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5. März 1920
Hier einiges Weitere. Da meldet sich also der andere Ehrenberg;1 er ist nicht ohne kräftigen (christlich-germanischen vermutlich!) Einschlag und sieht wenigstens den steinernen Gast, obwohl er ihm zu entrinnen sucht. Aber auch da, leider, soviel Selbsterklärung und -ergießung.
[…] Gestern war ich am Morgen an einer Lehrerkonferenz in Zofingen, wo sehr gottlos, allzu gottlos geredet wurde, am Nachmittag an der Sitzung der Spielbankinitianten in Olten, wo es umgekehrt allzu gerecht zuging. […] Ich entfloh und nahm Gottlob Wieser mit nach Safenwil, um ihn unterwegs und hier kräftig mit Overbeck einzuseifen. Auch er wußte natürlich zuerst auch nur etwas von «rein negativ» zu stammeln, ließ sich aber belehren, wenn auch wahrscheinlich nicht überzeugen. Am Sonntag Abend trifft Ernst Staehelin hier ein. Ich freue mich wie eine Spinne auf die Fliege, auch ihm den finis christianismi [Overbeck] anzukündigen. […]
Ich habe verschiedene Kräche, einen mit Hochuli und einen mit Gemeinderat, Schulpflege und Lehrerschaft wegen zwei Bürgerschülern, die die erzürnten öffentlichen Gewalten ins Gefängnis stecken wollen. […] Ich redete gestern in der Schulpflege fast eine Stunde vergeblich über Erziehung, bürgerliche Moral, solidarische Verantwortlichkeit und Schuld, Vergebung und andere schöne Sachen. Auch die Sozialisten hatten ganz taube Ohren, und ich erreichte nicht mehr, als daß ich als der unendlich gütige Herr Pfarrer dastand.
Mit herzlichem Gruß