Eduard Thurneysen an Karl Barth
[…] Du verlangst Dinge von mir, die ich dir nicht geben kann, wenn du entscheidende Worte erwartest über dich und dein Tun. Deine Predigt habe ich eben gelesen und wüßte nicht, was mir daran nicht gefallen hätte. Sie mutet mich vorreformatorisch an, damit ist eigentlich alles gesagt: wir sind nicht recht glücklich dabei, daß wir einstweilen noch so predigen müssen, und die Leute auch nicht. Aber was wollen wir? Deine Predigt ist gewiß in ihrer Art gut, und du brauchst ihretwegen keinen Augenblick unruhig zu sein. Wir müssen jetzt da hindurch; es werden schon einmal andere Töne kommen, sie klingen bereits da und dort an.
Ich habe heute auch eine Predigt zur bevorstehenden Reformationswoche gehalten über
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Im Bezirk