Predigt: Matthäus 13,31-32
Das Kleinste unter allem Samen! Ja, so ist’s mit dem Himmelreich. So unbedeutend, so unwichtig, so nebensächlich neben all dem Anderen, was sonst in der Welt ist! So leicht mit Füßen getreten! So schnell vom Winde verweht! Das Kleinste unter allem Samen! Wer das übersehen will oder anders haben möchte, der soll schnell hingehen und sich etwas Besseres, Größeres erwählen als das Himmelreich.
Nur die leise Stimme des Herzens, das von einer anderen Welt weiß. Nur diese feine, zarte Erinnerung in uns, daß wir hier nicht zu Hause sein können. Nur dieses stille Bewußtsein in unserer Seele von dem, was das Älteste und Erste war in der Welt und wieder das Neueste und Letzte sein wird. Nur diese Botschaft des Gewissens von dem, was eigentlich die Wahrheit des Lebens ist. Ach ja, was «eigentlich» wahr ist! Da gehört es sich wohl, daß man ein «nur» davor setzt. Das, was «eigentlich» wahr ist, das gilt eben nicht, das muß schweigen und sich ducken, mit dem muß man sich schämen und in Acht nehmen, mit dem richtet man Verwirrung an und schadet sich nur. Zurück mit dem, fort damit in den hintersten Herzenswinkel, wo niemand es sehen kann und wo es nicht stört. Wir leben ja eben gerade von dem und in dem, was eigentlich nicht wahr ist, wir leben in dem und von dem, was wir eigentlich fürchten, verabscheuen, verachten! Aber man kann leben damit, verdienen, essen und trinken, groß werden und groß tun, sich lustig machen1. Sei recht höflich, nimm recht Rücksicht nach allen Seiten, sei recht klug bei dem, was du denkst, und besonders bei dem, was du redest, überlege dir immer sorgfältig: was habe ich davon? und was bringt’s mir ein? Du weißt schon: das alles ist eigentlich nicht wahr, das alles ist eigentlich Lüge, Lüge, Lüge, dein Herz, dein Gewissen, deine Seele leiden darunter, empören sich dagegen, aber – pssst! – man lebt davon, daß man’s so macht, die Welt ist nun einmal so, |37 daß Alle, fast Alle von dem leben wollen, das gelten lassen und emporheben, was eigentlich nicht wahr ist. Das Himmelreich ist eben das Kleinste unter allem Samen.
Ach ja eben, das Himmelreich! Nur das Himmelreich! Tönt nicht schon das Wort so luftig, so träumerisch, so unreell, daß man sich fast geniert, es in den Mund zu nehmen, geschweige denn, daß man sich getrauen könnte, es im Leben ernst zu nehmen, – im Leben!, man denke sich: im Leben, wenn man weiß, was das Leben ist, wenn man Erfahrung hat vom Leben. Was soll da das Himmelreich? Und das andere Wort, das mit dem Wort Himmelreich viel zu tun hat und das uns eigentlich sagt, was es ist mit dem Himmelreich, das Wort Gott, – ist das nicht fast noch das kuriosere Wort und die kuriosere Sache? Davon redet man doch nicht in guter Gesellschaft! Versuch’s einmal, im Gespräch, in der Eisenbahn, auf der Straße oder gar in der Wirtschaft an den lieben Gott zu denken oder gar noch etwas vom lieben Gott zu sagen, von dem, was er meint, denkt und will, mitten hinein in all das Menschengerede! Nicht wahr, das geht nicht, es schnürt dir etwas die Kehle zu und hindert dich, man würde dich von der Seite ansehen, und es würde Alles stille werden. Du weißt, was sie von dir denken würden: das ist ein seltsamer, taktloser Kauz! davon redet man doch nicht! das paßt doch überhaupt nicht hieher. Der liebe Gott paßt doch nicht zum Politisieren, zu den Geschäften, zum Rechthaben, zum Sich-lustig-Machen. Der liebe Gott soll ganz bescheiden in der Kirche bleiben, und zwar so, daß man draußen ja nichts merkt – und allenfalls bei den Frommen, aber beileibe so, daß sie nicht dergleichen tun2, sondern ihre Religion für sich haben und im Übrigen schweigen und mitmachen. Den lieben Gott mit seinen Gedanken und Absichten kann man doch im Leben nicht ernst nehmen und gelten lassen. Und nun trifft sich’s, daß dieser liebe Gott, der so bescheiden sein muß, der Herr und König ist des luftigen, träumerischen, unreellen Himmelreichs, mit dem auch niemand so recht weiß, was anfangen! Ach, was soll man sagen zu allen diesen Dingen, es wird ja wohl etwas dran sein, daß das alles nicht nur Luft und Traum ist, aber zurück, zurück damit in den Hintergrund, es sind andere Dinge da, die stehen dick und greifbar und verständlich vor unseren Augen, an die muß man sich halten. Das Himmelreich aber ist das Kleinste unter allem Samen.
