Karl Barth an Eduard Thurneysen
[…] Wir erwarten euch mit tausend Freuden. Wir haben bereits unsre Bibelbesprechung, wo beharrlich am Epheserbrief weiter wiedergekäut wird, bis alle Nester ausgenommen sind, soweit das geht, — auf den Montag Abend verlegt, um deine Mitsprache zu sichern. Und wieviel wird sonst zu besprechen sein!
Dem Herrn
Nicht genieren kann man sich […] vor Ragazens neuestem Völkerbundsschrei.2 […] Es ist ein erschreckender Beleg dafür, |387 daß ich ihn Römer 13
Denk ich bin an der Arbeit an einem — — Gebetbuch für unsere Gottesdienste, zunächst lauter Psalmen und Psalmenzusammenstellungen. Dabei komme ich gründlich im Psalter herum und kann eigentlich nur staunen, daß die «Religion» sich durch diese merkwürdige Literatur nicht mehr hat erschrecken lassen. Es stehen ja unerhörte Dinge darin über das «ganz Andere», auf deren Hintergrund sich eine «Erbauung» erhebt, die sehr anders aussieht als das, was man so nennt. Dieses liturgische Geschäft — das erste Mal in meinem Leben, daß ich über Kultisches länger als 5 Minuten nachdenke — erfüllt mich augenblicklich mit ungewohntem Frieden. Daneben lese ich kopfschüttelnd wie du in dem Wälzer von
Daß deine Leutwiler Abschiedspredigt gedruckt wird, begrüße ich sehr.