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25. Juni 1915
Lieber Freund!
Besten Dank für deine Sendung. Hier kriegst du dafür einen Brief von [Adolf] Keller, der auch ein erfreuliches Zeichen davon ist, daß es sich an vielen Orten rührt und daß wir mit unsrer Widerhaarigkeit jedenfalls doch dem und jenem einen guten Dienst leisten. Das macht Mut und Freude, weiterzubohren. […] Ich sprach meinen Konfirmanden heute morgen auch von dem «Kreuzzug» und fand sichtliches Vergnügen bei ihnen. Der 11. Juli wäre vielleicht gut. […] Der Feldprediger war gestern da und verkündigte mir feierlich, er werde am Sonntag zu mir in die Predigt kommen. Er ermahnte mich natürlich, nur ja keine Rücksicht zu nehmen auf ihn und zu predigen wie an einem «gewöhnlichen Sonntag». Das will ich denn nun auch tun. Gal. 3,23–25, das nun also drankommt, wird hoffentlich automatisch auch zu diesem Manne reden. Morgen gehe ich also nach Zürich. Nelly ist schon dort. Fränzeli ist noch immer sehr erfüllt vom Bumbum des Defilierens.
Herzlichen Gruß