Mk. 6,17–28
Mk. 6,17–28
17Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreit. 18Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Weib habest. 19Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und konnte nicht. 20Herodes aber fürchtete Johannes; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern. 21Und es kam ein gelegener Tag, daß Herodes auf seinen Jahrestag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa. 22Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzte, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tisch saßen. Da sprach der König zum Mägdlein: Bitte von mir, was du willst, ich will dir’s geben. 23Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die Hälfte meines Königreiches. 24Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. 25Und sie ging alsbald hinein mit Eile zum König, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt zur Stunde auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers. 26Der König war betrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun. 27Und alsbald schickte hin der König den Henker und hieß sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28und trug her sein Haupt auf einer Schüssel und gab’s dem Mägdlein, und das Mägdlein gab’s ihrer Mutter.
Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)
Fundstellen im Text 1
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§ 3 Zwinglis Leben
17. November 1922 – 12. Dezember 1922
… rift propheten alle vor ihren Königen [ Jes. 1,23 ; Jer. 5,4f. ; Ez. 34,2–10 ; Jon. 1,2 ; 3,4 ], Johannes der Täufer vor Herodes [ Mk. 6,17–28 ]! Man soll den Großen sagen: so ihr gebietet, was im Worte Gottes nicht Grund hat, tut man Gott den höchsten Dienst, wenn man euch nicht gehorsam i …