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30. September 1921
Die letzte Sendung Römerbrief
📖 für Safenwil liegt versandbereit, und auch meine Dampfsirene heult wehmütig einen letzten Abschiedsgruß. Er gilt dem startbereiten Römerbriefschlachtschiff, und er gilt der Weggenossenschaft:, die wir während der Zurüstung dieses Dreadnought haben durften, und für die du mir wahrhaftig nicht zu danken hast. In was für einem muffigen Winkel säße ich heute ohne dich und das scharfe Tempo, das du angeschlagen hast, und das mitzuhalten ich die Gnade hatte. Ich lebte und lebe von deinem Vorwärtsdrängen und Antreiben.
Was für merkwürdigen Dingen gehen wir entgegen: da ist zunächst der Einschlag des neuen Römerbriefs. Das Vorwort entspricht dem Gewicht der Sache, die dahinter steht. Mir ist besonders lieb die Stelle, wo vom Zusammenhang zwischen deiner Predigtaufgabe und deinem Römerbrief die Rede ist. Das ist die beste Antwort auf das hämische Gerede vieler, vor allem in Basel, über unsere Art Pfarrer zu sein. […]
Georg Merz berichtet die endgültige Ablehnung des Angebotes, die «Christliche Welt» zu übernehmen. Er hätte doch nicht freie Hand bekommen, auch Verlegerkniffe scheinen eine Rolle zu spielen.
Herzlich und treulich grüßen wir Beide euch Beide!