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24. November 1914
Mein Lieber,
Vielen Dank für Wernles Brief. Er hat offenbar dir gegenüber das Gefühl, das wir ihm gegenüber nie loswerden: völliger Mangel an Eingehen auf das, was man eigentlich meint und zu sagen hat. […] Die Einheit ist jedenfalls auch bei den Religiössozialen nicht vollständig. Was Greyerz1 z. B. anzustreben scheint, ist jedenfalls doch nicht das klare Einsetzen einer von der politischen aufs Handeln abzielenden Einstellung unterschiedenen, rein von innen heraus bestimmten religiösen Orientierung. Auch Ragaz mit seinen starken politischen Instinkten will sicher mehr als das Herausarbeiten einer überlegenen, an Gott orientierten und allein von ihm das Größte erwartenden Glaubenshaltung. Das ist |21 mein altes Bedenken, das mich immer mehr zu Kutter hinzieht. […]
Herzlich