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30. April 1916
Liebe Freunde!
[…]
Kommt […] heute, Sonntag in 8 Tagen nachmittags oder abends, wie es euch besser paßt. Du Eduard hast dann gleich Gelegenheit, im Blauen Kreuz einen Schlag zu führen. […] Pestalozzis werdet ihr hoffentlich schon bei uns vorfinden, denn wir haben sie bereits auf Samstag Abend aufgeboten. […] So ist Alles aufs harmonischste prästabiliert, und ihr habt nur mit der nötigen Freudigkeit anzurücken. Heute und morgen habt ihr also Kuttern, wir meinen das Rauschen der Wasserfälle und das Gepolter der Durchbrüche zu hören. Wir aber haben das verwegene Projekt, morgen Montag (nach verschiedenen Trainierungsmärschen an den letzten Abenden) über den Hauenstein nach Basel zu laufen. Vielleicht langt es dann nur bis Läufelfingen, aber die Absicht ist gut, und die Tagwache ist auf nachts 2 Uhr angesetzt. Wenn ihr morgen erwacht und diesen Brief bekommt, sollten wir also rüstig ausschreitend irgendwo im Baselbiet vorzustellen sein. Doch ists noch nicht Morgen, und es kann noch allerlei dazwischen |134 kommen. — Ihr geht doch nicht nach Neßlau? Am Plan für in 8 Tagen nicht mehr rütteln!
Und nun herzlichen Gruß von