23. Januar 1916

Predigt: Matthäus 13,44

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Matthäus 13,44
Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden über denselbigen und verkaufte Alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
Liebe Freunde!

Wer kann am Himmelreich Freude haben? Etwa nur die Wenigen, die jetzt an einer Predigt, an einem geistlichen Lied, an einem frommen Buch wirkliche Freude haben? Etwa nur die Alten, die wegen der Nähe des Todes an nichts mehr Freude haben können als an dem, was nach dem Tode kommt? Ach nein, das Himmelreich ist die Freude für Alle, die sich überhaupt freuen können. Denn bei Allem, woran wir uns überhaupt freuen können, blauer Himmel, eine Reise machen, freundliche Augen eines Mitmenschen, Lachen unserer Kinder, eine schwere Arbeit beendigt, ein herzlicher Gruß1 aus der Ferne, ein heiteres Fest und was es sei – bei aller Freude meinen wir eigentlich nicht diese Dinge, sondern das Himmelreich, das hinter ihnen ist. Und jedesmal, wenn wir uns wirklich gefreut haben mit einer großen, reinen, anhaltenden Freude, sahen wir eigentlich durch alle diese Dinge hindurch und ins Himmelreich hinein, und der eigentliche Grund unserer Freude war das verborgene Himmelreich, und wenn das verborgene Himmelreich nicht wäre, könnten wir alle uns an nichts freuen, weder an Großem noch an Kleinem. Und wenn so wenig Freude ist unter den Menschen, so hat das keine andere Ursache als die, daß das Himmelreich im Großen und Ganzen verborgen und verschlossen ist hinter den anderen Dingen. Aber es ist die Freude für Alle.

Wer hat Verlangen nach dem Himmelreich? Etwa nur die Wenigen, die manchmal Verlangen haben nach Gebet und tieferen Gedanken? Etwa nur die, die genug Ernst und auch genug Gemüt haben, daß sie an ein Leben über und hinter diesem Leben glauben müssen?, nur die, die wissen, was sie hören, wenn sie alle Sonntage hören: dein Reich komme! [Mt. 6,10 par.]? Ach nein, nach dem Himmelreich verlangen eigentlich alle Menschen landauf und landab. Es ist wie bei der Freude: sie verlangen scheinbar nach Geld, nach Macht, nach Liebe, nach Genuß, nach |30 Ruhe, aber es steckt etwas Tieferes in allem menschlichen Verlangen, und es steckt etwas hinter diesen Dingen, und das meinen wir im Grunde. Glaubt ihr’s, daß der rücksichtsloseste Profitjäger und der traurigste Trunkenbold mit ihrer blinden Begier eigentlich das Himmelreich meinen, ohne es zu wissen? Und wir alle mit unseren Wünschlein und Gedänklein, die so nach allen Seiten auseinanderstreben, meinen eigentlich nicht all das Spielzeug und Naschwerk, nach dem wir die Hände ausstrecken, sondern das, was gewisser ist als Alles, wonach man die Hände ausstrecken kann. Und wenn unser Verlangen je einmal wirklich befriedigt wurde, daß wir satt waren und zur Ruhe kamen, dann war’s sicher nicht um des Spielzeugs und Naschwerks willen, sondern weil wir durch alles das hindurch etwas vom Himmelreich sehen und berühren durften. Denn unser Verlangen kennt keine Befriedigung noch Ruhe, solange es nicht bis zum verborgenen Himmelreich hindurchgedrungen ist. Und wenn so entsetzlich viel ruheloses, unbefriedigtes Verlangen in uns und unter uns ist, dann darum, weil das Himmelreich noch in der Verborgenheit ist.

