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22. Juli 1921
Rudi gab mir schon am Sonntag Abend per Telephon ein erstes kurzes Exposé der Lage. Auch deine Karte hatte mich auf die rasche herbstliche Ankerlichtung vorbereitet. Der geplante Kopfsprung flugs und grad mitten hinein in den Teich hat gewiß viel für sich. Ich hörte aus deinen Worten etwas vom Mut jener «ge|506trosten Verzweiflung», der dich und uns Mitbeteiligte alle Bedenken zurückstellen läßt. Ich habe bereits grimmiges Heimweh nach dir und würde mich am liebsten in den nächsten Zug nach Safenwil setzen. Aber du bist ja jetzt hinter dem Römerbrief
📖 und mußt mit höchster Tourenzahl arbeiten. Wenns nur nicht über deine Kraft geht! Lad auf mich was du kannst an Durchsicht von Manuskript und Korrekturbogen.
Georg Merz war also hier mit seiner Frau. Wir haben beide lieb bekommen und treffliche Tage mit ihnen verlebt mit viel guten langen Gesprächen. Mein Dostojewski
📖 ist bereits fertig gedruckt. Prompte Arbeit von Lempp. […]
Herzliche Grüße dir und Nelly