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Ich war vor Vorlesungsbeginn noch einige Tage auf Reisen, daher erst heute die Antwort.
Den Fall Th[urneysen] in Tübingen anzubringen, wäre wohl nicht aussichtslos;
aber ob die Sache sich dort schon zum Jubiläum machen läßt, ist mir doch fraglich. Ich
vermute, daß es dort mit der Liste nicht anders steht als bei uns. Indessen würde ich es
ruhig versuchen, wenn K. L. Schmidt aus
Jena mitteilt, daß die Sache dort auch nicht
in Bälde zu machen ist. Ich bat ihn um Auskunft darüber; aber er wird Ihnen ja auch direkt
schreiben oder schon geschrieben haben. — Für den übrigen Inhalt Ihres Briefes herzlichen
Dank! Wir werden ja wohl fürs erste so verfahren müssen, wie Sie sagen; und es ist schön,
daß das in gegenseitigem Vertrauen geschieht. Ein persönliches Zusammentreffen würde ich
gleichwohl begrüßen. Was haben Sie für Sommerpläne? Meine Frau wird mit den Kindern Anfang August für 6
Wochen nach Langeoog fahren, und ich bleibe
allein zu Hause, um ungestört arbeiten zu können. Würden Sie nicht in dieser Zeit (etwa
auf dem Wege in die Schweiz) bei mir
hereinsehen können für ein paar Tage? Im Oktober fahre ich wahrscheinlich noch für 14 Tage
nach Oldenburg; vielleicht
ließe es sich einrichten, daß ich einen Weg über Münster nehme.
Alles Gute für das Semester, in das ich meinesteils ἐν
φόβῳ καὶ |74 ἐν τρóμῳ1 hineingehe. Übrigens
haben wir zufällig das gleiche Thema im Seminar!2
Herzliche Grüße von Haus zu Haus!