38Ja, es sind Reiche genug, die sind ganz anders groß und wichtig und bedeutungsvoll als das Himmelreich. Sieh da deine Laune oder Leidenschaft, die über dich kommt, daß du mit mußt – das ist eine Tatsache, nicht wahr, die spürst du, die packt dich, die reißt dich mit, die ist da! Sieh da dein Wille, daß du willst recht haben und als gerecht dastehen und angesehen sein, und alle Anderen sollen schuld sein, aber du nicht, das ist wieder eine Tatsache, nicht wahr?, ein solcher Wille macht sich geltend, den muß man ernst nehmen, mit dem muß man rechnen. Sieh da die Macht eines Menschen, der bezahlen und befehlen kann, ja das ist ein großes und wichtiges Reich, da heißt es Respekt haben! Sieh da die Masse, die ihre Lust haben will, grob oder fein, und blindlings hinrennt, wo ihr Lust angeboten wird. Das ist etwas, das hat Kraft und Gewalt, das gilt: wer kann da widerstehen? Sieh da die Staatsgewalten mit ihren Gesetzen und Behörden, mit ihren Kanonen und Bajonetten, wenn es sich um die handelt, ja das ist dann etwas. Sieh da Kranksein, Gesundwerden oder Sterben, Einnehmen und Ausgeben, Vorwärts- oder Zurückkommen, Anerkanntwerden oder Mißerfolg haben vor den Menschen, ja das alles, das sind Tatsachen, Wirklichkeiten. Darüber denkt man nach, auf die nimmt man Rücksicht, die stehen nicht im Hintergrund, die sind nicht nichts – wie das Himmelreich, das eben das Kleinste sein muß unter allem Samen.
Was für eine Torheit, auf das Himmelreich abzustellen, am Himmelreich seine Freude zu haben, für das Himmelreich zu arbeiten und zu leiden. Was hilft dir Herz, Gewissen, Seele, der Himmel, Gott selber, was hilft dir das, was eigentlich wahr ist, damit kommst du im Leben nicht durch! Ist es nicht eine Torheit, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen? Und was für ein Narrenhaus die Kirche, wo man alle Sonntage hört und redet von dem, was eigentlich wahr ist, als ob es wirklich wahr wäre, aber kaum ist man draußen, so muß man doch wieder denken, daß das alles ja viel zu schön und zu einseitig ist, als daß es wahr sein könnte, und kommt ganz in Entsetzen, wenn es nun einmal etwas laut gesagt wird: es ist doch wahr!, und doch redet und hört man weiter in diesem Haus von dem, was eigentlich und im tiefsten Grunde jeder glaubt und was doch in Wirklichkeit nicht ernst genommen wird. Ist es nicht ein rechtes Narrenhaus? Und was für eine kuriose Geschichte mit diesem Evangelium, das ein solch merkwürdiges Rätsel ist gegenüber dem ganzen Leben, und mit diesem Jesus, der unsere Welt weder ihren Gang gehen lassen, noch sie |39 gutheißen und segnen, noch sie nach und nach und schrittleinweise verbessern will, sondern der unerhörterweise dran denkt, sie von Grund auf zu erneuern durch einen neuen Geist. Ein neuer Geist, was für eine kuriose Geschichte! Und so muß eben alles Andere groß, breit und wichtig dastehen, und das Himmelreich muß das Kleinste sein unter allem Samen.
