17. November 1917

Karl Barth an Eduard Thurneysen

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Lieber Freund!

Da kommt zunächst Titel, Vorwort, der revidierte Text von «Advent»,1 den du «superkorrigieren» mußt, und die Bemerkungen von Bäschlin. […] Von mir ist nicht viel zu sagen, als daß das Papier sich mit Tinte bedeckt, aber viel zu langsam, sodaß ich jedenfalls mein vorgestecktes Ziel, die drei Kapitel, nicht erreiche. Ich will froh sein, wenn ich es auf die Hälfte bringe. Das stille Gelehrtenleben paßt mir sehr gut. — In Safenwil ist unterdes allerlei Krawall: Rekurs gegen die Gemeinderatswahl, Repressalien von Schulpflege und Fabrikant gegen meine Unterrichtshoheit, verschnupfte Gesichter, wie Nelly mir schreibt, kurz allerlei Dämonisches, wie wir es leider immer wieder erleben müssen. Wir lesen hier in Kutters Buch2 und finden es schön, aber etwas dick. […] Samstag Abend ohne Predigt! Morgen werde ich Hadorn hören und nachher noch den Brüdergemeinepfarrer.

Herzlichen Gruß an Marguerite und dich
Dein
Karl

Sachfußnoten

1
«Suchet Gott …!» S. 5ff. 📖 ↩
2
H. Kutter, Das Bilderbuch Gottes für Groß und Klein, Basel 1917. 📖 ↩