26. November 1919

Eduard Thurneysen an Karl Barth

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Lieber Karl,

Nimm nur Ragaz nicht zu tragisch! Ich habe ihm soeben noch einmal geschrieben und ihm gesagt, daß auch wir selber um unsere persönlichen Schwächen wissen. Es möge ihm doch genug sein, das zu vernehmen. Im übrigen gehe es uns, wie aus dem Römerbrief 📖 zu ersehen, um eine Sache, die doch auch ihm ans Ohr dringen möge, damit er uns darin weiterhelfe.

Es können ungute Zeiten anbrechen: im Politischen, wenn nicht alle Zeichen trügen, eine Ära Metternich, in der Kirche ein neuer Pietismus.

Herzlich
Eduard