Ja, das ist eben die Natur des Senfkorns, und das ist die Natur Gottes und der göttlichen Wahrheit, daß er in unserem Leben und in unserer Welt der Kleinste ist. Nichts ist leichter, als ihn zu übersehen und zu verachten. Und wer da will, der mag nur hingehen und sich darüber verwundern und daran Anstoß nehmen.
Aber so klein es sein mag, es ist da, das Himmelreich, und es wächst. Die Tatsache kann nicht wegdisputiert und ausgekratzt werden, daß jeder Mensch, jeder, ein Herz, ein Gewissen, eine Seele hat, und diese tief verborgene Stelle in ihm ist wie eine Türe. Und unter der Türe steht Gott und sagt: ich bin da!, und die Türe führt ins Himmelreich. Die Türe kann verhängt, verrammelt, verschlossen sein, daß der Mensch Gott nicht sieht und die Herrlichkeit des Himmelreichs, aber Gottes Stimme: ich bin da! hört er doch, und daß etwas Anderes anfängt da jenseits der verschlossenen Türe, das weiß er auch. Ja, das weiß der Mensch ganz genau, daß es noch etwas Anderes gibt über den großen, breiten, wichtigen Dingen, mit denen er sein Denken und Dasein ausgefüllt hat. Wovon leben wir denn? Etwa von dem, was wir so schrecklich ernst nehmen und über das wir nicht genug schwatzen können, von dem, was wir essen und trinken, von dem, was wir verdienen, davon, daß wir recht haben und daß man uns recht gibt? Leben wir etwa vom Wohlwollen der Leute und von ihren Banknoten oder von den Kindereien, die wir als unsere Vergnügungen ansehen, oder von den gerechten, spitzigen Worten und von den Kanonen, mit denen wir uns gegeneinander wehren? Ja, so sagen wir wohl und meinen wir wohl auch und müssen doch fast rot werden und verlegen auf die Seite blicken, wenn wir es sagen, denn wer glaubt das eigentlich!? Seht, da sind wir schon wieder bei dem Wörtlein «eigentlich», bei dem Senfkorn des Himmelreichs. Wir wissen alle ganz genau nicht nur, daß es etwas Anderes gibt, sondern daß wir von etwas Anderem leben als von dem Großen, Breiten, Wichtigen, was da in der Welt und auch in unserem Leben sich reckt und dehnt, lärmt und brüllt, als ob es allein da wäre. Und das Andere ist eben das, was eigentlich wahr ist, das |40 Himmelreich. Es gibt gar kein Menschenkind, das nicht schon in gewissen Lebenslagen wie darauf hingedrängt war, gehen und stehen zu lassen all das Große, Breite und Wichtige und die verschlossene Türe zu sprengen. O wenn jetzt mein Herz recht hätte!, das mir sagt, daß es einen Menschen gibt, dem ich so recht aufrichtig Liebe und Vertrauen schenken darf, seufzen wir, wenn wir allein sind und uns nach Verständnis und Gemeinschaft sehnen. O wenn jetzt das Gewissen in den Menschen reden und durchdringen wollte!, sagen wir, wenn wir vor einem besonderen Ausbruch des Bösen stehen, wenn wir etwa an den Krieg denken. O wenn die Seele, die Seele erwachen und sich regen dürfte inmitten all der toten Sachen, inmitten dieses äußerlichen, mechanischen Lebens!, so klagt etwas in uns, das, was wir vor lauter Geschäften und eiligen Beziehungen und oberflächlichen Verhältnissen immer vernachlässigen. Es ruft etwas in uns allem zum Trotz nach Wahrheit, Tiefe, Liebe, Freudigkeit. Es ist etwas in uns, das sich nicht zufrieden geben will mit dem, was uns immer im Vordergrunde steht. Es verlangt etwas in uns nach Gott, den wir eben noch abgeschoben hatten: du gehörst in die Kirche! du bist nur für die Frommen! du magst im verborgenen Herzensgrund dein Wesen treiben! Nein, es ist etwas in uns, das möchte Gott am hellen Tag, Gott mitten in unserem Leben drin sehen, wie unsere Leiden, unsere Sünden, unsere Langeweile, unsere gesellschaftlichen Lügen und gegenseitigen Ungerechtigkeiten auch am hellen Tag und mitten im Leben sind. Gott mit seiner Güte! Gott mit seiner Kraft! Gott mit seiner Seligkeit! O wir kennen ihn sehr wohl, und wir ahnen seine Herrlichkeit und sehnen uns danach. Das Himmelreich, das kleine, unwichtige, belanglose neben unseren Siebensachen, es ist da, und in manchen Zeiten, z. B. in der unsrigen, ist es besonders nahe.