Und wißt ihr, wer das Himmelreich nötig hat? Etwa nur die paar Wenigen, die es nicht nur singen, sondern sagen in ihren Herzen: Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Flehen!2? Etwa nur die Sünder, wie man sagt, die ein neues Leben von Grund auf brauchen? Und die Kranken, die von keiner Hilfe mehr wissen als von der, die Gott geben kann? Und die Armen und Unterdrückten, die zu Gott um Gerechtigkeit rufen? Ach nein, nein, das Himmelreich haben wir alle nötig, auch wenn wir nicht einmal wissen, wo es uns fehlt und daß es uns überhaupt fehlt. Aber wer ist heutzutage, der nicht über sich selbst und die Anderen, ja über die Menschheit bitter zu klagen und zu seufzen hätte? Und nun erraten und ersinnen wir wohl allerlei: freundlichen Zuspruch und treue Hilfe hätte ich nötig, und besseres Zusammenhalten und mehr Charakter wären nötig im Dorf, und Männer hätten wir nötig an der Spitze unseres Landes, denen wir volles, uneingeschränktes Vertrauen schenken könnten, und mehr Erziehung und Aufklärung täte unserem Volk not und ein dauerhafter Friede den Völkern allen. So können wir seufzen und aufzählen. Aber seht, hinter Allem und über Allem haben wir das Himmelreich nötig, und bei all unserem Klagen und |31 Behaupten und Plänemachen im Kleinen und im Großen meinen wir im Grunde nicht diese kleinen Veränderungen in unserem Leben und in der Welt, sondern die große Veränderung, die mit dem Himmelreich kommt und die erst der wirklichen Not ein wirkliches Ende macht. Ist dir auch schon einmal wirklich geholfen worden, so daß du mit deiner Not gänzlich und endgiltig fertig wurdest? Glaubst du auch, wenn du so redest von diesem und jenem, was nötig wäre für dich und für uns, daß es eine Hilfe gebe, die wirklich helfen könnte? Sieh, das kann nur das Himmelreich gewesen sein, und das wird nie etwas Anderes sein als das Himmelreich. Es gibt für alle unsere Nöte schließlich nur die eine Befreiung, die von dem verborgenen Himmelreich kommt. Und die eigentliche Ursache unserer Nöte ist nie das, was wir mit Augen sehen und worauf wir mit Fingern zeigen können, sondern das Andere: die Verborgenheit und Verschlossenheit des Himmelreichs.

Ja, das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz. Ein Schatz für Alle und für Alles. Nicht nur eine Spezialität für fromme und ideale Leute. Nicht nur ein Trost- und Beruhigungsmittel für besondere Fälle. Nicht nur ein Sternlein, das neben anderen Laternen und Kerzen gerade auch noch so ein wenig scheinen darf in unserer Nacht. Das Himmelreich ist die Wahrheit, die wir meinen. Das Himmelreich ist die Auflösung, nach der wir uns sehnen. Das Himmelreich ist die Erfüllung, die uns vorschwebt. Das Himmelreich ist das Endgiltige, Definitive, wo wir bloß das Vorläufige, Provisorische in Händen und vor Augen haben. Merken wir das, daß unser ganzes Leben und Treiben etwas Vorläufiges ist ohne das Himmelreich? Ein Gerüst und nicht ein Bau? Ein Stottern und Stammeln und nicht ein Reden? Ein ewiges Kochen statt fröhlichem Schmaus? Daß erst das Himmelreich das Leben ist, nach dem sich eigentlich alle Welt sehnt? Ja, das ist wohl ein Schatz, ein ungeheurer Reichtum, dessen Besitz unser ganzes Dasein verändern müßte, wie wenn ein armes Mannli auf einmal das große Los zöge. Auf einmal ein Ziel, ein Wert hinein ins Leben, auf einmal ein lebendiges Leben, auf einmal ein Sinn hinein in die sinnlose Welt.

