Brief Nr. 83 · 14. November 1933

Rudolf Bultmann an Karl Barth

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Lieber Herr Barth!

Auch ich denke mit Freude an Ihren und der andern Bonner Kollegen Besuch zurück und freue mich auf Fortsetzungen. Vor allem wünschte ich mir wieder solche Nachtgespräche (freilich mit früherem Beginn und früherem Ende).

Das H. W.-Lied hatte unsere Heilke schon gestern für Sie getippt.

Die neusten Tubingensia kenne ich noch gar nicht. Können Sie mir ein Exemplar schicken? ich werde es dann gleich zurücksenden. — Es scheint, daß hier nicht alle Kollegen den am Sonntag geplanten Brief unterschreiben werden; v. Soden und ich halten aber an der Absicht fest, und einige werden auch mitmachen. — Ich entwerfe gerade einen Aufsatz gegen den existentiellen Religionspsychologen in Göttingen für die Theol. Blätter.1

Herzliche Grüße von Haus zu Haus!
Ihr
Rudolf Bultmann

Sachfußnoten

1
R. Bultmann, Der Arier-Paragraph im Raume der Kirche, in: ThBl, Jg. 12 (1933), Sp. 359–370 📖 (= «Dialektische Theologie» in Scheidung und Bewährung 1933–1936 [s. Nr. 81, Anm. 3], S. 86–101 📖; H. Liebing [s. Nr. 82, Anm. 4], S. 32–45) 📖; gegen den Aufsatz von G. Wobbermin, Zwei theologische Gutachten in Sachen des Arier-Paragraphen — kritisch beleuchtet, in: ThBl, Jg. 12 (1933), Sp. 356–359 📖, und in: DtPfrBl, Jg. 37 (1933), S. 601–603 📖, u. a. Zeitschriften (= Liebing, a.a.O., S. 28–31). Gegen Bultmanns Kritik schrieb Wobbermin: Nochmals die Arierfrage in der Kirche, in: DtPfrBl, Jg. 38 (1934), S. 9f. 📖 (= Liebing, a.a.O., S. 51f.); darauf Bultmann: Zur Antwort auf Herrn Professor D. Wobbermins Artikel: «Nochmals die Arierfrage in der Kirche», in: DtPfrBl, Jg. 38 (1934), S. 87f. 📖 (= Liebing, a.a.O., S. 53f).↩