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1. September 1916
Liebe Freunde!
[…] Zunächst eine praktische Mitteilung, die euch hoffentlich nicht zu arg erschreckt; im Notfall werdet ihr sie einfach ignorieren. Am kommenden Montag ziehen wir nämlich Deo bene volente mit unsern Konfirmanden (Nelly als Leiterin der Meitli) morgens 5 Uhr zu einer großen Pilgerfahrt aus. (Hochuli hat wunderbarerweise nichts dagegen, doch scheinen für einige Bally1 Buben noch Hindernisse zu bestehen.) Schöftland — Ruedertal — Zezwil — Homberg — Leutwil — Kulm — Schöftland — Safenwil. Das Materiellste zuerst: würdest du so freundlich sein und in einer Beiz in Leutwil den «Zobig»2 bestellen für 30-40 Mäuler, es darf etwa 70-80 Rappen kosten pro Person: Kaffee und etwas Nahrhaftes dazu, für nachmittags 3 Uhr, damit wir um 4 Uhr heimkönnen. Dazu solltest du ihnen dann als Vertreter aller guten Geister des Seetals eine schöne Geschichte erzählen […], damit sie einmal etwas Rechtes hören. […] Alles natürlich nur bei schönem Wetter. — Und wenn du mit deinen Konfirmanden und dem bewußten Seil auch auf den Homberg kämest?
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Lauterburg habe ich nun freundlich abgeschrieben. Mein Blumhardt-Manuscript ist nun auch an ihn ab, was für ein Hin und Her es vorher noch damit gegeben, magst du dem beiliegenden Brief Ragazens entnehmen. […] — Ich las übrigens eben einen ausgezeichneten Aufsatz eines Jesuiten P. Lippert in den «Stimmen der Zeit» über die Auferstehung der Toten,3 der fast von Kutter sein könnte. Im Römerbrief
📖 knorze ich nun eben an den Felsklötzen 3,20ff. Was steckt da alles dahinter; ich werde es kaum in diesem ersten Anlauf alles entdecken und erheben. Es sind ja ganz die gleichen Dinge, die uns im 1. Johannesbrief begegnen, nur viel geschliffener und gefährlicher, wenn man will.
Eiliger Schluß. […] Freudigst und herzlichst