26. Februar 1920

Karl Barth an Eduard Thurneysen

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Lieber Eduard!

Nimm in Eile wenigstens diese Aktenstücke zur Einsicht: Herpel, O Schaden!1 Wir werden ihm nach Maßgabe von 2.Kor. 1 antworten müssen, daß unser Ja nicht durchaus Ja und unser Nein nicht durchaus Nein bleiben könne und daß er über unsern «Geist» ja nicht reklamieren solle, wenn er nicht noch Schlimmeres erleben wolle. Die Vereinigung mit Arnold ist kein gutes Zeichen, aus der Mitteilung von Themata, über die wir schreiben sollen, gibt es natürlich nichts.2 Der hat keine Ahnung. Schreib ihm vorläufig irgend etwas Tröstliches. […] Die Aarauer Konferenz wünsche ich im Stillen zum Kuckuck und habe Angst, wie das herauskommt. […]

Mit herzlichem Gruß
dein
Karl

Sachfußnoten

1
O. Herpel hatte sich darüber beklagt, daß Barth und Thurneysen ihn auf ihrer Deutschlandreise nicht besucht hatten.↩
2
Das «Neue Werk» sollte künftig von O. Herpel und E. Arnold gemeinsam herausgegeben werden. Herpel hatte Barth und Thurneysen um Mitarbeit und um Angabe künftig von ihnen zu behandelnder Themen gebeten.↩