Hans Freiherr von Soden an die Kirchenregierung der evangelischen Landeskirche in Nassau zu Wiesbaden
Anhang 16
[Aus einem Schreiben von
Prof. D.
Wir haben es an der durch Jahre und Jahrzehnte bekundeten Treue zu unserer Landeskirche und Freudigkeit zur Mitarbeit in ihr auch in den zahlreichen und mühsamen Verhandlungen während der verflossenen Monate niemals fehlen lassen, wie Sie selbst uns immer wieder bestätigt haben. Aber wir müssen in diesem ernsten Augenblick herzlich bitten, doch nicht zu vergessen, daß diese Treue, wie jede echte Treue, an das Gewissen gebunden ist. Wir können das Kernstück unseres theologischen Berufs, nämlich die volle Verantwortung für die uns aufgetragene eigenste Sache, nicht antasten lassen, ohne über Kirche und Universität, über uns selbst und unsere Nachfolger ein Verhängnis heraufzubeschwören.
Um die letzten Zweifel der Kirchenregierungen an dem Ernst unserer Entscheidung zu zerstreuen, glauben wir es Ihnen schuldig zu sein, beizeiten folgende Erklärung abzugeben:
244 In der Kasseler Besprechung vom 7.
November2 haben wir festgestellt, daß
die Vertreter der hessischen Kirchen meinen, um der
Solidarität mit den anderen evangelischen Landeskirchen in
Wir können nicht schließen, ohne nochmals die inständige Bitte auszusprechen, uns derartige Entschlüsse, gegen die wir uns bisher hartnäckig gewehrt haben, zu ersparen.