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26. April 1916
Buxtorf schreibt mir beiliegenden mich zu einem Ja drängenden Brief.1 Aber nichtwahr, du findest doch auch, es wäre nicht recht, wenn ich nun ginge. Es ist ja wahr, daß ich mich gelegent|132lich sehne nach einem etwas größeren und klareren Feld, als ich es hier habe. Dem hier wären zweifellos viele andere auch gewachsen, aber trotzdem, ich bin noch nicht einmal drei Jahre hier. Für die Leute hier, die im Geiste bereits meinen Grabstein nach 40jähriger Tätigkeit auf dem hiesigen Gottesacker zu sehen vermeinen, wäre mein Weggang ein ungemeiner Schlag. Ich höre bereits ihre Stimmen zueinander reden und nach dem kurzen Intermezzo meines Hierseins sich aufs neue bestärken in ihrer «Gerechtigkeit», die bisher stand wie der Turm zu Babel, und an der ich zwar ein wenig zu rütteln versuchte, aber siehe da, sie war stärker als ich es bin, denn sie ist geziert mit uralter Heiligkeit, wie du es mit deinem Vortrag in Aarau so treffend gesagt hast. Also, ich werde besser hier noch ein wenig Rüttler und Schüttler sein als die Lämmer weiden auf der Himmelswiese von Neßlau. Aber sag mir doch mit zwei Worten deine Meinung.
Herzlich