Und das Himmelreich wächst, wächst gewaltig wie das Senfkorn neben dem Anderen und über das Andere hinaus. O wer das so ganz genau und bis aufs Letzte schildern und erklären könnte, wie das eigentlich ist, wenn so ein Samenkörnlein, das noch eben hart und kalt und fremd und klein in der Erde lag, nun auf einmal erwacht und sich bewegt und sich erschließt und keimt und zum Pflänzlein, zur Pflanze, zum Baume wird!? Das müßte ein rechter Lebensforscher und Gottesgelehrter sein, der das alles wirklich wüßte und genau sagen könnte, wie und warum? Aber es weiß es keiner ganz genau, wir sehen’s nur immer wieder im Frühling, daß es millionenfach geschieht, das große, hoffnungsvolle Wunder. Das |41 Samenkörnlein will nicht allein bleiben dort in der Erde, es ist etwas in ihm, das möchte ans Licht und in die Weite, und wenn durch die Macht der Sonne das Erdreich weich und warm und feucht geworden ist, dann wird das Wünschen und Wollen und Drängen in dem Samenkörnlein auf einmal Wahrheit, und eins kommt unaufhaltsam nach dem anderen: es wächst, es wächst! Es ist das noch viel größere Wunder, wenn das Himmelreich zum Wachsen kommt in den Menschen, wenn die verschlossene Tür aufgeht und die Herrlichkeit, die draußen lange stand und von der uns Gott, den wir nicht sahen, längst geredet, dringt herein, erst durch die Ritze, dann durch den Spalt, dann durch die volle Öffnung, wenn das Herz seine Rechte an sich zu reißen beginnt, wenn das Gewissen reden will, wenn die Seele erwacht und sein will, was sie ist: die Seele, will sagen die Hauptsache, der Mittelpunkt, das Entscheidende, die Sonne der Welt und des Lebens.
Ja wie geschieht das? Das kann man wie beim Samenkörnlein zuletzt nicht erklären, es geschieht eben. Man kann nur sagen, daß es auch da viel Frühlingssonnenwärme dazu braucht. Viele klare, feste, helle Gottesworte, viel ernste, fröhliche Gotteswahrheiten, viel überwindende Gottesliebe muß auf allerlei offenen und verborgenen Weglein den Zugang finden zu uns gefrorenen Christen3. Ein langes, gründliches Erfahren, Erleben, Entdecken muß einsetzen, das uns wie auf einer Wanderung über viele, viele Berge und Täler hinwegführt. Erkenntnisse eigener Dummheit und Übereilung wollen da gemacht sein, bittere Enttäuschungen mit der Menschheit wollen durcherlebt sein, grimmiger Zorn muß über uns gekommen sein über die großen Grundlügen, mit denen wir einander anlügen, ein Entsetzen muß uns erfaßt haben vor dem, was man gewöhnlich als recht ansieht. Und auf der anderen Seite helle, freundliche Einsichten in das, was göttlich ist in uns selbst und vor Allem in unseren Mitmenschen, in alles das, was nur möglich wäre, wenn wir ernstlich wollten, in die Lichter, die uns aufgehen, und in die Kräfte, die uns zuströmen könnten, wenn wir aus der Quelle des Lebens [vgl.
