7. August 1921

Karl Barth an Eduard Thurneysen

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Lieber Eduard!

Wir haben einen guten Sonntag mit Rudi, Fritz Lieb und Merzens hinter uns, und nun will Rudi morgen früh meinen Brief mit nach Zürich nehmen. Es langt also nur zu kurzem Gruß! Deine Anmerkungen zu Röm. 10 📖 waren mir wieder überaus wertvoll; ich bin eben daran sie zu verarbeiten, bis jetzt meistens fast wörtlich zu übernehmen. Ich kann dir nicht genug danken für die unschätzbaren Dienste, die du mir da tust, und es ist nun ganz unvermeidlich geworden, daß im Vorwort deiner irgendwie gedacht werden wird. […]

Morgen früh gehts nun auf den Schluß von Röm. 11 los, und wer weiß, wie weit mich die Offensive noch führt. Die Nähe von Göttingen wirkt fabelhaft anspornend. Letzthin hatte ich zum ersten Mal einen Vorlesungs-Angsttraum, den ich dir als Sachkenner dann unterbreiten werde.

Mit herzlichem Gruß
dein
Karl