21. Dezember 1915

Eduard Thurneysen an Karl Barth

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Lieber Freund,

Deine freundliche Begrüßung von heute morgen hat mich erfreut. Ich will nun schnell auch meinerseits eine gerade vorhandene Adventsrede an dich abgehen lassen, um nicht so einseitig nur von dir zu empfangen. Sie befriedigte mich beim Halten, sie kam glaub geschlossener heraus, als sie hier vorliegt. Nun man schaut sich halt in die Küche, wenn man Predigtkonzepte einsieht.

Die Hochzeit rückt nun heran. Wernle sagt ab. Es werden auch Kinder dieser Welt an das Fest kommen. Die beiden Pestalozzi aus Zürich haben zugesagt. Ebenso hoffen wir Ernst Staehelin und Max Gerwig1 zu begrüßen, also doch einige «Geister».

Das ist schön, daß die Aarauer dich über den lieben Gott reden hören wollen. […] Ich hoffe auch kommen zu können. […]

Grüße Nelly und die Kleinen und sei ebenfalls herzlich begrüßt von
deinem
Eduard Th.

Sachfußnoten

1
Max Gerwig (1889–1965), Prof. Dr. iur., Sozialdemokrat.↩