[Postkarte von
Prof. D. Emil Brunner,
Zürich, an
R. Bultmann
(Orig. in der UB Marburg, Handschr.-Abt. Ms 860):]
Zürich, Klusdörfli 12, 20.VIII.1930
Sehr gern käme ich zu unserer «Hosensitzer-Konferenz» — wie Gogarten und ich sie vor 1 1/2, Jahren ausgemacht haben; aber es will mit dem Datum nicht recht passen. Ich habe alle Vorlesungen in der zweiten Hälfte der Woche; die erste ist durch die Konferenz der «Marbur|239ger» (27–29) scheints belegt; bleibt für mich nur Samstag und Sonntag. Wenn es sich so richten läßt, so komme ich. Ich habe zwar Samstag früh 1 Stunde, aber die kann ich ausfallen lassen. Auch Mo. und Di. wäre ich frei, wenn die «Marburger» uns frei lassen, bzw. Sie, da ich ja nicht «Marburger» bin. Es liegt mir viel daran, daß es zu diesem Gespräch zu 5t komme, und daß ich ganz dabei sein kann. Hoffentlich gibts einen anständigen Zug. Daß Ihre Frau so Schweres durchmacht, hat uns sehr bewegt und wir hoffen von Herzen, daß die Störung ebenso gut vorbei gehe, wie dies bei meiner Frau jetzt den Anschein hat.