Aber dieser Schatz ist verborgen. Die Erfüllung und Auflösung und das lebendige Leben liegen nicht obenauf. Millionen laufen daran vorbei und sehen und merken nichts. Sie sehen und merken wohl, was obenauf liegt: es ist Krieg! – ja, leider Gottes! – und keine Freude auf Erden bleibt ungetrübt und dauert lange! – nein, leider Gottes! – und es ist keinem |32 Menschen zu trauen! – nein, leider Gottes nicht! – und es ist eine traurige Sache ums Altwerden – ja und noch einmal ja, leider Gottes!, das und noch tausenderlei Anderes, Ähnliches ist wahr, so wahr, daß es ganz obenauf liegt, aber was soll nun das alles? Das alles ist eben nicht Erfüllung und Auflösung, das ist unlebendiges Leben. Und Millionen laufen vorbei und ahnen nicht, daß etwas Anderes dahinter ist. Und jedes von uns hat Stunden, Tage, Jahre, ja Jahrzehnte, da sehen und merken wir nichts vom Himmelreich: Ja, ich danke, es geht mir gut!, nein, meine Gesundheit nimmt leider in der letzten Zeit sehr ab! Merkwürdig, was heute für kühles Wetter ist! Haben Sie schon gelesen, was heute Interessantes in der Zeitung steht?, ja, ja, das und noch viel anderes mag wahr sein, aber merkst du nicht, daß das alles, alles Oberfläche ist, nicht Erfüllung und Auflösung, nicht lebendiges Leben? Merkst du nicht, wie die Zeit und dein Leben vergeht, ohne daß du wirklich gelebt hast? Merkst du nicht, wie das Leben etwas Entsetzliches ist, solange jener Schatz verborgen ist? Es ist nicht Gottes Schuld, daß er verborgen ist. Gott hat kein Interesse und keine Freude daran, mit seiner besten, notwendigsten, entscheidendsten Gabe im Verborgenen zu bleiben und uns zuzusehen, wie wir hungern und frieren und einander plagen ohne das Himmelreich. Es jammert Gott, der durch unsere Schuld ein verborgener Gott ist, uns zuzusehen. Wir haben ihm den Rücken gekehrt, darum kennen wir nur die Oberfläche des Lebens. Wir wollten uns selber sein und für uns selber, und damit ist Alles verwirrt geworden. Wir wollten auf eigene Hand leben, und darum sehen wir nur das Vorläufige, das für sich keinen Sinn hat. Überall nur Anfange, überall nur Meinungen, überall nur Wünsche und Sehnsüchte, überall nur die Wahrheiten, die obenauf liegen, die trostlosen, mit denen wir keinen Schritt weiter kommen. Es tut Gott leid, daß der Schatz so verborgen ist im Acker. Er sieht uns Menschenkinder und weiß, daß wir anders dran sein könnten, aber so geht’s allerdings nicht, ohne den verborgenen Schatz geht’s nicht.

Ein Mensch aber fand ihn. Hast du’s gehört? Das Himmelreich kann gefunden werden. Es ist kein Traum, kein Phantom. Es ist die Wahrheit für dich, die Wahrheit, die dich angeht. Es ist die Tatsache, die hereinkommen kann und will in dein Leben. Es ist die neue Ordnung, die in der Welt gelten kann, morgen, heute schon. Das Verborgensein ist eine Torheit, ein Widersinn, [dazu] bestimmt, ein Ende zu nehmen. Was soll ein Schatz im Acker, in der Erde, bei den Würmern? – das hat seine Zeit, |33 dann muß er ans Licht, muß segnen, reich machen, Freude machen dem, der ihn entdeckt. Das Himmelreich ist dazu da, entdeckt zu werden, es ist für die Menschen. Und Gott ist für die Menschen, dessen Reich das Himmelreich ist. Er meint es nicht so mit seiner Verborgenheit, daß er nur verborgen bleiben müsse. Er sehnt sich nach uns. Er ist ganz bereit, sich von uns finden zu lassen. Er wartet, ob wir ihn nicht suchen wollen.

