Vorwort
VORWORT
Der vorliegende Band macht 27 Gespräche
Es war auch die mit dieser Produktivität einhergehende Zeitnot, die Barth dazu motivierte, sich vermehrt dem Format des (vorbereiteten und oft protokollierten) Gesprächs zuzuwenden. Für die Zusage zusätzlicher Vorträge blieb oft schlicht keine Zeit. Auf eine Einladung von
Dieser Band – und ebenso der in Planung befindliche Folgeband, der die Jahre von 1953–1958 abdecken und in der Gesamtausgabe damit die Lücke zu den drei von
Der Gesprächscharakter der hier publizierten Texte erlaubt ungewohnten Einblick in die Denk- und Arbeitsweise Karl Barths fernab bekannter Publikationen. Vielerorts zeigen die hier edierten Quellen aufschlussreiche spontane Reaktionen Barths, weisen aber auch auf seinen Umgang mit kritischen Rückfragen hin. Immer wieder begegnen Versuche, das eigene Denken zu erklären – oft auch explizit mit Blick auf Nichttheologinnen und Nichttheologen. Schließlich sind die hier edierten Gespräche von einer großen thematischen Breite geprägt, die einen authentischen Einblick in zahlreiche Debattenlagen vor allem der deutschsprachigen kirchlich-theologischen Welt um 1950 verschafft.
Die Unterschiedlichkeit der Quellen muss auch mit Blick auf die Bewertung ihrer Qualität in Rechnung gestellt werden. Während die aufgenommenen Stichpunkte Barths zwar teils sehr kurze, aber doch Texte aus eigener Hand sind, haben die abgedruckten Protokolle ganz unterschiedliche Verfasserinnen und Verfasser. Zuweilen dürfte deren Wiedergabe von Barths Voten inhaltlich zugespitzt oder aus anderen Gründen nur vorsichtig belastbar sein. Es versteht sich von selbst, dass eine ähnliche Einschränkung auch für die Übersetzungen fremdsprachlicher Originale gilt. Den hier abgedruckten |IX Gesprächen kommt daher nicht immer dieselbe Authentizität zu, von der man bei gedruckten Texten
Wie üblich wurden solche Gespräche nicht in diesen Band aufgenommen, die sich unmittelbar und unter stetem inhaltlichem Rückbezug an von Barth gehaltene Vorträge anschlossen; deren Protokolle werden, wo sie vorhanden sind, gemeinsam mit den jeweiligen Bezugstexten in der Abteilung III («Vorträge und kleinere Arbeiten») publiziert. Ebenfalls weggelassen wurden Protokolle institutioneller Sitzungen sowie von Seminarsitzungen.
Um den Umfang der Edition nicht unnötigerweise deutlich zu vergrößern, wurden im Rahmen der Bearbeitung in nicht von Barth stammenden Gesprächspassagen öfters solche Abschnitte gekürzt oder gestrichen, die für das Verständnis der Aussagen Barths nicht notwendig sind; sie sind durch Auslassungszeichen markiert. Kommentarlos weggelassen wurden von Barth nicht mit Antwortnotizen versehene Fragen auf den ihm zugeschickten Frageblättern. In Anwendung der Editionsrichtlinien der Gesamtausgabe wurden kleinere orthographische Anpassungen in Texten, die auf ein Typoskript oder auf einen Druck zurückgehen, stillschweigend vorgenommen; bei Manuskripten sind solche Eingriffe kenntlich gemacht.
Fremdsprachige Gespräche schließlich wurden, wie in dieser Abteilung der Gesamtausgabe üblich, für die Edition übersetzt; die Originaltexte finden sich im Anhang des Bandes. Wo bereits zuverlässige Übersetzungen vorlagen, wurde auf diese zurückgegriffen und dieser Rückgriff kenntlich gemacht.
Es gibt, etwa in Briefen oder in Barths Taschenkalendern, Hinweise auf weitere zwischen 1948 und 1952 geführte Gespräche, zu denen jedoch gar kein oder kein für eine Edition ausreichender Inhalt gefunden werden konnte; sie seien hier wenigstens aufgelistet:
| 23.03.1948 | Gespräch mit Studenten in |
| 26.03.1948 | Gespräch mit Theologieprofessoren in |
| 01.05.1948 | Gespräch mit ungarischen Studenten in |
| 06.05.1948 | Interview mit einer Zeitung aus |
| 01.11.1948 | XGespräch mit 15 Pfarrern in |
| 21.11.1948 | Diskussion in der Jungen Gemeinde St. Leonhard / Paulus in |
| 14.04.1949 | Interview mit |
| 06.07.1949 | Gespräch mit 50 Amerikanern in Basel |
| 18.02.1950 | Gespräch mit amerikanischen Studenten |
| 27.03.1950 | Gespräch mit Pfarrern des Bezirks |
| 27.03.1950 | Gespräch mit Pfarrern aus |
| 24.08.1950 | Gespräch mit Tübinger Studenten auf dem |
| 02.12.1950 | Gespräch mit |
| 09.12.1950 | Gespräch mit Studenten aus dem Ökumenischen Institut |
| 03.02.1951 | Gespräch mit amerikanischen Studenten |
| 09.07.1952 | Gespräch mit texanischen Studenten |
| 19.12.1952 | Gespräch mit Jurastudenten in Basel |
Nicht abgedruckt wird schließlich ein Gesprächsbericht, von dem sich
XI Bei Recherchen konnten der Band- und der Gesamtherausgeber in den vergangenen Jahren auf die Hilfe einiger Archive, Institutionen und Einzelpersonen zurückgreifen. Genannt seien das Staatsarchiv Basel-Landschaft, das Evangelische Zentralarchiv in Berlin, das Archiv von Mission 21 in Basel, sowie an Einzelpersonen Pfr. Dr. Árpád Ferencz, Irene Hügli, Prof. Dr. Michael Hüttenhoff, Hans-Martin Kaiser, Pfr. Helmut Leser (✝), David Mache, Pfr. Hans-Martin Schäfer, Pfr. Hanns-Heinrich Schneider, PD Dr. Hans-Georg Ulrichs und Pfr. Dieter Zellweger.
Für ihre sehr wertvolle Hilfe bei der Anfertigung und der Korrektur von Übersetzungen aus dem Französischen, Dänischen und dem Holländischen sei herzlich gedankt: Dr. Dr. h.c. Bernhard Christ, dem ehemaligen Präsidenten der Karl Barth-Stiftung, Bischöfin em. Lise-Lotte Rebel, Prof. Dr. Bent Flemming Nielsen, Dr. Anne Louise Nielsen, Dr. Elio Jaillet, sowie David Eck, Barbara Pfenninger und Annemarie Hartman. Ein Dank für verschiedene Zuarbeiten während ihrer Zivildiensteinsätze im Karl Barth-Archiv gebührt schließlich Dominik von Allmen, Sebastian Weber und Nicolas Hofstetter.
Dem Team der Digitalen Edition der Gesamtausgabe ist für die Bearbeitung der Dateivorlagen zur Aufnahme in diese Edition zu danken, den Mitarbeitenden der pagina GmbH Tübingen für die Erstellung des Satzes, den Mitarbeitenden des Theologischen Verlags Zürich für die verlegerische Betreuung, und ihnen allen für die dabei durchwegs gute Zusammenarbeit. Besonders herzlich möchte ich Dr. Peter Zocher, dem Leiter des Karl Barth-Archivs Basel, für seine über viele Jahre freundlich zugewandte Mitwirkung an diesem Band danken, namentlich für die gemeinsame Arbeit an den Einleitungen und Annotationen sowie für das vollständige Erstellen der Register.