Eduard Thurneysen an Karl Barth
Da bin ich wieder, und die lange Stille zwischen uns darf wieder weichen und zu jenem so nötigen Hin- und Herüberrufen werden, das uns Lebensbedürfnis ist. Unser gemeinsamer Weg wird wieder beschritten. Ich habe also die Regensberger Tagung der
Ich habe einen jungen Mann kennengelernt, der den Militärdienst verweigern will, aber ohne viel Aufhebens und ohne alle Wichtigtuerei. — Zu der von dir aufgeworfenen Frage des Religionsunterrichtes habe ich mir auch meine Gedanken gemacht. Mir scheint, es liege nichts an dem Streit, ob die Kirche ihn in der Hand behalte oder ob die Schule ihn übernehme, sondern allein daran, ob weiterhin «Religion» unterrichtet werde, oder ob die Sache Gottes zum eigentlichen Gegenstand dieses Unterrichtes werde. Ich denke, es sei das Beste, wir schlagen uns an die Seite derer, die den Religionsunterricht ganz in die Hände der Lehrer legen, in der Meinung, daß bei diesen das Verständnis für das, worum es im Religionsunterricht gehen muß, immer noch eher erwache als bei der Kirche.
Zur Weltlage: ja, was geht da eigentlich vor? Ob sich das Dunkel um
Unsere Ferien mußten wir abbrechen der Grippe wegen. Unsere Gemeinde liegt im Schatten von Krankheit und Tod. Ich gehe von Haus zu Haus und sage mein Sprüchlein, so gut ich kann. Am Sonntag Abend halte ich eine schlichte Bibelstunde für einen kleinen Kreis, da die Morgenpredigt für die ganze Gemeinde der Ansteckungsgefahr wegen eingestellt ist. Kirchenrat Pfarrer W. in