Eduard Thurneysen an Karl Barth
Deine Suhrerrede war nichts weniger als ein Durchfall. Für mich hatte sie etwas durchaus Überzeugendes und Befreiendes. Es muß bei solchen Gelegenheiten irgendwie doch beim Gleichnis bleiben, wie es bei dir geschehen ist. Du hast uns den Sozialismus ausgelegt und zum Schluß auch noch die letzte Beziehung aufgedeckt, von der her alles Vorhergehende geredet war — für die, welche Ohren hatten zu hören. Das ist vorläufig sicher genug. Wer mehr sagen will, sagt weniger. Dagegen liegt ein gelegentliches Hingehen und im Gleichnis reden, wie du es versucht hast, durchaus in der Linie des N. T. Und wenn wir wissen, was wir tun, so ist überhaupt das plötzliche, überraschende Auftauchen an Orten, wo man uns nicht vermutete, und das damit versuchte Herstellen einer Beziehung, an die niemand denkt und glaubt, etwas das ganz von ferne und ganz im Kleinen und nur in der Analogie, aber immerhin in der Analogie steht zu jenen großen Zeichen des Himmelreichs, die im N. T. errichtet sind. Das isolierte kirchliche Predigen allein tuts eben nicht.
Hast du im «
Wie wars in