Nochmals, man kann das alles nicht beschreiben, wie es geschieht. Aber Gott sei Dank: es geschieht tatsächlich. Das Himmelreich ist nicht nur da hinter der verschlossenen Türe, hinter der dicken Decke, die über |43 den himmlischen Bogen gezogen ist, sondern es bricht durch, es wächst. Ich kenne genug Menschen, bei denen ich es habe durchbrechen und wachsen sehen, daß ich euch das fröhlich sagen kann als meine festeste Überzeugung: es geschieht tatsächlich. Es ist die größte Lüge, daß nur das Große, Breite, Wichtige, das, was brüllen und großtun kann, etwas sei und gelte im Leben. Jawohl, das ist auch da, aber das Himmelreich wächst daran vorbei und darüber hinaus und hebt zuletzt alles Große, Breite, Wichtige auf und erweist sich als die alleinige Macht. Ich möchte es allen Sorgenvollen, Lebensmüden, Unzufriedenen, Menschenscheuen, allen Bedenklichen und Ängstlichen sagen: habt doch keine Angst! laßt euch doch nicht erschrecken! das Himmelreich wächst ja, wächst über Alles hinaus, und nichts kann ihm widerstehen, ich habe es wachsen gesehen. Ich möchte euch auch sagen, daß ich gerade jetzt fest überzeugt bin, daß es auch unter uns, in unserer Gemeinde wachsen kann und wachsen wird, vielleicht im Stillen bereits im Wachsen ist. Es kann sein, daß das Leben in den Samenkörnlein bei uns noch lange warten muß, bis es sich entfalten kann. Es kann sein, daß die Frühlingssonne noch sehr lange auf uns scheinen muß, bis sie das Samenkörnlein zum Wachstum erwecken darf. Es kann auch sein, daß das Durchbrechen und Wachsen des Himmelreichs unter uns sehr nahe ist. Wir wollen darüber nichts sagen, weil wir einfältigen Menschen uns da gar leicht irren. Aber das möchte ich euch heute sagen, daß ich ganz fröhlich und getrost bin, weil ich weiß, daß das Himmelreich auch hier einmal größer sein wird als alle Kräuter. Und bitten möchte ich euch alle: ihr möchtet doch statt allem Anderen recht fest mit mir daran glauben: es will und es wird wachsen. Denn das ist sicher: wenn wir fest daran glauben, dann helfen wir ihm. Wo recht viel Glauben ist, einfacher Kinderglaube, Glaube, daß Gott recht hat und recht behält, da kommt der fruchtbare Augenblick, wo die Frühlingssonne die schlummernde Saat berührt. Ich bitte euch um euren Glauben, nicht an mich, sondern an Gott. Unser Weg ist jetzt wirklich einfach: es kann uns jetzt ganz klar geworden sein, daß das Himmelreich wirklich das Kleinste ist unter allem Samen bei uns. Zum Rühmen ist kein Anlaß. Es kann uns aber auch sofort klar sein, daß das Himmelreich da ist und wachsen will über Alles hinaus. Niemand ist ihm fern. Niemand ist da ausgeschlossen. Es gibt da keine Feinde und Gegner und Parteien. Es gibt da keine, die Recht haben, und keine, die Unrecht haben. Es gibt da nur Menschen, die eigentlich von Herzen leiden unter |44 dem, was jetzt groß, breit und wichtig ist, die eigentlich nach etwas Besserem verlangen. Und es gibt da nur die Güte Gottes, der allein groß werden möchte unter uns, damit wir Frieden und Freude haben. So wollen wir dastehen, recht demütig, aber auch recht freudig und zuversichtlich als Leute, die an das Himmelreich glauben und sich auf das Himmelreich rüsten. Ich bitte euch nochmals um eure Aufrichtigkeit und um euren Glauben.
- Nr. 190 «Walte, walte nah und fern, Allgewaltig Wort des Herrn» von
J. Fr. Bahnmayer , Strophen 1-5 (GERS [1952] 359,1-5) - Nr. 169 «Wachet auf, erhebt die Blicke! Laut mahnen uns die Weltgeschicke» von
K. R. Hagenbach , Strophen 3.4 (GERS [1952] 339,2.3)