Finden! Du darfst nicht warten, bis es daliegt vor Aller Augen, etwa bis deine Familie auch davon weiß und etwas davon hält, oder gar bis das ganze Dorf hinterdrein gekommen ist und bis man’s womöglich auch noch in den Dörfern ringsum begriffen hat. Solange wir da aufeinander warten wollen, wird nichts gefunden. Da mußt du für dich auf deine eigenen Füße stehen und für dich deinen eigenen Weg gehen, ganz ohne Rücksicht auf Familie, Hausgenossen, Nachbarn, Leute in Oftringen und Leute in Kölliken3. Du mußt tun, als ob du allein auf der Welt wärest, als ob Alles von dir abhinge, als ob du der Pionier und die Vorhut wärest aller Übrigen. Du bist es auch, du bist verantwortlich, von dem Augenblick an, wo du begonnen hast zu ahnen, daß da unten etwas zu holen wäre, verantwortlich dafür, daß der Schatz nur nicht verborgen bleibt. Finden! Es ist immer ein Glücksfall, wenn einer etwas findet, auch wenn er es gesucht hat. Es gibt gar viele taube Nüsse und leere Ähren und Äcker, in denen kein Schatz verborgen ist. Und das Himmelreich finden, das ist ein Wunder, eine Gnade, ein Geschenk. Wer das gefunden hat, der wird seiner Lebtage ein demütiger, dankbarer Mensch bleiben. Denn das ist immer eine ganz merkwürdige Begegnung, wenn sich das Oberflächliche so auseinandertut, und das Verborgene wird sichtbar. Das bleibt für ein ganzes Leben und für die Ewigkeit etwas Erstaunliches, wenn einer die Entdeckung macht: ich lebe nicht von dem, wovon ich meinte, nicht von meinem Verdienst, nicht von meiner flotten Stellung, nicht von meinem Gesicht, nicht von meinem Stand … und die Menschen, wie sie auch tun mögen, sie leben nicht von ihrem Geld und nicht von ihrem Stolz und nicht von ihren Kanonen – wir leben allesamt von den Kräften der unsichtbaren Welt, die Gott gebaut hat, in seinem Vaterhause sind wir zu Hause, sein Geist ist unser Leben. Es braucht eine kräftige Erschütterung unserer Meinungen, Vorurteile, Zeitungsansichten, Gewohnheiten, bis wir wie durch einen Riß hineinsehen in diese wirkliche Welt. |34 Es braucht eine gehörige Umkehrung unseres Wesens, bis wir’s einfach anerkennen: Gott hat recht!, nur in seinem Lichte sehen wir das Licht! Nur in ihm gibt’s Leben [vgl. Ps. 36,10]. Es braucht ein Wunder dazu, denn gar übermenschlich viel steht uns im Wege. Aber laß dich nur nicht abschrecken. Das Wunder geschieht. Das Wunder ist schon oft geschehen. Es kann auch an dir geschehen. Finden! Das Finden des Himmelreichs ist ein Durchbruch des tieferen, eigentlichen Lebens. Du selbst kommst zum Vorschein. Du weißt auf einmal, wer du bist und wie du dran bist. Du kannst, was du vorher nicht konntest: dich freuen, ruhig sein, stark sein. Gott ist da, und alle Schmerzen und Enttäuschungen können dich nicht mehr irre machen, daß es Gott gut mit dir meint. Und es kommt zum Vorschein, was die Welt eigentlich ist und wo es mit ihr hinauswill. Die Welt läuft nicht, wie sie will, sie hat einen Anfang und ein Ende und Beides in Gott. Und alle Greuel und Ungerechtigkeiten der Menschen können dich nicht mehr erschüttern in der Hoffnung auf Gottes Macht. Wenn das alles als starke, erleuchtende Gewißheit zum Durchbruch kommt in dir, das ist das Finden des Himmelreichs.

