18. März 1920

Eduard Thurneysen an Karl Barth

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Lieber Karl,

Dank für deinen Brief! Den Gang deines Vortrages kann ich mir einigermaßen aus deinen Andeutungen konstruieren, bin aber gespannt auf alle einzelnen Wendungen des Weges. Rosenstocks Seufzen unter unserm andern Geist ist wahrhaft tragisch. […] Ich mag dieses ganze Getümmel: von Pfarrersein — Weib — katholisch — protestantisch — von Krieg — Deutschtum — Schicksal — Kirche — Brüderlichkeit — Liebe — nicht. Es ist ohne den sichern Zusammenhang einer werdenden Erkenntnis geschrieben. Vielleicht mußte es geschrieben, aber nicht gedruckt werden? Oder was denkst du?

Herzlich
Eduard

Wie wird unser Pfarreinsatz ablaufen?!