichtete, der religiöse Mensch ist der Sünder im anschaulichsten | 240 Sinn des Wortes ( 7,7f . 14f. ). An den religiös Interessierten, nicht an der Masse der Gleichgültigen, an den Pfarrern und ihren Freunden, nicht an den Schiebern und Zuhä …

  • 7. Kapitel: Die Freiheit 1922

    … etzt, sie ist, zuletzt und zuhöchst aufbrechend, die geheime Möglichkeit der Möglichkeiten. Am Gesetz wird der Mensch zum Sünder ( 7,7–13 ). Denn alles menschli | 325 che Pathos lebt irgendwie und zuletzt von dem Pathos des «Eritis sicut Deus!» [vgl. Gen. 3,5 ], das gerade in der relig …

  • 10. Kapitel: Die Schuld der Kirche 1922

    … rs denn durch menschliche Schuld ? Wir erinnern uns daran, dass unsre Geschöpflichkeit unser Fluch ist durch die Kraft der Sünde ( 7,7–13 ), nicht sonst. Ist es einmal begriffen in seiner ganzen | 493 Tragweite, dass es der Kirche immer und überall an Gott gefehlt hat, fehlt und fehlen …