Was macht er nun, der Mann, der den Schatz im Acker gefunden? Er verbirgt ihn. Das ist merkwürdig. Wir denken, wenn einer das Himmelreich gefunden, sollte er es offen zeigen, laut davon reden, Leute herbeirufen, ihnen austeilen von dem, was er gewonnen. Ja, das kann dann auch kommen und muß kommen. Aber das Verbergen zuerst hat auch seinen Grund. Der Acker gehört ihm ja noch nicht. Wenn er’s so eilig ausschwatzte, könnte ihm Schatz und Acker verloren gehen. Darum schweigt er, er hat anderes zu tun. Glaubt ihr’s und habt ihr’s auch schon erfahren, daß man das Himmelreich wieder verlieren kann, wenn man es zu schnell zeigen will? Es ist auch zwischen Gott und der Menschenseele, wie es in einem alten Liede heißt:

Willst du dein Herz mir schenken,
So fang es heimlich an,
Daß unser beider Denken
Niemand erraten kann.4
35 Es ist eine gar feine Sache um jenen Durchbruch des tieferen Lebens in uns, trotzdem er das Gewaltigste ist, was es zwischen Himmel und Erde geben kann. Das ist ein stilles Reifen und Sich-Klären und Festwerden und Sich-Durchsetzen. Das ist ein heißes inneres Sich-Umwandeln und Neuwerden. Das ist ein inneres Schauen und Lauschen, dem wir uns nicht ruhig, innerlich ruhig genug hingeben können. Man kann das Himmelreich nicht nur so mitnehmen, es will erworben, angeeignet sein. Das ist ein großer Übergang, vom Äußeren zum Inneren, vom Sehen zum Wesen, vom Tod zum Leben, Das kostet etwas. Tu nicht dergleichen: ich hab’s, ich hab’s! rechne dich nicht zu schnell zu denen, die es gemerkt haben! rede nicht zu laut davon, als ob es schon dein Besitz wäre! O, was müssen wir sonst für Enttäuschungen erleben! Wie kann es uns so leicht wieder abhanden kommen, wenn’s schon beinahe unser war. Im Nu wird das Göttlichste wieder menschlich, das Stärkste wieder schwach, wenn wir ein Dings draus machen, wenn wir es zu früh zeigen, bevor es reif geworden ist. Wir brauchen es überhaupt nicht zu zeigen. Es zeigt sich schon selber, wenn wir’s haben, und leuchtet Allen, die im Hause sind [vgl. Mt. 5,15].

Zuerst haben!, liebe Freunde. Hingehen mit Freuden und alles verkaufen, was wir haben, und den Acker kaufen. Will sagen: hingehen und, koste es, was es wolle, uns zu eigen machen, was wir gefunden. Mit Freuden! Das ist nicht anders möglich. Wo keine Freude ist, ist nichts gefunden. Nur die Freude befähigt uns zur Hingabe.

Hingeben können.

Aneignen.

Lieder:
  • Nr. 10 «Lobe den Herren, o meine Seele» von J. D. Herrnschmidt (GERS [1952] 40; EG 303) 🎵
  • Nr. 246 «Wer ist wohl wie du, Jesus, süße Ruh’?» von J. A. Freylinghausen (Reichs-Lieder 257 mit Textabweichungen) 🎵

Sachfußnoten

1
Mskr.: «einen herzlichen Gruß»; Korrektur vom Hrsg.↩
2
Lied Nr. 214 von M. Luther (GERS [1952] 37; EG 299) 🎵. Beide GERS lesen am Ende der zweiten Zeile «Flehen» statt des ursprünglichen «Rufen».↩
3
Oftringen und Kölliken sind die Nachbarorte Safenwils an der Schweizer Hauptstraße 1.↩
4
Das Gedicht wurde bekannt, weil J. S. Bach es in sein «Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach» (1725) aufgenommen hat. Er überschrieb es «Aria di Giovannini», heute wird es einem unbekannten Verfasser zugeschrieben (vgl. Das große Krüger-Zitaten-Buch, zusammengestellt und hrsg. von J. H. Kirchberger, München 1977, S. 402, Nr. 12 📖).↩