27. September 1917

Eduard Thurneysen an Karl Barth

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Lieber Karl,

Ich habe mich also grimmig darangemacht, mitten im Hochgebirge meine gesammelten Werke abzuschreiben. Die Predigt über den «Ungerechten Haushalter»1 kommt nun doch, wenn auch die Auslegung anfechtbar sein mag (immerhin so gut wie die von Niebergall2 ist sie auch noch!). Aber prüfe sie doch noch einmal gründlich. Du mußt ja für all das Meinige die Verantwortung mit übernehmen. Deine Tanks sind sämtlich wohlgepanzert, und ich freue mich, daß meine Infanteristen es in ihrem Schutze wagen dürfen, vorzugehen. Ich habe mich stellenweise eigentlich wundern müssen über das gute Ineinandergreifen unserer Räder. […]

Wir sind viel in Gedanken bei euch. Von Herzen
wir
Beide

Sachfußnoten

1
«Suchet Gott …!», S. 117ff. (2. Aufl. S. 121ff.). 📖 ↩
2
F. Niebergall, Praktische Auslegung des Neuen Testaments für Prediger und Religionslehrer, Tübingen 19142, S. 196–198. 📖 ↩