Bibelstellen-Register

Kol. 1,15–29

Kol. 1,15–29

15welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborne vor allen Kreaturen. 16Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborne von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. 19Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte 20und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst. 21Und euch, die ihr weiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bösen Werken, 22hat er nun versöhnt mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf daß er euch darstellte heilig und unsträflich und ohne Tadel vor ihm selbst; 23so ihr anders bleibet im Glauben, gegründet und fest und unbeweglich von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehört habt, welches gepredigt ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
24Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo, für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, 25deren Diener ich geworden bin nach dem göttlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, daß ich das Wort Gottes reichlich predigen soll, 26nämlich das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und von den Zeiten her, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, 27denen Gott gewollt hat kundtun, welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit. 28Den verkündigen wir und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf daß wir darstellen einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu; 29daran ich auch arbeite und ringe, nach der Wirkung des, der in mir kräftig wirkt.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 11. November 1952 – 15. November 1951

    … it teilen, erzählen sie das Christusgeschehen als Göttergeschichte, als Mythos. Die gnostischen Parallelen z. B. zu Phil. 2,6ff. ; Kol. 1,15ff. wird jedermann (mit Recht) als Mythos bezeichnen. Ist denn das in jenen Sätzen des NT Gesagte (auf seinen Vorstellungsgehalt gesehen) weniger Mythos …